Landwirtschaftskammerwahl 2021
Bauernfamilien wählen ihre Interessensvertretung

Bauernbund gab sich ein Stelldichein bei einem Besuch am Betrieb von Jungbauer Norbert Brauchart in St. Peter im Sulmtal: Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Tietschenbacher, Bezirkskammerobmann Christian Polz, Norbert Brauchart, Landesobmann LR Johann Seitinger und Landwirtschaftskammer-Vize-Präsidentin Maria Pein.
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  • Bauernbund gab sich ein Stelldichein bei einem Besuch am Betrieb von Jungbauer Norbert Brauchart in St. Peter im Sulmtal: Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Tietschenbacher, Bezirkskammerobmann Christian Polz, Norbert Brauchart, Landesobmann LR Johann Seitinger und Landwirtschaftskammer-Vize-Präsidentin Maria Pein.
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Am 24. Jänner werden die zwölf Bezirkskammervertretungen und die Landeskammervertretung gewählt. Mit Präsident Franz Titschenbacher und Vizepräsidentin Maria Pein an der Spitze stellt der Bauernbund ein starkes Team.

Kaum eine zweite Berufsgruppe ist so großen Herausforderungen und Lebensbedingungen ausgesetzt, wie die Bauernschaft. Einerseits ist es der globale Markt, der sich direkt auf die Existenzen unserer kleinbäuerlichen Strukturen auswirkt und andererseits sind es zunehmend auch die klimatischen Veränderungen, die das jährliche Einkommen der Bauernfamilien gefährden. Dazu kommt noch, dass in unserem Land die gesellschaftlichen Forderungen, in den Bereichen  Tierschutz- und Umweltschutz wesentlich höher sind als in allen anderen Ländern dieser Welt.  Einer Interessensvertretung kommt vor diesem Hintergrund eine besondere Bedeutung zu. „Am 24. Jänner geht es um eine verlässliche und starke Interessensvertretung, die sich ehrlich für unsere Bauernfamilien einsetzt. Franz Titschenbacher und sein Team haben in der Vergangenheit schon gezeigt, dass man auf sie zählen kann. Der Bauernbund ist die einzige politische Kraft, die kompetente Persönlichkeiten in allen Entscheidungsebenen von der Gemeinde bis hin zum Europäischen Parlament aufwarten kann“, betont Landesobmann Seitinger.
Für Hans Seitinger sind die Leistungen und Arbeiten der steirischen Bäuerinnen und Bauern das Fundament und das Herz unseres schönen Heimatlandes: „Sie stehen für hervorragende Lebensmittel, kostbare Lebensräume und eine charakteristische Lebensfreude. Dies zu sichern und zugleich weiter zu entwickeln ist das oberste Ziel unserer Bauernfamilien. Jeder Bauernhof ist ein wichtiges Puzzlestück im Gesamtbild einer Lebenskultur und eines erfolgreichen Landes.  Programmatisch sind für den Landesrat die Themen - mehr Regionalität und Versorgungssicherheit, verstärkte Bildung, Beratung und Innovation sowie eine zukunftsfähige klimafitte und nachhaltige Land- und Forstwirtschaft im Fokus der vielen Schwerpunkte.“

„Die steirische Landwirtschaft kann mit der Masse nie mithalten, aber die anderen können dies mit unserer Klasse nicht. Daher müssen wir unser geistiges Kapital auf dieses Pferd setzen, im Vertrauen darauf, dass dies auch der Handel und der Konsument entsprechend würdigen. Mein größter Wunsch wäre es, wenn diese furchtbare Geiz-ist-geil-Mentalität gerade im Bereich der Lebensmittel ein Ende finden würde“
Landesrat Joahann Seitinger

Für eine starke Steiermark

Der Steirische Bauernbund setzt auf bewährte, weibliche und jugendliche Persönlichkeiten für die Kammerwahl sowie auf eine ausgewogene Produktionsspartenabdeckung. Mit einem Frauenanteil von 30 Prozent und einem Jungbauernanteil von 20 Prozent zeigt sich der Steirische Bauernbund jung und weiblich. Alle Kandidatinnen und Kandidaten wurden einstimmig beschlossen, was als starkes Zeichen für die Geschlossenheit des Bauernbundes zu sehen ist. Der Bauernbund schickt mit Franz Titschenbacher einen erfahrenen, fachlich kompetenten und in der Verhandlungsführung versierten Landesspitzenkandidaten ins Rennen, um die zukünftigen Herausforderungen von den Corona-Hilfen bis zur EU-Agrarreform im Sinne der Bäuerinnen und Bauern positiv gestalten zu können.
Im Bezirk Deutschlandsberg leitet Christian Polz seit fünf Jahren mit viel Geschick die Bezirkskammer. Er sieht die Bäuerinnen sind Botschafterinnen für Regionalität.

„Die Bäuerin ist Unternehmerin und Drehscheibe für Familie und Betrieb, zudem trägt sie viel zum gesellschaftlichen Leben im ländlichen Raum bei. Die Bäuerinnen setzten sich besonders für eine partnerschaftliche Beteiligung in agrarischen Gremien und Organen, für Konsumenteninformation und Bewusstseinsbildung ein. Die Bäuerinnen sind die Botschafterinnen für qualitativ hochwertige, regionale und saisonale Lebensmittel. Das tun sie bei zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen in den Regionen und verbessern damit das Image der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit durch den Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft. Vielen Dank dafür.“
Bezirkskammerobmann Christian Polz

Zu Besuch am Betrieb von Gottfried und Maria Loibner in St. Martin im Sulmtal.
  • Zu Besuch am Betrieb von Gottfried und Maria Loibner in St. Martin im Sulmtal.
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Betriebsbesuche im Bezirk

Am Betrieb von Norbert Brauchart in St. Peter im Sulmtal konnte sich die Agrarspitze über die Bedeutung der Direktvermarktung informieren. „Der Konsumentenwunsch nach regionalen Lebensmitteln und Wissen über die Herkunft der Produkte stärkt die Direktvermarktung. Neue Absatzwege etablieren sich am Markt. Mit einem umfangreichen Beratungs- und Bildungsangebot werden die Direktvermarkter auf ihrem Weg optimal unterstützt und begleitet. Die Innovationsberatung der Landwirtschaftskammer hilft unseren Betrieben erfolgreich neue Wege zu gehen. Die Plattform „Mein Hof – mein Weg“ kann dafür auch wertvoller Wegweiser sein“, betont Christian Polz.

Außerdem war die Delegation des Bauernbundes gestern bei der Familie Jakob und Margret Schmitt, die in Groß St. Florian einen Landwirtschaftsbetrieb im Vollerwerb führen.
Dieser Betrieb wurde 2004 von den Jungbauern übernommen und legt den Schwerpunkt auf Rindermast, Grünland (Futtermittel) und Ackerbau.
Außerdem ist Margret Schmitt seit Jahren eine Expertin im Bereich Kürbisanbau. 

Die Bauernbund-Delegation bei der Familie Schmitt in Groß St. Florian.
  • Die Bauernbund-Delegation bei der Familie Schmitt in Groß St. Florian.
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Beim Familienbetrieb von Gottfried und Maria Loibner  in St. Martin im Sulmtal setzt man auf eine Kombination aus Schweinezucht und Ackerbau. Im Laufe der Zeit hat man dort von Stiermast auf Schweinemast umgestellt und ist damit sehr erfolgreich. Die Vermarktung erfolgt über die Gemeinschaft StyriaBrid GmbH.
Somit lag der Fokus bei den gestrigen Betriebs-Besuchen auf Schweine- und Rindfleisch-Produktion. Schließlich ist gerade in diesem Bereich der Preisverfall besonders drastisch, weshalb der Bauernbund eine Coronaentschädigung aus dem Hilfsfonds für die betroffenen Landwirte fordert.

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Unsere Bauern stehen arg unter Druck

Zur Landwirtschaftskammer-Wahl:

124.017 Wahlberechtigte. Fünf Parteien treten bei der Kammerwahl an. Bezirks- und Landesvertretung werden gewählt. Die Wahlbehörde des Landes Steiermark meldete, dass am Sonntag, 24. Jänner 2021, insgesamt 124.017 Bäuerinnen und Bauern, Grundbesitzer, hauptberuflich mitbeschäftigte Familienangehörige ab 16 Jahren sowie die Übergeberinnen und Übergeber wahlberechtigt sind.

Fünf Parteien

Gewählt werden die Vertretungen in den zwölf Bezirkskammern und in der Landeskammer für die nächste fünfjährige Funktionsperiode. Fünf wahlwerbende Gruppierungen stellen sich diesmal der Wahl: Steirischer Bauernbund (STBB), SPÖ-Bauern – Steirisches Landvolk (SPÖ), Unabhängiger Bauernverband Steiermark – Team Ilsinger/Herbst (UBV), Freiheitliche Bauernschaft – FB Steiermark (FPÖ), Grüne Bäuerinnen und Bauern (GBB).

Stimmzettel Weiß für den Bezirk

Die zwölf Bezirkskammer-Vertretungen setzen sich jeweils aus 15 Bezirkskammerräten zusammen. Die Vollversammlung der Bezirkskammer wählt in der konstituierenden Sitzung dann aus ihrer Mitte mit Stimmenmehrheit die Obfrau/den Obmann sowie die Stellvertreter. Für die Wahl der Bezirkskammervertretung wird ein weißer Stimmzettel zur Verfügung stehen.

Stimmzettel Grün für das Land

Die Vertretung in der Landeskammer setzt sich aus 39 Landeskammerräten, die von den wahlberechtigten Kammerzugehörigen nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt werden, zusammen. Für die Wahl der Mitglieder der Landeskammer wird das Land in vier Wahlkreise eingeteilt. Der Vollversammlung gehören auch ein Seniorenvertreter und die Landesbäuerin an. Die Landesbäuerin wird aus dem Kreise der Bezirksbäuerinnen und der weiblichen Mitglieder der Landeskammervollversammlung vom Bäuerinnenbeirat auf Landesebene gewählt.

Funktionen der Landeskammerräte

Die Landeskammerräte vertreten in der Vollversammlung und den Fachausschüssen der Landeskammer sowie in der Landwirtschaftskammer Österreich die Interessen der steirischen Bäuerinnen und Bauern und bringen ihre fachlichen Kenntnisse sowie die Anliegen der Bauernschaft auf Bundes- und Landesebene ein. Die Vollversammlung der Landeskammer wählt in der Eröffnungs-Sitzung nach der Wahl die Präsidentin/den Präsidenten und die Vizepräsidentin/den Vizepräsidenten. Der Präsident vertritt die Landeskammer nach außen.

Gemeinden hängen Wahlzeiten aus. Die Gemeindewahlbehörden haben die Wahlzeiten bereits festgelegt. Diese sind in der zugeschickten Wählerverständigung, dem ortsüblichen Aushang in den Gemeinden sowie im Wahllokal kundgemacht. Die genauen Wahlzeiten und Wahllokale sind auch auf der Homepage vom Land Steiermark (Wahlen – Verwaltung – Land Steiermark) veröffentlicht. Die Rechtsabteilung der Landwirtschaftskammer, Tel. 0316/8050-1247, erteilt ebenso Auskunft über die jeweiligen Wahlzeiten.

Ausübung des Wahlrechtes 

Jeder Wahlberechtigte übt sein Wahlrecht in jener Gemeinde aus, in deren Wählerverzeichnis er eingetragen ist, sofern er nicht vom Recht der Briefwahl Gebrauch macht. Die Wahlberechtigten haben ihr Stimmrecht persönlich durch Abgabe des Stimmzettels am Wahltag vor der Wahlbehörde oder durch Briefwahl auszuüben.

Zur Briefwahl

Auch bei den Landwirtschaftskammerwahlen ist eine Briefwahl möglich. Jene Wähler, die ihre Stimme durch Briefwahl abgeben, konnten sich zwischen 12. und 19. Jänner 2021 von den Gemeindewahlbehörden amtliche Stimmzettel für die Wahl in die Bezirkskammer und für die Wahl in die Landeskammer sowie das Wahlkuvert mitsamt Rückkuvert besorgen. Über Anforderung hat die Gemeindewahlbehörde diese Wahlunterlagen dem Wahlberechtigten zuzusenden. Bei Verlust oder Unbrauchbarkeit der Wahlunterlagen ist kein Ersatz möglich. Das Wahlkuvert mit den ausgefüllten Stimmzetteln ist im vorgesehenen Rückkuvert postalisch oder auch persönlich an die zuständige Gemeindewahlbehörde zu übermitteln. Auch eine Abgabe durch einen Überbringer ist zulässig. Mittels Briefwahl kann sofort nach Erhalt der Wahlkarte, gewählt werden. Die Wahlkarte ist so rechtzeitig an die zuständige Gemeindewahlbehörde zu übermitteln, dass diese dort spätestens am Wahltag (24. Jänner 2021) bis zur Schließung des Wahllokals eingelangt ist.

Wahllokal: Aushang. Jede Gemeinde hat durch öffentlichen Anschlag die genaue Anschrift des Wahllokales und die Wahlzeit, also die Zeit, während der das Wahllokal geöffnet ist, bekannt zu geben.

Schriftliche Verständigung 

Die im abgeschlossenen Wählerverzeichnis eingetragenen Wahlberechtigten werden von den Gemeinden bis spätestens 9. Jänner 2021 über den Wahlort, den Wahltag, die Wahlzeit und das Wahllokal schriftlich verständigt. Zur Wahrung ihres Wahlrechtes haben sich die Wahlberechtigen rechtzeitig zu informieren.

Identität nachweisen

Jede Wählerin und jeder Wähler hat vor der Wahlbehörde im Wahllokal vor Abgabe der Stimme seine Identität nachzuweisen. Dazu ist eine Urkunde oder eine sonstige amtliche Bescheinigung vorzulegen, die die Identität erkennen lässt. Dafür kommen insbesondere in Betracht: Personalausweis, Reisepass, Führerschein oder ein anderer amtlicher Lichtbildausweis.

Zur Vollmacht

Der Bevollmächtigte einer juristischen Person hat außerdem die Vollmacht zur Ausübung des Wahlrechtes für die juristische Person beziehungsweise eine amtliche Urkunde, aus der die gesetzliche, satzungsmäßige oder stiftungsbehördliche Vertretungsbefugnis hervorgeht, vorzulegen. Hat aber eine/ein Wählerin/Wähler ihren/seinen Ausweis vergessen, so darf sie/er nur dann wählen, wenn sie/er der Mehrheit der Mitglieder der Wahlbehörde persönlich bekannt ist.


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