Claudia Rossbacher: Von Wien in die Weststeiermark

Ein Cappuccino mit Krimi-Bestseller-Autorin Claudia Rossbacher.
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STAINZ. Manchmal ist es gut, auf sein Bauchgefühl zu hören - das gilt für eine Krimi-Autorin wohl ganz besonders. Deshalb war es auch Liebe auf den ersten Blick, als die Wienerin Claudia Rossbacher auf der Suche nach einem Domizil auf dem Land ausgerechnet ein 70 Jahre altes Haus in Sommereben unweit der ehemaligen Volksschule ins Auge gesprungen ist. Schließlich ist ihr der Reinischkogel aus Jugendlagern noch in sehr guter Erinnerung. Der Kreis hat sich somit für die Bestseller-Autorin geschlossen, die nach ihrem Tourismusstudium als Model, Texterin und als Kreativdirektorin in Werbeagenturen richtig viel herumgekommen ist. Inzwischen haben sich Claudia und ihr Mann Hannes Rossbacher bestens eingelebt. Der bekannte Pop-Art-Künstler kommt aus Pöls ob Judenburg, womit bereits eine Schiene in die Steiermark gelegt war.
Ich habe mich mit Claudia Rossbacher in Stainz zu einem Gespräch bei einem aromatischen Cappuccino getroffen.

Kaufen Sie hier in Stainz gerne ein?

CLAUDIA ROSSBACHER: Ja, in Stainz bekommt man doch alles, was man braucht. Die Menschen hier sind sehr offen, dass hat es meinem Mann und mir leicht gemacht, sofort heimisch zu werden. Vor allem kann man in der Weststeiermark richtig gut essen, das wissen wir sehr zu schätzen. Und erst der Wein...

Sie mögen Tracht?

Ja natürlich, so ein Dirndl ist doch ein wirklich sehr kleidsames Teil.

Der Februar ist ja für Sie gespickt mit aufregenden Terminen ...

Genau, die vorige Woche war außerordentlich ereignisreich: Am 8. Feruar ist mein siebenter Steirerkrimi nämlich "Steirerpakt" im Gmeiner Verlag herausgekommen, der am 16. Februar in Wien präsentiert werden wird. Außerdem war ich beim Dreh in Schladming für meinen zweiten für den ORF und ARD verfilmten "LandKrimi". "Steirerkind" ist dabei der dritte Fall von LKA Komissarin Sandra Mohr. Ich hatte dabei sogar erstmals selbst eine kleine Rolle zu spielen, nämlich als Fan eines Schifahrers.

"Steirerpakt", spielt ja am Präbichl, wird dieser auch in unserer Region
vorgestellt werden?

Ich werde am 28. April eine Lesung aus meinem jüngsten Krimi in der Bibliothek von St. Stefan ob Stainz halten. Darauf freue ich mich schon sehr, denn ich mag das direkte Feedback und den Kontakt mit dem Publikum.

Der Schauspieler August Schmölzer wohnt ja auch in St. Stefan ob Stainz, kennen Sie ihn?

Nein, nicht wirklich, aber er hat in meinem ersten vom ORF verfilmten Landkrimi "Steirerblut" eine Rolle übernommen.

Der zweite Fall der LKA-Ermittlerin Sandra Mohr und ihrem männlichen Gegenpol Sascha Bergmann betitelt "Steirerherz" spielt sich in der Weststeiermark ab also mit Schauplätzen in St. Stefan ob Stainz, Krottendorf, Ligist und natürlich in Graz. Sie morden sich durch die Steiermark?

Die Schauplätze müssen mich ansprechen, so wie auch die jeweilige Mentalität der Menschen. Für das "Steirerherz" haben Kürbisacker und Weingarten als beinahe malerische Mord-Schauplätze sehr gut in mein Konzept gepasst. Warum das so ist, wird klar, wenn man den Krimi liest.

Gerade der erste Leichenfund in "Steirerherz" ist schon sehr heftig: Eine zur Vogelscheuche gepfählte junge Frau mitten am elterlichen Kürbisacker. Muss es so blutig sein?
...stimmt schon, das war gewiss der grauslichste Mord in meinen bisherigen Krimis und ich habe schon daran gezweifelt, ob ich das wirklich so umsetzen soll. Aber mein Kollege meinte dazu "Gummistiefel an und durch". Es geht um starke Bilder, die in die Region passen - und die Vogelscheuche am Kürbisacker ist genau so ein starkes Bild.

In Ihren Steirerkrimis findet auch der Dialekt Eingang. Ist das nicht fast schon übermütig in Anbetracht Ihrer deutschen Leserschaft?
Ich setze den Dialekt ja sehr sparsam und nur dort ein, wo er wirklich zu den Figuren passt, wie eben beim Kürbisbauern oder beim Winzer. Die Lesbarkeit muss dabei natürlich gegeben sein, wiewohl es im Anhang meiner Steirerkrimis immer ein Glossar mit steirischen bzw. österreichischen Ausdrücken gibt.

Die Titelbilder der Steirerkrimis zeigen ja alle ein Herz in den unterschiedlichsten Umsetzungen, inwieweit ist dabei ihr Mann involviert?
Das erste Cover war ein Vorschlag vom Verlag und das zweite Titelbild, also für "Steirerherz" mit dem Tür-Schloss in Herzform, habe ich über den Tourismusverband entdeckt - es hat mich sofort angesprochen. Die Covers für alle weiteren Steiererkrimis, also ab dem "Steirerkind", hat mein Mann entworfen.

Das WOCHE Interview mit Hannes Rossbacher:

Hannes Rossbacher lässt sich von der Natur am Reinischkogel inspirieren

Wird es auch einen achten Steirerkrimi geben?
Ja, ich schreib schon daran.

Wie wird es heißen?
Das darf ich noch nicht verraten, jeden falls Steirer...
Wobei meine Titel in alphabetischer Reihenfolge angeordnet sind.

Sie haben ja auch noch andere Bücher vor den Steirekrimis geschrieben, welche waren das?
Da sind einmal ein Karibikthriller und ein Medientriller. Außerdem gibt es einen kulinarischen Reiseführer, unter dem Titel "Griaß eich in der Steiermark: 66 Lieblingsplätze und 11 Erlebnisstraßen", den ich gemeinsam mit meinem Mann verfasst habe - dieser besondere Reiseführer umfasst natürlich auch die Weststeiermark und ist im März 2013 ebenfalls im Gmeiner Verlag erschienen.

Welches Buch liegt derzeit auf Ihrem Nachttisch?
Derzeit gar keines, weil ich mich im letzten Jahr durch rund 100 Debütromane gelesen habe. Ich bin nämlich Jurymitglied für den Friedrich-Glauser-Krimipreis, der am 6. Mai im Rahmen der Criminale in Graz verliehen wird. Das Festival selbst findet von 2. bis 7. Mai an zahlreichen Orten in der Steiermark statt. Es wird auch Lesungen in der Südweststeiermark geben. Dazu habe ich die Anthologie mit Kurzkrimis "SOKO Graz-Steiermark" herausgegeben, also auch mit Schauplätzen im Bezirk.

Mehr Informationen über Claudia Rossbacher sowie aktuelle Termine finden Sie <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.claudia-rossbacher.com/">hier</a>

Mehr über die Steirerkrimis von Claudia Rossbacher finden Sie <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.gmeiner-verlag.de/autoren/autor/234-claudia-rossbacher.html">hier</a>

Autor:

Susanne Veronik aus Deutschlandsberg

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