Sparkurs bei Austrian Airlines
Jede dritte AUA-Führungskraft muss gehen

Das Sparpaket soll der Fluglinie 90 Millionen Euro bringen.
  • Das Sparpaket soll der Fluglinie 90 Millionen Euro bringen.
  • Foto: Austrian Airlines_Patrick Huber
  • hochgeladen von Julia Schmidbaur

Die Austrian Airlines spart binnen zwei Jahren mehr als jede zehnte Stelle ein. Das teilte der AUA-Vorstand der Belegschaft am Mittwoch mit. 

ÖSTERREICH. Insgesamt werden 700 bis 800 Arbeitsplätze bis Ende 2021 gestrichen. Die Lufthansa-Tochter teilte am Mittwoch mit, dass man mit dem Personalabbau bereits bei den Führungskräften begonnen habe. Von den rund 300 Führungspositionen sollen etwa 90 wegfallen. Das ist ein Abbau um 30 Prozent. Das Sparpaket wurde vom AUA-Vorstand bereits am Dienstag beschlossen. Die Belegschaft wurde darüber am Mittwoch informiert.

Schmerzhafter Prozess

Geplant ist neben der Reduktion der Managementebene eine Zusammenlegung von Unternehmensbereichen und Abteilungen. Bis Freitag werden die Gespräche mit Managern stattfinden. Diese können sich entweder um andere Stellen im Unternehmen bewerben oder einigen sich über ihren Abgang. In der Fluggesellschaft sei von einem schmerzhaften Prozess die Rede. Airline-Chef Alexis von Hoensbroech erklärte, dass man nur mit schlanken Strukturen "unsere Austrian auch zukunftsfähig aufstellen" könne. Laut AUA werde es auch betriebsbedingte Kündigungen geben müssen, da man nicht alles über natürliche Fluktuation schaffe. Diese würden auch beim Arbeitsmarktservice-Frühwarnsystem angemeldet. Wann das genau passieren wird, wurde am Mittwoch aber nicht gesagt. 

Gewerkschaft fordert Maßnahmen gegen Lohndumping

Das Sparpaket wurde bereits im November angekündigt und soll rund 90 Millionen bringen. Grund dafür ist der harte Preiskampf mit den Billigfliegern am Flughafen Wien. Dazu kommt aktuell die Streichung des Langstreckenverkehr nach China anlässlich des Coronavirus bis Ende Februar.

Die Gewerkschaft vida forderte vorab eine einheitliche Regelungen gegen Lohndumping. Während die Airlines mit Standort Flughafen Wien „Preiswettbewerb nach unten spielen bzw. manche mitspielen müssen, um nicht auf der Strecke zu bleiben, gerät vor allem das Personal weiter unter Druck. Den härtesten Unterbietungswettbewerb betreiben Wizz Air und Lauda", betonte Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft vida.

Einsparungen bei Hierachieebenen

Im Zuge der Neuerungen bei Austrian Airlines wurde Bereichsleiter Jens Ritter zum Chief Operating Officer (COO) der Airline ernannt und wird Teil des erweiterten Vorstands, da der Großteil des operativen Betriebs (Bereiche Flugbetrieb, Safety und Security, Planung und Steuerung, Training, Technik, und Ground Operations) stärker in den Vorstand eingebunden werden soll.  

Eingespart werden einige Hierarchieebenen und Leitungsposten. Das betrifft auch die Kommunikationsabteilung unter ihrem Leiter Peter Thier. Die Bereiche International & Aeropolitical Affairs und Corporate Communications werden zukünftig zusammengelegt. Die neue Leitungsposition werde ausgeschrieben.

Neuer Personalchef wird Markus Christl mit 1. März. Er war bislang für die weltweite Bodenabfertigung der heimischen Airline verantwortlich. Seinen Job wird Susanne Svjeda übernehmen. Die 38-Jährige war bis jetzt für das Hub Control Center am Standort Wien zuständig.

AUA-Jobabbau in Innsbruck nicht kampflos aufgeben
AUA muss 90 Millionen einsparen
Autor:

Julia Schmidbaur aus Wieden

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