Massiver Einbruch
Lockdown brachte Minus von 24,7 Prozent im Modehandel

Minus 24,7 Prozent im Modehandel: Die Zahlen im Handel sind im ersten Quartal 2021  immer wenig erfreulich.
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  • hochgeladen von Lisa Marie Werner

Plus 32,8 Prozent im Online-Handel, minus 24,7 Prozent im Modehandel: Die Zahlen im Handel sind im ersten Quartal 2021 einzeln betrachtet höchst unterschiedlich, insgesamt aber noch immer wenig erfreulich. Besonders hart hat es Bundesländer getroffen, die stark vom Tourismus abhängig sind.

ÖSTERREICH. Die Bandbreite der Umsatzentwicklung in den verschiedenen Handelsbranchen könnte nicht unterschiedlicher sein: Sie reichte im ersten Quartal 2021 von einer Steigerung von 32,8 Prozent im Online-Handel bis zu einem Rückgang von knapp 24,7 Prozent im Modehandel. Einem Rückgang von 1,6 Prozent der Beschäftigten im KFZ-Handel stehen Zuwächse vor allem in den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel, Baustoff- und Onlinehandel gegenüber. Insgesamt hat sich die Branche noch lange nicht von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie erholt, zeigt die Studie des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Bundesparte Handel in der WKÖ. Laut Rainer Trefelik, Obmann der Bundesparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) liege das vor allem auch an der geschlossenen Gastronomie:

„Trotz der teilweisen Öffnungen kam der österreichische Handel im ersten Quartal 2021 noch nicht in Schwung. Mit der geöffneten Gastronomie und Hotellerie hoffen wir nun auf eine spürbare Erholung und den wichtigen Aufschwung im Handel.“

Minus in tourismusabhängigen Bundesländern

Massive Verluste haben vor allem jene Bundesländer eingefahren, in denen der Tourismus eine maßgebliche Rolle spielt. Während etwa der Handel in Niederösterreich einen Konjunkturrückgang von 2,4 Prozent verzeichnete, lagen die Handelsumsätze in Tirol, einem Bundesland das stark vom Tourismus abhängig ist, nominell um sieben Prozent unter jenen des Vorjahreszeitraums.

Großhandel minus 7,5 Prozent

Sind Hotels uns Gaststätten zum trifft das vor allem den Großhandel: Und der war tatsächlich von den Lockdowns massiv betroffen. Im Jänner und Februar musste man Umsatzrückgänge in Höhe von 7,5 Prozent hinnehmen. Besonders betroffen war der Großhandel mit Nahrungsmitteln mit nominell 19,9 Prozent im Jänner und Februar 2021 gegenüber der Vorjahresperiode. Treflik hofft, dass die Öffnungen nun eine Besserung bringen: „Die anhaltenden Schließungen im Tourismus ließen im Großhandel auch zu Beginn des Jahres 2021 keine positive Umsatzentwicklung zu. Wir hoffen nun, dass durch die Öffnung der Großhandel rasch wieder in Schwung kommt. Ausschlaggebend wird dafür vor allem eine starke Tourismussaison im Sommer sein.“

Minus acht Prozent, Mitarbeiterzuwachs von 0,5 Prozent

Im Zeitraum Jänner und Februar 2021 verzeichnete der gesamte Handel weiterhin ein Umsatzminus von nominell acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Seit März ist jedoch eine Aufwärtstendenz absehbar. Positive Entwicklungen gab es bei den Beschäftigtenzahlen. „Beachtlich ist, dass der österreichische Handel trotz der ausbleibenden Umsatzsteigerung im ersten Quartal einen Mitarbeiterzuwachs von 0,5 Prozent verzeichnen kann“, so Trefelik.

Plus 2,5 Prozent

Höhere Konsumausgaben und eine sinkende Sparquote: Optimistisch zeigt sich die WIFO-Märzprognose unter Berücksichtigung des 4. Lockdowns (bis 3. Mai). Demnach kann man im Handel von einer Konjunkturerholung für 2021 ausgehen. Der Handelsumsatz soll Jahr 2021 um 2,5 Prozent steigen.

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