Alte Bauernweisheit: 27. Juni - Wie das Wetter am Siebenschläfertag, so bleibt es sieben Wochen danach.

Der Siebenschläfer am 27. Juni ist ein Tag mit großer Bedeutung für das Wetter des Jahres. Zu diesem Tag gibt es eine Fülle von Bauernregeln, die in Abhängigkeit vom Wetter am Siebenschläfertag das Wetter für die kommenden Wochen zu bestimmen versuchen. So heißt es etwa: "Regnet es am Siebenschläfertag, der Regen sieben Wochen nicht weichen mag!" Aber, so beruhigen Experten: Sieben Wochen lang regnen wird es auf keinen Fall, gleich wie nass der Siebenschläfertag ausfällt!

Übrigens: Meist verbinden die Menschen den Siebenschläfer mit dem gleichnamigen Nagetier, was allerdings ein Irrglaube ist. Seinen Namen hat dieser besondere Tag nämlich von einer alten Legende.
Dort heißt es, dass sieben Brüder bei der Christenverfolgung im römischen Reich durch Kaiser Decius im Jahre 251 sich in einer Höhle bei Ephesus versteckten und in einen tiefen Schlaf verfielen. Erst ca. 200 Jahre später genau im Jahr 446 soll die Höhle dann entdeckt worden sein und die sieben Brüder aus ihrem Schlaf aufgewacht sein.

Auf Grund der gregorianischen Kalenderreform ist aber genau genommen gar nicht der 27. Juni, sondern vermutlich erst der 7. Juli der Stichtag für die Siebenschläferregel: Papst Gregor XIII ließ im Jahr 1582 zur Korrektur des bis dahin gültigen Julianischen Kalenders von einem Tag auf den anderen zehn Kalendertage überspringen, so dass auf den 4. Oktober, nicht der 5., sondern direkt der 15. Oktober folgte. Daher müssten eigentlich auch die meisten Bauernregeln bis zu zehn Tage nach hinten geschoben werden.

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