FFP2-Maskenpflicht
GPA: Handelsangestellte sind keine "Hilfssheriffs"

Künftig sollen Handelsangestellte stichprobenartig kontrollieren, welche Kunden ungeimpft sind und deshalb eine FFP2-Maske tragen müssen.
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  • Künftig sollen Handelsangestellte stichprobenartig kontrollieren, welche Kunden ungeimpft sind und deshalb eine FFP2-Maske tragen müssen.
  • Foto: panthermedia/Hannes Eichinger
  • hochgeladen von Thomas Kramesberger

Handelsunternehmen und die Gewerkschaft kritisieren die Regierungsvorgaben für Corona-Kontrollen. Künftig sollen Handelsangestellte stichprobenartig kontrollieren, welche Kunden ungeimpft sind und deshalb eine FFP2-Maske tragen müssen. "Das ist einfach weltfremd", meint Handelsverband-Chef Rainer Will.

ÖSTERREICH. Handelsunternehmen und die Gewerkschaft sind gleichermaßen erbost. "Wie sollen sich die Beschäftigten auskennen?", kritisierte GPA-Gewerkschafterin Anita Palkovich am Mittwoch im Ö1-"Journal um acht". "Sie sind nicht die Hilfssheriffs", die den Corona-Maßnahmen kritisch gegenüberstehende Menschen kontrollieren sollen, meinte sie im Radio.

Sollten Handelsangestellt die Einhaltung der Maskenpflicht kontrollieren?

Regelungen kaum durchschaubar

"Das ist nicht ihr Job", so Palkovich. Zudem sei "der Arbeitsdruck enorm hoch". "Der Handel sucht überall Personal, das heißt, die aktuelle Mannschaft muss das Programm stemmen." Die Corona-Regelungen der Regierung seien "kaum noch durchschaubar", kritisierte die für den Handel zuständige Wirtschaftsbereichssekretärin der Gewerkschaft GPA.

"Das ist einfach weltfremd"

Auch die Arbeitgeber im Handel sind wütend. Angestellte könnten nicht zusätzlich zu ihrer eigentlichen Tätigkeit auch noch die Gesundheitsdaten der Kunden abfragen, kritisiert Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. "Das ist einfach weltfremd."

Gleiche Regelungen wie für Kunden

Zeitgerecht vor ihrem Inkrafttreten ist am Dienstagabend die 1. Novelle der 2. COVID-19-Maßnahmenverordnung veröffentlicht worden. Dort ist inhaltlich folgendes abgebildet: Beschäftigte im "nicht-lebensnotwendigen" Handel mit unmittelbarem Kundenkontakt müssen grundsätzlich eine FFP2-Maske tragen. Nur wenn diese Mitarbeiter einen 2-G-Nachweis (geimpft oder genesen) vorweisen können, entfällt die Maskenpflicht. In Bezug auf eine Genesung sind sowohl Genesungsnachweise als auch Absonderungsbescheide zulässig, jedoch keine Antikörpernachweise.

Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel mit unmittelbarem Kundenkontakt müssen hingegen ebenso wie die Kunden im Lebensmitteleinzelhandel immer eine FFP2-Maske tragen.

"Damit hat das Gesundheitsministerium für die 600.000 Beschäftigten im österreichischen Handel identische Regelungen zu den seit heute geltenden Bestimmungen für unsere Kunden festgelegt", so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will in einer Aussendung.

2,3 Mio Menschen täglich in Shopping Centern

Am Mittwoch hielt auch das ACSP (Austrian Council of Shopping Places) mit Nachdruck fest, dass sich die Betreiber von Shopping Centern außerstande sehen, die neue Regelung in großer Zahl zu kontrollieren. Demnach verkehren in Österreichs 254 Shopping Centern durchschnittlich rund 2,3 Millionen Menschen pro Tag. Zudem werden diese Center oftmals von sehr kleinen Belegschaften geleitet, die teilweise nicht einmal täglich vor Ort sind, heißt es in einer Aussendung.

FFP2-Maskenpflicht für Ungeimpfte im gesamten Handel

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