Dienstreisen, Klimaticket, Vignette & Co
Was sich 2025 alles ändert

Die Stromnetzentgelte in Österreich werden wieder deutlich steigen. | Foto: Johannes Reiterits
3Bilder
  • Die Stromnetzentgelte in Österreich werden wieder deutlich steigen.
  • Foto: Johannes Reiterits
  • hochgeladen von Johannes Reiterits

Ab 2025 werden Privathaushalte mit spürbar höheren Ausgaben konfrontiert sein. Hauptursachen dafür sind das Auslaufen zahlreicher Entlastungsmaßnahmen sowie die Wiedereinführung bestimmter Gebühren. 

ÖSTERREICH. Viele Entlastungsmaßnahmen laufen im neuen Jahr aus, so manche Gebühren werden wiedereingeführt. Und, trotzdem die Inflationsrate zuletzt rückgängig war, sinken die Preise nicht automatisch. Was sich im neuen Jahr alles ändert: 

Altersteilzeit

Wegen einer Übergangsregelung, die seit dem 1. Jänner 2024 gilt, wird das vom AMS gezahlte Altersteilzeitgeld für Blockaltersteilzeiten schrittweise verringert. Der relevante Prozentsatz der Aufwandsabgeltung hängt vom Kalenderjahr ab, in dem das Altersteilzeitgeld beginnt, und bleibt während der gesamten Laufzeit der Altersteilzeit konstant. Für Blockaltersteilzeiten, die ab dem Jahr 2025 beginnen, wird eine Ersatzquote von 35 Prozent angewendet. 

Amalgam-Füllungen

Zahnärzte dürfen keine neuen Amalgamplomben mehr eingesetzt werden. Damit soll das Quecksilber in der Umwelt reduziert werden. Ab 1. Jänner müssen Füllungen beim Zahnarzt privat bezahlt werden.

Zahnfüllungen werden ab 2025 kostenpflichtig

Barrierefreiheit

Ab 28. Juni 2025 werden mit dem Barrierefreiheitsgesetz bestimmte Unternehmen verpflichtet sein, für bestimmte Produkte und Dienstleistungen (z.B. Selbstbedienungsterminals, Computer, Mobiltelefone, etc.) barrierefreie Anforderungen einzuhalten. Alle Waren, Dienstleistungen und Informationen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind, müssen barrierefrei angeboten werden.

Dienstreisen 

Die Tagesgebühr für Inlandsdienstreisen wird auf 30 Euro (bisher 26,40 Euro), die Nächtigungsgebühr von 15 auf 17 Euro angehoben. Kilometergeldsätze werden erstmals seit 2011 erhöht und betragen einheitlich 50 Cent für Pkw, Motorrad oder Fahrrad. Durch die Harmonisierung wird der Umstieg auf das Fahrrad für betriebliche Fahrten attraktiver.

Echtzeitüberweisung

Durch eine EU-Verordnung wird die Echtzeit-Überweisung in Europa flächendeckend eingeführt, was eine Gutschrift des Geldbetrages innerhalb von zehn Sekunden am Empfängerkonto bedeutet. Banken sind ab 9. Jänner verpflichtet, Echtzeitüberweisungen in Euro zu empfangen. Erst ab 9. Oktober besteht die Verpflichtung, Echtzeitüberweisungen ihrer Kundschaft zu versenden. Dieses Service muss es 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geben. Es darf nicht wie bisher einen höheren Preis für diese Überweisungen geben. Für die Kundinnen und Kunden muss es die Möglichkeit geben, Limits pro Tag oder pro einzelner Echtzeitüberweisung festzulegen. 

Echtzeitüberweisungen werden ab 2025 kostenlos

Einwegpfand

Ab 1. Jänner werden Einweggetränkeverpackungen aus Kunststoff und Metall mit einem Volumen von 0,1 bis max. 3 Liter (ausgenommen sind Milchverpackungen und Tetrapacks) mit einem Pfand in Höhe von 25 Cent versehen. Eine Übergangsregelung ist für Einweggetränkeverpackungen, welche vor dem 1. April 2025 abgefüllt werden, vorgesehen. Diese Einweggetränkeverpackungen dürfen bis zum Ablauf des 31. Dezember 2025 ohne Einhebung eines Pfandes abgegeben werden. Im Übergangszeitraum unterliegen die (noch) nicht bepfandeten Gebinde der Teilnahmepflicht bei Sammel- und Verwertungssystemen. 

Familienbeihilfe

Die Familienbeihilfe wird erhöht:
von 132,30 auf 138,40 Euro für Kinder ab der Geburt
von 141,50 auf 148 Euro für Kinder ab dem dritten Geburtstag
von 164,20 auf 171,80 Euro für Kinder ab dem 10. Geburtstag
von 191,60 auf 200,40 Euro für Kinder ab dem 19. Geburtstag 

Familienleistungen erhöhen sich 2025 um 4,6 Prozent

Gaspreise

Die jährlich festzulegenden Gasnetzentgelte werden mit 1. Jänner für einen gasbeheizten Durchschnittshaushalt deutlich ansteigen. Das hat die Regulierungskommission der E-Control entsprechend beschlossen. Je nach Bundesland machen die Netzentgelte rund 20 Prozent der gesamten Gasrechnung aus, der Rest entfällt auf die Kosten für die Gaslieferung sowie Steuern und Abgaben. 

So stark steigen die Netzkosten für Strom und Gas in deiner Region

Geringfügigkeitsgrenze

Die monatliche Geringfügigkeitsgrenze steigt von 518,44 Euro auf 551,10 Euro. Das bedeutet, dass unter anderem die Zuverdienstgrenzen für Nebenverdienste bei gleichzeitigem Bezug von Arbeitslosengeld, Kinderbetreuungsgeld oder der Pension ansteigen. 

Sozialversicherungsbeiträge steigen ab 1. Jänner

Homeoffice

Zum Jahreswechsel beschäftigen sich viele Österreicher mit der Steuererklärung. Liegt kein 'steuerliches' Arbeitszimmer vor, rät die Arbeiterkammer Arbeitnehmern, die auch im Homeffice tätig sind, eine Pauschale anzusetzen. Wer jährlich mindestens 26 Tage im Homeoffice arbeitet, kann bis zu 300 Euro Kosten für Mobiliar wie Drehstuhl oder Tischlampe steuerlich abschreiben. Das gilt auch für Arbeitsmittel, die als Werbungskosten abgeschrieben werden können. Anschaffungskosten von digitalem Behelf müssen jedoch um die Homeffice-Pauschale gekürzt werden. 

Kleinunternehmerregelung

Das Abgabenänderungsgesetz bringt ab 1. Jänner 2025 Änderungen bei der Umsatzsteuer mit sich. Der Schwellenwert für die Umsatzsteuerpflicht wird von 42.000 Euro auf 55.000 Euro angehoben. Bei Überschreiten der Grenze entfällt die Steuerbefreiung nicht mehr rückwirkend, sondern nur für den Betrag, der über der Grenze liegt. Vorherige Umsätze bleiben steuerfrei. Überschreitungen von bis zu zehn Prozent sind bis zum Jahresende weiterhin befreit, darüber greift die Umsatzsteuerpflicht sofort, jedoch nur für den überschrittenen Betrag und alle nachfolgenden Umsätze. Erstmals können auch Unternehmen, die ihren Sitz in einem anderen EU-Mitgliedstaat haben, diese Befreiung in bestimmten Fällen in Anspruch nehmen. 

Klimaticket wird teurer

Der Preis fürs Klimaticket steigt im Jänner, das heißt, es wird drei Jahre nach Einführung zum ersten Mal zu einer gesetzlich vorgeschriebenen Preisanpassung kommen. Das Klimaticket für ganz Österreich ist dann um 1.179,30 Euro (bisher 1.095 Euro) zu haben. 

Österreichweites Klimaticket wird ab 1. Jänner 2025 teurer

Papamonat

Zivildiener können einen "Papamonat" beanspruchen, als Familienzeitbonus während des Papamonats gibt es 54,87 Euro/Tag. 

Familienleistungen erhöhen sich 2025 um 4,6 Prozent

Parkgebühren

Die Parkgebühren in der Bundeshauptstadt werden erhöht. Ein Parkschein für eine Stunde wird zukünftig um 10 Cent von 2,50 Euro auf 2,60 Euro angehoben. 

Prüfungsordnung

Die vorwissenschaftliche Arbeit wird zugunsten einer "abschließenden Arbeit" mit kreativen und forschenden Projekten abgeschafft, die Nutzung von KI-Anwendungen in Abschlussarbeiten wird erlaubt. Außerdem wird es möglich sein, in Gebärdensprachew zu maturieren.

VWA wird durch"Abschließende Arbeit" ersetzt
Was im Schuljahr 2024/25 alles neu ist

Rezeptgebühren & Co

Die Rezeptgebühr steigt von bisher 7,10 auf 7,55 Euro, der Mindest-Kostenanteil für Heilbehelfe von 40,40 auf 43 Euro, bei Sehbehelfen beträgt der Kostenanteil nun 129 Euro. Bei der Selbstversicherung in der Krankenversicherung beträgt die Beitragsgrundlage ab 1. Jänner 6.977,40 Euro, der Monatsbeitrag daher 526,79 Euro. Die begünstigte Selbstversicherung für Studierende kommt auf 73,48 Euro monatlich. Achtung: Von der Rezeptgebühr befreit ist man bis zu einem monatlichen Nettoeinkommen:

Alleinstehende bis 1.273,99 Euro
Ehepaare bis 2.009,85 Euro
Bei überdurchschnittlichen Ausgaben infolge von Leiden und Gebrechen:
Alleinstehende 1.465,09 Euro
Ehepaare 2.311,33 Euro

2025 wird’s teurer beim Arztbesuch

 

Steuerstufen

Alle Steuerstufen (außer jene des Höchststeuersatzes von 55 Prozent bei Einkommen ab
1 Mio. Euro) werden um knapp vier Prozent angehoben.
Die neuen Tarifstufen ab 2025:
• erste Tarifstufe 13.308 Euro
• zweite Tarifstufe 21.617 Euro
• dritte Tarifstufe 35.836 Euro
• vierte Tarifstufe 69.166 Euro
• fünfte Tarifstufe 103.072 Euro 

Das sind die neuen Steuerstufen ab 2025

Strompreise

Im kommenden Jahr werden die Stromnetzentgelte in Österreich wieder deutlich steigen. Im Schnitt wird jeder Haushalt rund 70 Euro mehr zahlen müssen. Der Stromkostenzuschuss (Preisbremse), zuletzt im Juli 2024 auf 15 Cent halbiert, wird 2025 beendet. Die Deckelung fällt weg. Zusätzlich werden einige Abgaben wieder eingeführt, wie die ausgesetzte Elektrizitätsabgabe und die Netzgebühr.

Netzkosten in Österreich steigen 2025 um 23 Prozent an

Studieren mit Behinderung

Studienbeihilfenbezieherinnen und -bezieher mit Behinderungen erhalten ab dem Sommersemester 2025 um 50 Prozent höhere Zuschläge. Zudem werden die Voraussetzungen für die Zuschläge sowie für eine Verlängerung der Anspruchsdauer neu geregelt. Zudem kommt die Option zur Matura in Gebärdensprache. 

Textilien-Recycling

Ab 2025 müssen Textilien in Österreich getrennt gesammelt werden, ähnlich wie Verpackungen oder Bioabfall. 

Alttextilien ab 2025 getrennt zu sammeln

Vignettenpreise steigen

Die Vignette wird "seegrün" und kostet ab 1. Jänner erstmals mehr als 100 Euro. Die Tarife werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben wieder an den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) angepasst und für 2025 um 7,7 Prozent angehoben. Somit kostet die Pkw-Jahres-Vignette ab 1. Jänner 103,80 Euro. 

Vignette kostet 2025 erstmals über 100 Euro
Was sich 2025 für Autofahrer ändert

Weitere Neuerungen liest du hier.

Die Stromnetzentgelte in Österreich werden wieder deutlich steigen. | Foto: Johannes Reiterits
Mit 31. Jänner 2025 wird Seegrün die Farbe Sonnengelb endgültig ablösen.  | Foto: Asfinag
Mehr als drei Viertel der Textilien werden in Österreich nicht getrennt entsorgt, dabei könnte vieles Secondhand verkauft oder als Dämmmaterial weiterverwendet werden. | Foto: Waltraud Fischer

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

W S T St K V B

UP TO DATE BLEIBEN


Aktuelle Nachrichten aus Österreich auf MeinBezirk.at

Neuigkeiten aus deinem Bezirk als Push-Nachricht direkt aufs Handy

MeinBezirk auf Facebook: MeinBezirk.at/Österrreichweite Nachrichten

MeinBezirk auf Instagram: @meinbezirk.at


Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.