Tourismusjobs
Katzenschlager: "Auch in Wien sind Kellner knapp"

Mit der Regionalisierung der Mangelberufsliste hofft die Tourismusbranche auf mehr Köche, die vor allem im Westen schwer zu finden sind.
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  • hochgeladen von Linda Osusky

ÖSTERREICH. In der österreichischen Wirtschaft hat die Tourismusbranche eine zentrale Bedeutung – so sieht es jedenfalls die Bevölkerung, wie aus einer Umfrage von Market im Auftrag der Bundessparte Tourismus der Wirtschaftskammer unter 504 Personen hervorgeht. Nur die Handwerker haben in den Augen der Bevölkerung eine noch höhere Bedeutung.

Optimismus in Tourismusbetrieben

Auch die Tourismusbranche wurde von Market befragt. Diese blickt sehr zufrieden auf die Sommersaison 2018 zurück. Optimismus herrscht unter den Tourismusbetrieben auch für die Wintersaison. 40 Prozent sind mit der Buchungslage sehr zufrieden.

Schneechaos dämpft Stimmung

Allerdings sorgte das Schneechaos in den ersten Wochen des Jahres bei vielen Betrieben für einen Dämpfer, da es zu Stornierungen oder Umbuchungen gekommen ist, berichtet Bundesspartenobfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher. Dennoch sieht sie die großen Schneemassen als Chance, denn es gibt vermehrt Buchungen für den März.

Weniger Arbeitslose

Alles in allem hat sich die Stimmung in der Branche stark verbessert, wie der Zehnjahresvergleich veranschaulicht: Während jeder zehnte Betrieb der Wintersaison 2008/2009 sehr positiv entgegen blickte, ist es heuer jeder dritte. Eine gute Nachricht ist, dass die Arbeitslosigkeit im Tourismus im November im Vergleich zum Vorjahr um über sechs Prozent zurückgegangen ist. " Und auch 2019 planen die Betriebe Personalaufstockungen", so Nocker-Schwarzenbacher. 

Auch in Wien sind Kellner knapp

Manfred Katzenschlager, Geschäftsführer der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, betont, dass der Tourismus keine Fluchtbranche ist. "Jedes Jahr verzeichnet die Tourismusbranche mehr Beschäftigte." Trotzdem ist der Fachkräftemangel auch 2019 ein großes Thema, wie 85 Prozent der befragten Betriebe angeben. Personalmange betrifft nicht nur den Westen: "Auch in Wien ist es schwer, Kellner zu finden", sagt Katzenschlager gegenüber den Regionalmedien Austria.

Köche aus den USA kommen

Erfreut zeigen sich die Branchenvertreter über die Regionalisierung der Mangelberufsliste, die am 1. Jänner 2019 in Kraft trat. Erste Anträge für die Zweijahresbewilligungen für den Beruf Koch würden derzeit bearbeitet. Die Antragsteller kommen laut Nocker-Schwarzenbacher vor allem aus Bosnien und Herzegowina, aber auch aus den USA seien Anträge eingegangen.

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