Berührendes Finale eines Akts der Menschlichkeit

Matteo, Moritz und Heike Wicher sowie Paul, Susanne und Sophie Steinbauer (v.l.) bei der Spendenübergabe in Preding.
  • Matteo, Moritz und Heike Wicher sowie Paul, Susanne und Sophie Steinbauer (v.l.) bei der Spendenübergabe in Preding.
  • Foto: KK
  • hochgeladen von Simon Michl

Seit fünf Jahren zeigt die Familie Krainer aus Preding ein Herz für vom Schicksal schwer getroffene Mitmenschen. Die private Spendenaktion, unterstützt von zur Verlosung kommenden Bastelarbeiten der kleinen Söhne Moritz und Matteo, entwickelte sich zum vorweihnachtlichen Highlight. Als Klaus und Viktoria Krainer im November vom plötzlichen Tod des 39-jährigen zweifachen Familienvaters Thomas Steinbauer aus Frauental Kenntnis erlangten, stand für die hilfsbereite Predinger Familie der Adressat für ihre Weihnachtsaktion fest.

"Ein wenig Glück weitergeben"

„Es geht uns gut, wir sind eine glückliche und zufriedene Familie, wollen einfach Dankbarkeit zeigen und ein wenig von dem, was uns an Glück beschert ist, weitergeben", skizziert Klaus Krainer, selbst zweifacher Vater, stellvertretend für seine Familie die Beweggründe für die Spendenaktion. Auch den erzieherischen Effekt für die Söhne Matteo und Moritz sehen Klaus und Viktoria positiv. Die Ähnlichkeiten der Familienstruktur der Krainers mit der betroffenen Familie könnte indirekt ebenfalls Beweggrund für die Auswahl der Steinbauers als Begünstigte der Weihnachtsaktion sein. „Es ist nicht einfach, wenn man mit zwei kleinen Kindern und Schulden auf ein neues Eigenheim plötzlich ohne seinen verlässlichen und geliebten Ehepartner dasteht, sich von einem Tag auf den anderen einer ungewissen Zukunft stellen muss.“

Spenden aus der halben Welt

Susanne Steinbauer wirkt vor ihren Kindern wie eine starke Frau, doch man spürt, das Erlebte der vergangenen Wochen setzt ihr zu. Umso beeindruckter ist sie von der Spendenaktion, die „meine Lebenssituation deutlich spürbar verbessert hat“. Spender aus der halben Welt haben Anteil an ihrem Schicksal genommen, selbst aus Rio de Janeiro, Indonesien, Abu Dhabi oder den Azoren wurde Geld an die Aktion übermittelt. Besonders stark war die Spendenfreude natürlich im regionalen Umfeld des Verstorbenen: ein nicht unwesentlicher Grund für die enorme Beteiligung an der Aktion. Immerhin haben sich 265 Menschen aktiv mit einer Spende eingebracht. Endstand: 17.190 Euro.

Große Dankbarkeit

Heike Wicher, Gewinnerin des Geschenksets, das Matteo und Moritz gebastelt haben, zeigte sich ebenfalls beeindruckt: „Die beispiellose und großartige Aktion der Krainers ist für mich ein Akt gelebter, kollektiver Hilfsbereitschaft und ein Zeichen, dass einzelne engagierte Menschen enorm viel bewegen können!“ Auf Susanne Steinbauer warten in den nächsten Wochen und Monaten noch eine Reihe von bürokratischen Hürden, die Besitzverhältnisse des Anwesens muss unter Einbeziehung der beiden Kinder neu geregelt werden, auch sozialversicherungs- und familienrechtliche Fragen geklärt werden. Dabei ist sie auch der eigenen Familie und dem ehemaligen Arbeitgeber ihres verstorbenen Mannes, wie der SVI Austria (ehemals Seidl Elektronik) und der Firma Paar aus Deutschlandsberg, wo Susanne Steinbauer beschäftigt ist, für die große logistische Unterstützung dankbar.

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