Autorin aus St. Martin im Sulmtal
"Bergmannssagen neu erzählt"

Maria Huber aus St. Martin im Sulmtal freut sich über ihr erstes Buch "Bergmannssagen neu erzählt".
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  • Maria Huber aus St. Martin im Sulmtal freut sich über ihr erstes Buch "Bergmannssagen neu erzählt".
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Am 4. Dezember ist Barbaratag. Neben dem Schneiden der Barbarazweige wird gerade an jenem Tag zu Ehren der Heiligen Barbara von Nikodemien als Schutzpatronin der Bergleute auch die bei uns bekannte Bergmannstradition hoch gehalten. Da es heuer aber keine Messe, keinen Fackelzug und keinen Ledersprung geben wird, haben wir mit Maria Huber aus St. Martin im Sulmtal gesprochen, die gerade im Begriff ist, ihr erstes Buch unter dem Titel "Bergmannssagen neu erzählt" zu veröffentlichen.

Sie haben gerade ihr erstes Buch herausgebracht, was war der Anlass?

MARIA HUBER: Die Anregung, ein Buch mit Bergmannssagen herauszubringen, geht auf das 150-jährige Jubiläum der Bezirkshauptmannschaft Deutschlandsberg zurück. Damals hat der Bezirkshauptmann Helmut-Theobald Müller uns, also der Knappschaft Pölfing-Bergla, ehemaliges Wies-Eibiswalder Kohlerevier, die Möglichkeit zu einer Vereinspräsentation gegeben.
Als ehemalige Volksschullehrerin hatte ich die Idee, ein Informationsblatt für Schulkinder aufzulegen mit einem kurzen Streifzug durch die Geschichte des Kohlebergbaues in unserem Gebiet und einer Bergmannssage.

Was bedeutet der Zusatz "neu erzählt"?

Als ich mich nach diesen Sagen umschaute, habe ich bemerkt, dass sie in einer sehr altertümlichen Sprache, sehr langatmig und blutrüstig waren, so dass sie so nicht mehr in unsere Zeit passen. Also habe ich begonnen, jene Sagen für unsere Generation verständlich zu erzählen.

Welchen Bezug haben Sie selbst zur Knappschaft?

Die Knappschaft Pölfing-Bergla, ehemaliges Wies-Eibiswalder Kohlerevier, wurde vor zehn Jahren gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, das Andenken an die Bergbautradition in unserem Bezirk zu wahren. Es ist dies der Verein, dem auch ich angehöre, da mich die Themen des Kohlebergbaues schon seit meiner Kindheit begleiten (ich wurde nämlich in Pölfing-Brunn geboren) und auch meine Großmutter (geboren 1890) war seit 1910 bei der Seilbahn in Jagernigg beschäftigt, die die Kohle zum Bahnhof Pölfing-Brunn beförderte. Außerdem war meine Großmutter eine wunderbare Geschichtenerzählerin, die mich anscheinend nachhaltig geprägt hat.

Wie ist Ihre Beziehung zur Sagenwelt?

Wie schon erwähnt, wurde mein Interesse für Sagen und Geschichten unserer Vorfahren schon in meiner Familie geweckt. Außerdem bemerkte ich, dass man für Schülerinnen und Schüler die Begeisterung zur Heimatgeschichte umso mehr wecken kann, wenn man sie in mystische und spannende Geschichten verpackt. Deshalb habe ich schon vor 15 Jahren mit meinen damaligen St. Martiner Schulkindern das Projekt "Sagenwanderweg St. Martin i. S." ins Leben gerufen.

Zurück zum Buch: Wie viele Sagen und aus welchen geografischen Bereichen sind die Sagen zusammengefasst?

Das Buch umfasst 86 Sagen: Im ersten Teil handelt es sich um Sagen aus dem ehemaligen Wies-Eibiswalder Kohlerevier, im zweiten um österreichische Sagen und im dritten um Sagen unserer Nachbarländer. Außerdem habe ich einen kleinen Einblick in die Geschichte des Kohlebergbaues im Bezirk Deutschlandsberg gegeben, ein kleiner Teil ist der heiligen Barbara gewidmet und ein Teil erzählt aus dem Leben eines der letzten aktiven Bergmänner.

Sohn Michael hat die insgesamt 15 Illustrationen und das Cover gestaltet zu "Bergmannssage neu erzählt".
  • Sohn Michael hat die insgesamt 15 Illustrationen und das Cover gestaltet zu "Bergmannssage neu erzählt".
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Möchten Sie sich bei jemandem besonders bedanken?

Ein herzliches Dankeschön gilt meiner Lektorin, langjähriger Freundin und Kollegin Maria Elfriede Herzog, meinem Sohn Michael für die Illustrationen, meinem Mann Helmut für die montanhistorische Beratung und meiner Verlegerin Helga Klingesberger-Prettner (MaHe Solutions St. Martin i. S.), die mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden ist und sich mit mir an der Entstehung dieses Buches gefreut hat.

Wo ist das Buch erhältlich?

"BergmannsSagen neu erzählt" ist im Eigenverlag herausgegeben und wurde in der Koralpendruckerei gedruckt. Das Buch wird Mitte Dezember erscheinen und in allen Gemeindeämtern der ehemaligen Bergbaugemeinden (in Eibiswald, Pölfing-Brunn, St. Martin i. S. und Wies), außerdem bei Foto Habenbacher in St. Martin i. S. und per SMS unter der Telefonnummer 0676/ 69 22 144 gegen eine Versandgebühr erhältlich sein. Buchpreis: 20 €

Wird es ein weiteres Buch von Maria Huber geben?

Eigentlich habe ich schon vor diesem Buch Sagen aus dem Sulmtal zu sammeln begonnen (als Begleitbroschüre zu unserem Sagenwanderweg) und auch die Idee für ein Kinderbuch macht sich in letzter Zeit in meinem Kopf breit - wir werden sehen .....

Maria Huber aus St. Martin im Sulmtal freut sich über ihr erstes Buch "Bergmannssagen neu erzählt".
Sohn Michael hat die insgesamt 15 Illustrationen und das Cover gestaltet zu "Bergmannssage neu erzählt".

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