Werner Ranacher: Gedanken zu dieser besonderen Zeit

Der ORF Radio Steiermark Moderator Werner Ranacher aus Preding sieht in der akteuellen Krise eine gute Chance, den eigenen Lebensstil neu zu überdenken.
  • Der ORF Radio Steiermark Moderator Werner Ranacher aus Preding sieht in der akteuellen Krise eine gute Chance, den eigenen Lebensstil neu zu überdenken.
  • Foto: ORF/Regine Schöttl
  • hochgeladen von Susanne Veronik

Die aktuelle Situation rund um die Corona-Krise lenkt auch auch das Arbeiten im ORF Landesstudio Steiermark in bisher unbekannte Bahnen. So hat Werner Ranacher aus Preding, ORF Moderator zur frühen Morgenstunde, gemeinsam mit weiteren 13 Kolleginnen und Kollegen 14 Tage non stop im ORF Landesstudio verbracht. Gestern waren diese zwei Wochen um. Die WOCHE Deutschlandsberg hat Werner Ranacher zu seiner Sicht gefragt.

PREDING/GRAZ. "Kein Schaden, wo nicht auch ein Nutzen ist. Hat meine Großmutter, eine sehr kluge Frau, die den 2. Weltkrieg erlebt hat, immer gesagt. Ja, die Corona Pandemie trifft die Welt und damit auch uns in der Steiermark mit einer so schon lange nicht mehr erlebten Intensität. Menschen haben Angst, werden krank, sterben. Die Maßnahmen, dem Schrecken Einhalt zu gebieten, sind massiv. Wir dürfen uns nicht mehr umarmen, wir müssen zu Hause bleiben, Firmen schließen, Arbeitsplätze gehen verloren. Und doch: jede Medaille hat zwei Seiten. Ich schreibe diese Zeilen aus meiner „temporären Isolationswohnung“.

Isoliert im Landesstudio

Gemeinsam mit 13 anderen KollegInnen lebe ich derzeit im ORF Landestudio Steiermark, mein Bett steht im Büro meiner Chefin (nein, sie ist nicht da !) Wir kennen uns zum Teil seit vielen Jahren, sind ein gut eingespieltes, erfahrenes Team und mit Unterstützung der KollegInnen „draußen“ halten wir den Sendebetrieb in Radio und Fernsehen aufrecht. Das ist viel Arbeit und trotzdem: schon in unserer kleinen Funkhaus WG bemerkt man die besondere Achtsamkeit, mit der wir miteinander umgehen.

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Es ist uns wichtig, dass es den anderen Kollegen gut geht. Und diesen Trend merken wir auch in vielen, vielen Mails von oder Telefonaten mit unseren HörerInnen. Die Menschen kümmern sich wieder umeinander. Sie leisten außergewöhnliche Dienste und kaum einer fragt sofort: Was krieg ich dafür ? Langsamkeit bekommt wieder einen Wert. Der Wald vor der Haustür ist mehr wert als die Traumdestination an fernen Gestaden. Die Kreativität blüht. Die Natur auch an geplagten Orten kann aufatmen.

Den Lebensstil neu bewerten

Natürlich hat unser Bundespräsident völlig recht, wenn er sagt, dass diese Krise vorbeigehen wird. Bei jenen, die durch das Virus einen geliebten Menschen verloren haben oder werden, wird eine Narbe bleiben. Aber als gesamte Menschheit hätten wir jetzt die fast schon einzigartige Chance, unseren Lebensstil zu hinterfragen, noch besser zu ändern. Das, was uns jetzt auszeichnet, in die post-Corona Ära mitzunehmen. Unbedingt. Eine Krise wird nur dann zu einer Niederlage, wenn man nichts aus ihr lernt. Hat mir unser Radio Steiermark Quarantäne Coach, der Psychologe Alois Kogler im Interview gesagt. Ob er meine Großmutter gekannt hat ?


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