Aktuelle Herausforderungen der Land- und Forstwirtschaft
Herbstgespräch am Bauernhof

Bezirksobmann Martin Dammayr, Daniela Burgstaller,  Josef Moosbrugger, Bezirksbäuerin Gerlinde Mallinger, Bezirks Obmann Stellvertreter Johannes Zehetner (v.l.)
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  • Bezirksobmann Martin Dammayr, Daniela Burgstaller, Josef Moosbrugger, Bezirksbäuerin Gerlinde Mallinger, Bezirks Obmann Stellvertreter Johannes Zehetner (v.l.)
  • Foto: Josef Siffert
  • hochgeladen von Magdalena Krittl

ST. THOMAS (mkr). Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer, brachte beim "Herbstgespräch am Bauernhof" entscheidende Zukunftsthemen in Oberösterreich zur Sprache.  Dieses wurde vom OÖ Bauernbund organisiert, und am Hof der Familie Doppelmair in St. Thomas ausgetragen. Angesprochen wurde das EU- Agrarbudget, die Weiterentwicklung der gemeinsamen Agrarpolitik, eine verbesserte Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln sowie zahlreiche regionale Themen. Auch auf die Fairness im Lebensmittelhandel legt Moosbrugger besonderen Wert. 

Nachhaltige, bäuerliche Familienlandwirtschaft erhalten

"Ein Minus von fünfzehn Prozent in der ländlichen Entwicklung, dem Herzstück der oberösterreichischen Agrarpolitik, ist untragbar. Hier braucht es massive Nachbesserungen, schließlich geht es dabei um Umweltmaßnahmen, benachteiligte Gebiete, die in Österreich immerhin 80 Prozent der Landesfläche ausmachen, Junglandwirte, Bio und vieles mehr", warnte Moosbrugger. 

Leistungsvielfalt keine Selbstverständlichkeit 

Die Devise laute: "Nicht ruinieren, sondern investieren – in einen zukunftsträchtigen ländlichen Raum“. „Wichtig ist, einerseits den Entscheidungsträgern und der gesamten Bevölkerung zu vermitteln, dass es hier in wesentlichem Maße um Sicherheit und Stabilität geht. Wenn manche meinen, dass es ja „nur“ um 3,9 Prozent der Beschäftigten geht, dann liegen sie falsch. Es geht um nichts Geringeres als um 100 Prozent der Konsumenten, die auf eine sichere, hochqualitative Lebensmittel-Versorgung zählen", so der LK- Präsident. 

Chancen- und Wettbewerbsgleichheit im Handel

„Hohe Standards sind gut, aber bitte für alle. Wir sind gerne bereit, alles zu bieten, was Regierung und Gesellschaft von uns erwarten. Allerdings darf dann auch nur das in den Regalen zu finden sein, was diesen Anforderungen entspricht. Ansonsten ist das nichts anderes als eine klare Wettbewerbsverzerrung und krasse Unehrlichkeit“, so der LK Österreich-Präsident, der sich für eine Chancengleichheit einsetzt. „Wichtig im Handel ist eine klare, auf den ersten Blick ersichtliche Herkunftskennzeichnung, etwa mittels AMA Gütesiegel in entsprechender Größe. Niemand hat Zeit und Lust, bei jedem einzelnen Produkt millimetergroße Aufschriften zu studieren ", so Moosbrugger zu diesem Thema.

„Gut zu Wissen – Wo unser Essen herkommt“ forciert Herkunftskennzeichnung

Da Herkunftskennzeichnung aber auch in anderen Bereichen wichtig ist, stellte Moosbrugger die LK Österreich-Initiative „Gut zu wissen – Wo unser Essen herkommt“ vor. Diese forciert seit zwei einhalb Jahren die freiwillige Herkunftskennzeichnung von Fleisch und Eiern in der Gemeinschaftsverpflegung und wird neuerdings auch vom Bauernbund Österreich unterstützt.

Das Herbstgespräch in St. Thomas wurde vom OÖ. Bauernbund auch dazu genützt, um „Gut zu wissen“-Informationsfolder, Stecktafeln und Banner auszuteilen. Damit können sich die  Bauern selbst an der Initiative beteiligen und für die regionale Herkunftskennzeichnung stark machen.

Autor:

Magdalena Krittl aus Grieskirchen & Eferding

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