Bis zu 6.000 Euro
Mittel aus Härtefallfonds sollen rasch überwiesen werden

"Wichtig ist, dass das Geld schnell bei den Betroffenen ankommt", sagt Finanzminister Gernot Blümel.
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  • hochgeladen von Adrian Langer

Laut der Bundesregierung werden Geldmittel aus dem Corona-Härtefonds ab nächster Woche überwiesen. Bis zu 2.000 Euro pro Monat, für maximal drei Monate, sollen unter anderem Ein-Personen-Unternehmen (EPU) möglichst rasch und unbürokratisch erhalten. Zudem gebe es einen Krisenfonds, Kreditgarantien, und Steuerstundungen. 

ÖSTERREICH. Wie es für die österreichische Wirtschaft aber auch für den Alltag der Österreicher weiter geht, ist ungewiss. Aus diesem Grund warnte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erneut vor "Beschwichtigungsversuchen", die kommunizieren, dass das alles nicht so schlimm sei. "Die Lage ist ernst", sagte Kurz. "Und die Lage ist auch weiterhin ernst." Ob die Maßnahmen wirken, werde man erst in den nächsten Tagen beurteilen können, aber er dämpfte auch die Erwartungen: "Es dauert definitiv noch bis die Maßnahmen greifen werden."

Kreditgarantien und Steuerstundungen

Bei dem angekündigten Hilfspaket von 38 Milliarden Euro sei nun die Zeit für die Ausbezahlung: Aus dem Härtefallfonds sollen EPUs 6.000 innerhalb von drei Monaten erhalten. Der Krisenfonds mit bis zu 15 Millionen steht für die direkt betroffenen Branchen wie der Gastronomie oder Handel zur Verfügung. Zudem kündigte Kurz "Kreditgarantien für alle, die es brauchen" und Steuerstundungen an. Für Privatbetroffene denke man an Kreditstundungen, da viele "Häuselbauer"beispielsweise ihre Kredite nicht mehr zurück zahlen können, so Kurz. Derzeit laufen Gespräche mit Banken. Corona-Bonuszahlungen für Supermarktmitarbeiter aber auch Boni für andere Berufsgruppen wie der Polizei werden steuerfrei gestellt.

Ab morgen können Kleinunternehmer mit maximal neun Personen sowie Selbstständige, freie Dienstnehmer und Ein Personen-Unternehmer einen Antrag im Rahmen des Härtefallfonds bei der Wirtschaftskammer stellen, präzisierte Vizekanzler Werner Kogler (Grünen). Ab nächster Woche  werde bis zu 1.000 Euro ausgezahlt, dann je nach Einkommensverlusten des Unternehmens. Innerhalb von drei Monaten werden so maximal bis zu 6.000 Euro überwiesen.

Der mit 15 Millionen datierte Nothilfefonds soll eine Mischung aus Kredit und Zuschuss sein. Zunächst könne man maximal die Quartalsumsatzsumme als Kredit mit günstigen Krediten beantragen und nach einem Jahr könne man untergegangene Kosten zum größten Teil ersetzt bekommen. Ziel sei es den "Wiederaufbau im Wirtschaftssystem" zu ermöglichen, so Kogler. 

Bisher 55.600 Anträge

Es sei schon einiges an Geld bei Betroffenen angekommen, so Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP). Aus dem 4 Milliarden Euro Hilfsfonds wurde bereits folgendes ausbezahlt: 100 Mio. Euro für die Pflege, 22 Mio. Euro für die Forschung, 116 Mio. Euro für medizinisches Material. 55.600 Anträge zur Steuerstundungen haben man bereits registriert, davon seien bereits 45.000 erledigt. So sparen Unternehmen Steuern und das Geld bleibt im Betrieb. Das Finanzministerium garantiert, dass jeder Antrag, der eingebracht wird, innerhalb von 24 Stunden bearbeitet wird. "In allen Bereichen ist so viel Kulanz wie möglich angedacht", sagt Finanzminister Blümel.

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) kündigte an, dass die Wirtschaftskammer die Auszahlungen abwickeln wird. Ab morgen wird es eine Webseite für die Anträge der Ein-Personen- und Kleinstunternehmen geben. Unternehmen, die Kredite in Anspruch stellen, werden ermahnt keine Mitarbeiter zu kündigen. Das sei nicht Sinn der Sache, so Schramböck. 

Corona-Virus: Ab Freitag Anträge an Härtefonds möglich, ÖBB plant Kurzarbeit für tausende Mitarbeiter, mehr als 6.000 Corona-Fälle in Österreich

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