Bei "Live vorm Rathaus": "Jungs, ich will euch vor Opus"

Paul Diwiak, Nik Raunigg, Peter Weiss und Martin Sackl (v.l.) sind seit dem Deutschlandsberger Bandcontest 2016 die Bluesband AMP.
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  • Paul Diwiak, Nik Raunigg, Peter Weiss und Martin Sackl (v.l.) sind seit dem Deutschlandsberger Bandcontest 2016 die Bluesband AMP.
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AMP klingt auf den ersten Blick so, als würden die drei Buchstaben die Namen der Bandmitglieder darstellen - würde die junge Bluesrockband nicht aus vier Musikern bestehen. Ganz falsch ist es aber doch nicht, wie Martin Sackl und Peter Weiss verraten: „Wir haben eine willkürliche Jam-Session mit dem Andy gemacht, daraus ist das zufällig entstanden.“ Der Andy war zwar nie in der Band, der Name AMP blieb aber. Auch wegen der Analogie zu Verstärkern von elektronischen Instrumenten, die oft „amp“ genannt werden. „Die Leute können selbst etwas reininterpretieren“, meint Martin. „Nur auf Deutsch darf man’s nicht sagen.“

Bandcontest sei Dank

Ähnlich willkürlich ging die Gründung der Bluesband über die Bühne - da man auf selbiger nicht oft zusammen stand. Martin und Peter, zuvor noch im Metal unterwegs, nahmen „zur Gaude“ am Deutschlandsberger Bandcontest im Oktober 2016 teil und suchten dazu noch zwei Musiker. Der eine war mit Paul Diwiak schnell gefunden. „Ihn kennen wir schon ewig und er spielt auch alles“, erzählt Peter. Der zweite war Nik Raunigg, den sie vorher noch nie gehört hatten. „Wir haben uns in der Wohnung von Peter und Paul mit ein paar Bier, E-Schlagzeug und Akustikgitarre zusammengesetzt“, erinnert sich Martin. „Und da haben wir gemerkt, dass Nik richtig gut ist.“ Auf Anhieb gewannen AMP den Bandcontest im Laßnitzhaus, ganz ohne Proben.

"Live vorm Rathaus", Teil 1

Die Willkür zieht die junge Band (bisher) auch durch. Mit Erfolg: Als Preis für den Contest winkte ein Auftritt bei „Live vorm Rathaus“ im Juli 2017. Mehr war zuerst gar nicht geplant, aber Martins Vater Bernd, Inhaber der Bluegarage in Frauental, überredete sie zu einem weiteren Auftritt in seiner Location. Und da die Band, die beim Contest mit dem zweiten Platz einen Auftritt im Laßnitzhaus gewonnen hatte, eine Woche zuvor absprang, fragte der Veranstalter, ob AMP nicht stattdessen spielen könnten. „Da haben wir wieder nur ein Mal proben können“, erzählt Martin. Statt monatlichen Proben in der Bluegarage machen die Jungs jetzt aber wöchentliche Proben in Graz und wollen auch bald damit anfangen, eigene Songs zu schreiben.

Die Wurzeln im Blues

Was die jungen Musiker eint, sind einerseits ihre Wurzeln: Alle kommen aus künstlerischen Familien und sind mit Musik großgeworden. Die Väter von Martin und Nik spielen zusammen bei Southern Comfort, Peters Papa ist einer der Lonsperch Roffler und Pauls Eltern kommen aus dem Theater. Andererseits verbindet die vier Südweststeirer der Blues. „Wir hören die Musik auch selber, deswegen ging das am Anfang ganz gut“, erinnert sich Peter. „Es ist ein Miteinander, das ist das Schöne am Blues.“ Einflüsse vom Rock verfeinern den Stil von AMP, einteilen wollen sie sich aber nicht. „Wir spielen das, was uns gefällt“, meint Peter. „Es geht um die Gaude, solange es uns Spaß macht“, sagt auch Martin.

"Live vorm Rathaus", Teil 2

Zumindest bis Freitag auf alle Fälle, dann spielen AMP wieder bei „Live vorm Rathaus“. Ein ganz besonderer Gig: Als die Jungs im Februar in der Bluegarage ihren erst fünften Auftritt hatten, war Organisator Harald Harmel im Publikum. „Er hat zu uns gesagt: ‚Jungs, ich will euch vor Opus‘“, erzählt Martin. „Weil er uns am meisten mit Opus verbindet.“ Außerdem war der Schlagzeuger der legendären Band, Günter Grasmuck, einst der Lehrer von Martin und Peter in der Musikschule Deutschlandsberg.

Paul Diwiak, Nik Raunigg, Peter Weiss und Martin Sackl (v.l.) sind seit dem Deutschlandsberger Bandcontest 2016 die Bluesband AMP.
Der Auftritt bei "Live vorm Rathaus" 2017 war erst der vierte gemeinsame Auftritt von AMP.

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