Kräftiges Gehaltsplus gefordert
Verhandlungen der Metaller gehen weiter

Rainer Wimmer: "Wir haben Hochkonjunktur, vor allem in der Metallindustrie."
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  • Rainer Wimmer: "Wir haben Hochkonjunktur, vor allem in der Metallindustrie."
  • Foto: ProGe
  • hochgeladen von Thomas Kramesberger

Am Montag um 11 Uhr gehen die Kollektivvertragsverhandlungen weiter. Die Gewerkschaft drängt auf ein rasches Angebot für Lohn- und Gehaltserhöhungen. 

ÖSTERREICH. Gewerkschafter Rainer Wimmer hatte von Anfang an klargestellt, dass es eine kräftiges Gehaltsplus von 4,5 Prozent geben soll. Die rund 130.000 Beschäftigten in der metalltechnischen Industrie sollten auch Gleitzeit-Guthaben selbstbestimmt in ganzen Tagen verbrauchen können.

Die Wirtschaft habe sich erholt, so das Argument. Wimmer im Gespräch mit den Regionalmedien Austria: "Wir haben schon lange nicht mehr so gute Voraussetzungen gehabt.Wir haben heuer ein kräftiges Wirtschaftswachstum, das bei rund vier Prozent liegt und nächstes Jahr sollte es noch höher liegen, also etwa bei fünf Prozent. Wir haben Hochkonjunktur, vor allem in der Metallindustrie."

Die Chefverhandler auf Arbeitgeberseite stellten klar, dass man heuer das erst aufhole, was man letztes Jahr verloren habe. Zudem habe die Wirtschaft mit Lieferengpässen zu kämpfen. Die Arbeitgebervertreter haben zudem gewarnt, dass die Gewerkschaftsforderungen Mehrkosten von bis zu zehn Prozent verursachen werden. 

So geht es weiter

Die Gewerkschaften kritisierten nach der letzten Runde die "offensichtliche Verzögerungstaktik und destruktive Haltung" der FMTI-Arbeitgeber. „Die Runde am Montag wird daher entscheidend sein, wie die Kollektivvertragsverhandlungen für die Metallindustrie heuer weitergeführt werden", hieß es. Kommt es am Montag zu keiner Einigung, dann wird am Dienstag weiter verhandelt, präventiv gibt es auch schon einen vierten Termin, nämlich den 21. Oktober. Arbeitgeber wie Arbeitnehmer erwarten zähe Verhandlungen.

Die Forderungen im Detail

Konkret lauten die Forderungsschwerpunkte der ArbeitnehmerInnen bei den heurigen Kollektivvertragsverhandlungen für die gesamte Metallindustrie: 

  • Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent.
  • Anhebung der Zulagen für die 2. und 3. Schicht bzw. für die Nachtarbeit. Diese sollen künftig verdreifacht (auf 1,50 Euro pro Stunde) bzw. verdoppelt (auf 5 Euro pro Stunde) werden.
  • Selbstbestimmter Verbrauch von Gleitzeitguthaben in ganzen Tagen.
  • Erhöhung der Lehrlingseinkommen auf 1.000 Euro (1. Lehrjahr), 1.300 Euro (2.), 1.600 Euro (3.) und 2.000 Euro (4. Lehrjahr)
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Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 Prozent.

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