Gold für Allerheiligenstriezel aus Groß St. Florian

Anita Pracher (Mitte) mit ihren Gratulantinnen Landesbäuerin Viktoria Brandner (l.) und Verkostungschefin Eva Lipp (r.)
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Die Landwirtschaftskammer hat die besten Allerheiligenstriezel und Früchtebrote des Landes gekürt. Dabei hat die Familie Pracher mit Anita und Sohn Daniel aus Groß St. Florian gleich zwei Goldene geschafft. 

GROSS ST. FLORIAN/GRAZ. Rechtzeitig vor Allerheiligen hat die Landwirtschaftskammer die besten Striezel und Früchtebrote prämiert. Die 18-köpfige Expertenjury kürte zwei Landessiegerinnen: Monika Sommer aus Buch/St.Magdalena sicherte sich erstmal den Sieg bei den Allerheiligenstriezeln. Die etablierte Brotbäuerin Maria Nigitz aus St. Margarethen/Raab holte sich wie im Vorjahr bereits zum sechsten Mal den Landessieg bei den Früchtebroten. Das Erfolgsrezept der Landessiegerinnen: Nur natürliche Zutaten aus der Region, gekonnte Handwerkskunst sowie viel Erfahrung und Leidenschaft beim Backen. Insgesamt haben 19 Brotbäuerinnen 34 Proben eingereicht, davon 22 Striezel- und zwölf Früchtebrotproben eingereicht.

Das Besondere bei den Allerheiligen-Striezeln: Die Bäuerinnen verwenden nur echte Milch, regionale Butter und frische Hühnereier. Auch das Mehl kommt vom eigenen Hof oder einer regionalen Mühle. Dadurch bekommt der Allerheiligen-Striezel von den Bäuerinnen einen hervorragenden Geschmack und einzigartigen ernährungsphysiologischen Wert.

Zwei Goldene für Anita und Daniel Pracher

Im Bezirk Deutschlandserg haben auch in diesem Jahr Anita Pracher und ihr Sohn Daniel aus Groß St. Florian mit besten Zutaten und feiner Verarbeitung gepunktet: Sie holten Striezelgold für den Bezirk Deutschlandsberg. 

"Unsere Rezepte werden schon seit Generationen weiter gegeben. Mein Sohn Daniel hat die Freude am Backen schon von klein auf mitbekommen, als wir zu den Bauernmärkten gefahren sind. Daniel hält diese Tradition rund ums Backen nach alten Rezepten auch heute noch hoch",
freut sich Anita Pracher, die schon vielfach bei Landesprämierungen mit Brauchtums-Gebäck gewonnen hat.

Erhältlich sind die Allerheiligenstriezel der Familie Pracher in Susannes Naturladen in Pölfing -Brunn und ab Hof am Bauernhof Ermi, wo auch Urlaub am Bauernhof geboten wird. "Am besten ist es, wenn man die Striezel bei uns vorbestellt, dann können wir uns gut danach richten", ergänzt Anita Pracher.

Der beste Allerheiligen-Striezel im Bezirk kommt aus Groß St. Florian

Die Kunst des Flechtens

„Flechtgebäcke haben volkskulturell eine tiefe Bedeutung. Denn in diese werden alle Glücks- und Segenswünsche mit eingeflochten. So zum Beispiel auch in die Allerheiligenstriezel, die mancherorts als Patengeschenk zu Allerheiligen überreicht werden. Früher war er oft auch ein Geschenk der Wohlhabenden an die ärmere Bevölkerung,“ so Landesbäuerin Viktoria Brandner. Und weiter: „Der Allerheiligenstriezel ist nach wie vor etwas Besonderes. Denn dieser ist meist aus Briocheteig und mit Hagelzucker geschmückt.“

Traditionelles Kletzen- und Früchtebrot mit den letzten Früchten des Jahres. In diesen Trocken-Früchten steckt die letzte Kraft des alten Jahres und wird in die Adventbrote hineingebacken, um sie mit ins neue Jahr zu nehmen. „Kletzen sind getrocknete Birnen und im klassisch-traditionellen Kletzenbrot ein Muss. Aber auch andere heimische Früchte wie Äpfel, Dörr-Zwetschken oder Walnüsse finden Verwendung. Interessanterweise hat man schon früher Feigen und Weinbeeren für dieses Brot verwendet, um das Brot aufzuwerten. Man hat sich über die Leistbarkeit dieser Trockenfrüchte gefreut“, so Verkostungschefin Eva Lipp und betont: „Kletzen- und Früchtebrote werden vielfach mit Sauerteig gebacken, sodass sie länger saftig bleiben. Regional unterschiedlich ist die Ausformung. In manchen Regionen bekommt das Früchtebrot eine Brotteighülle.“

Früchtebrote sind echte Raritäten

„Jede Bäuerin hat ihr eigenes Rezept mit ihren besonderen Zutaten entwickelt. Verwendet wird nur Mehl direkt vom Hof oder einer regionalen Mühle, keinesfalls eine Mehlmischung“, betont die Paneologin. Auch die Menge der Trockenfrüchte ist je nach Haus-Rezept und Region unterschiedlich. Zudem sind die Bäuerinnen beim Backen äußerst kreativ, sodass jedes Früchtebrot eine echte Rarität ist.

100 Punkte für Landessieg

Für einen Landessieg, bei dem der ausgezeichnete Geschmack entscheidet, sind 100 Punkte Voraussetzung. Nur makellose Brote und Striezel können gewinnen. Jährlich führt die Landwirtschaftskammer für die Brotbäuerinnen eine Qualitätsoffensive durch. „Diese bewirkt, dass die Zahl der 100-Punkte-Betriebe bei den Landesprämierungen Jahr für Jahr steigt. So auch 2021. Brote mit Auszeichnungen in Silber und Bronze haben nur kleine Schönheitsfehler, welche oft auf die Handarbeit in der Produktion zurückzuführen sind. Ein Geschmackserlebnis sind sie alle“, so die Landesbäuerin.

Zur Prämierungsschleife

Ausgezeichnete Brote und Striezel geben Sicherheit und sind an Prämierungs-Schleife erkennbar. Die ausgezeichneten Striezel und Früchtebrote sind eindeutig erkennbar: Die Bäuerinnen umwickeln sie mit der Prämierungsschleife „Ausgezeichnete Striezel und Früchtebrot 2021 der Landwirtschaftskammer Steiermark“. Diese Spezialitäten garantieren höchste Qualität zu einem fairen Preis. Erhältlich sind die prämierten Bäckereien Ab-Hof, auf Bauernmärkten und in Hofläden. Im Internet unter www.stmk.lko.at bzw. www.gscheitessen.at sind die Siegerbrote abrufbar.

Webinar Allerheiligen-Striezel backen. Wer selbst das Backen eines Allerheiligenstriezels in die Hand nehmen möchte, kann dies am Freitag, 29. Oktober 2021 im Rahmen eines Webinars erlernen. Informationen: www.gscheitessen.at

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Der Bezirk Leibnitz erzielte nämlich mit der Jaga’s Steirerei zwei Goldene und mit Doris Strohrigl-Stoißer ebenfalls eine Goldene.

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