Herausforderung für „Gemeinsam in Stainz“
Bewohnerzuwachs bei der „Resi Tant“

Das Stainzer Rathaus erstrahlt in Orange

Der ohnehin belastende Lockdown hat für den Verein „Gemeinsam in Stainz“ (GiS) mit der Einquartierung weiterer Migrantinnen im Herbergslokal „Resi Tant“ eine weitere Belastung gebracht. Aus Traiskirchen wurde eine afghanische Frau nach Stainz gebracht, drei weitere geflüchtete Afrikanerinnen sind angekündigt. Allen Frauen ist gemein: Sie sind nach ihrer Flucht traumatisiert und wissen nicht, wie sie zurechtkommen sollen. Das ersparte Geld wurde ihnen von den Schleppern abgenommen, sie besitzen buchstäblich nur das, was sie am Leib (etwa traditionelles afrikanisches Gewand und Flipflops) tragen.
„Der Caritas-Betreuer kommt in ein paar Tagen“, weiß GiS-Obfrau Irmgard Kratochwill, dass die Asylwerberinnen ohne finanzielle Hilfe nicht auskommen können. Zumal das Essensgeld von 150 Euro pro Monat erst im Nachhinein ausgezahlt wird und das Kleidungsgeld von jährlich 150 Euro für das Anziehen bei weitem nicht reicht.
Der Verein „Gemeinsam in Stainz“ fühlt sich zur Hilfe für die Gestrandeten verpflichtet. Aber die eigenen Mittel wurden in der Vergangenheit durch die Betreuung der Asylwerber/innen weitgehend aufgebraucht und Erlöse aus dem Verkauf von Mund-/Nasenschutzmasken und Hoffnungsbändern oder der Teilnahme am Stainzer Adventmarkt  sind momentan nicht möglich. Eine erste Hilfe hat Bürgermeister Walter Eichmann durch eine Spende aus dem Sozialhilfefonds der Marktgemeinde zugesichert.

Spenden erbeten

Die prekäre Situation veranlasst den Verein nun, Mitglieder und wohlmeinende Mitmenschen um eine Spende zu bitten. „Wir wissen, dass die finanzielle Situation in vielen Familien angespannt ist“, hofft Irmgard Kratochwill dennoch auf die Spendefreudigkeit der Bevölkerung. Die Hilfen werden durch Einzahlung auf das „Gemeinsam in Stainz“-Konto IBAN AT22 1420 0200 1096 8594 erbeten.
Die Situation ist nicht nur finanziell, sondern auch kommunikativ eine Herausforderung. So wird in der „Resi Tant“ aktuell Farsi/Darsi, Kongolesisch, Somalisch und Französisch gesprochen. Nur gut, dass sich in Stainz eingelebte Emigrantenfamilien als Übersetzer angeboten und Vereinsmitglieder zur intensiven Mithilfe eingebracht haben.

Bis zum 10. Dezember

Hand in Hand mit der Betreuung im Haus „Resi Tant“ engagiert sich „Gemeinsam in Stainz“ am weltweiten Aktionstag „Orange the world“. So wurde im Lehner-Haus auf dem Hauptplatz eine Auslage gestaltet, die sich gegen Gewalt an Frauen richtet. Sichtbar verstärkt wird die Initiative durch die Gemeinde Stainz: Das Rathaus wird vom 25. November (Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen) bis zum 10. Dezember (Internationaler Tag der Menschenrechte) abends in auffallendem Orange angestrahlt.

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