Umfrage
Regionalität steht bei Österreichern hoch im Kurs

Schon vor der Corona-Krise ging die österreichische Bevölkerung laut Umfrage von einer steigenden Bedeutung der Regionalität aus.
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  • Schon vor der Corona-Krise ging die österreichische Bevölkerung laut Umfrage von einer steigenden Bedeutung der Regionalität aus.
  • Foto: Stadgemeinde Gmunden
  • hochgeladen von Kerstin Müller

Bei Produkten und Dienstleistungen wird der Begriff "Regionalität" mit hoher Qualität assoziiert.

ÖSTERREICH. 89 Prozent der Österreicher finden "Regionalität" sympathisch, der Begriff kommt damit sogar knapp besser an als "Umweltschutz" und "Zukunft". Das zeigt eine IMAS-Umfrage im Auftrag des Österreichischen Genossenschaftsverbands.

Die Österreicher sehen regionale Produkten und Dienstleistungen als Beitrag für die heimische Wirtschaft. Ein weitere Vorteil sei laut Umfrage das Vertrauen zu Herstellern und Umweltschutz. Bei regionalen Produkten fiel den Befragten am ehesten die Landwirtschaft bzw. Lebensmittel ein. Bei der Frage zu notwendigen Investitionen in der eigenen Regionen wünschten sich die Befragten am ehesten zusätzliche Aufwendungen in die ärztliche Versorgung, Jobs sowie den öffentlichen Verkehr (jeweils ein Drittel).

Umfrage

 

Zufrieden (rund die Hälfte der Befragten) zeigt man sich hingegen über Einkaufsmöglichkeiten, heimische Erholungsmöglichkeiten und bei der Abdeckung des Internets. Die IMAS-Studie zeige deutlich einen Trend hin zum regionalen Wirtschaften, erklärte Peter Haubner, Vorstandsvorsitzender des Österreichischen Genossenschaftsverbandes. "Ich bin überzeugt davon, dass das Modell der Genossenschaft hier einen entscheidenden Beitrag leisten kann. Denn wirtschaftliche Kooperation stärkt die lokalen Unternehmen vor Ort im Wettbewerb und eröffnet neue Möglichkeiten für regionale Angebote mit Bürgerbeteiligung - etwa wenn es um moderne Infrastruktur oder Energieversorgung durch Fotovoltaik geht", so Haubner. "Das Potenzial für gemeinsame Aktivitäten ist hier noch lange nicht ausgeschöpft".

40 Prozent bereit, mehr auszugeben

Das Marktforschungsinstitut IMAS führte die Umfrage noch vor Ausbruch der Corona-Krise unter 1.000 Erwachsenen über 16 Jahren durch. Schon zum damaligen Zeitpunkt ging die Bevölkerung von einer steigenden Bedeutung der Regionalität aus. Seitdem zeigten verschiedene Befragungen eine Stärkung der Regionalität. Laut Umfrage ist den Österreichern neben der regionalen Herkunft nur Qualität, Geschmack und der Preis eines Produktes wichtiger. 40 Prozent wären gar bereit, beim täglichen Einkaufen mehr für regionale Produkten und Dienstleistungen zu bezahlen. Das sind mehr Personen, als für umweltfreundliche Produktion mehr ausgeben würden.

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