Deutschlandsberg, Lannach und Frauental bieten die beste Kinderbetreuung

Frauental hat als einzige Gemeinde im Bezirk sowohl eine alterserweiterte Gruppe als auch ein Kinderhaus als Zusatzangebote.
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  • Frauental hat als einzige Gemeinde im Bezirk sowohl eine alterserweiterte Gruppe als auch ein Kinderhaus als Zusatzangebote.
  • Foto: Strohmeier
  • hochgeladen von Josef Strohmeier

Die Gemeinden im Bezirk Deutschlandsberg werden vom neuen AK-Kinderbetreuungsatlas durchgehend gut bis sehr gut bewertet.

BEZIRK DEUTSCHLANDSBERG. Bereits zum siebenten Mal veröffentlichte die Arbeiterkammer Steiermark ihren jährlichen Kinderbetreuungsatlas. Der bewertet jede Gemeinde einzeln, um Defizite in der Kinderbetreuung aufzuzeigen und Verbesserungen für Eltern und Kinder voranzutreiben. Dafür wurden die Kinderbildungs- und -betreuungsangebote sowie Angebote durch Tagesmütter/-väter im Hinblick auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf herangezogen und im März und April 2020 aktualisiert.

Drei Bestnoten

Von flächendeckender Kinderbetreuung in der ganzen Steiermark ist man noch weit entfernt: 23 Prozent der Gemeinden bekommen eine 1A-Bewertung, die AK wünscht sich 45 Prozent.

AK-Präsident Josef Pesserl, AK-Frauenreferatsleiterin Bernadette Pöcheim (r.) und Cordula Schlamadinger, Leiterin der Kinderdrehscheibe, präsentierten den neuen AK-Kinderbetreuungsatlas.
  • AK-Präsident Josef Pesserl, AK-Frauenreferatsleiterin Bernadette Pöcheim (r.) und Cordula Schlamadinger, Leiterin der Kinderdrehscheibe, präsentierten den neuen AK-Kinderbetreuungsatlas.
  • Foto: AK Stmk/Derler
  • hochgeladen von Eva Heinrich

Im Bezirk Deutschlandsberg erfüllen drei von 15 Gemeinden den höchsten Standard: Wie schon 2019 sind Deutschlandsberg, Lannach und Frauental bei der Kinderbetreuung "1A" – das heißt, sie bieten Betreuungsmöglichkeiten für Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren mit Öffnungszeiten an, die beiden Elternteilen eine Vollzeitbeschäftigung ermöglichen. Für eine 1A-Bewertung muss eine Gemeinde drei Kriterien erfüllen: Ganztagskindergarten mit mind. acht Stunden Öffnungszeit, Kinderkrippe oder Betreuung für unter 3-Jährige in einer alterserweiterten Gruppe/Kinderhaus und Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder. Außerdem muss der Vereinsbarkeitsindikator für Familie und Beruf anhand weiterer Kriterien (Kinderkrippe/alterserweiterte Gruppe/Kinderhaus mit mind. 45 Stunden wöchentliche Öffnungszeit, an vier Tagen pro Woche mind. 9,5 Stunden geöffnet, max. fünf Wochen im Jahr geschlossen) erfüllt werden.

Rot bedeutet beim Kinderbetreuungsatlas die Bestnote – die gibt es für Deutschlandsberg, Lannach und Frauental. Auch ansonsten ist im Bezirk alles im grünen Bereich.
  • Rot bedeutet beim Kinderbetreuungsatlas die Bestnote – die gibt es für Deutschlandsberg, Lannach und Frauental. Auch ansonsten ist im Bezirk alles im grünen Bereich.
  • Foto: WOCHE
  • hochgeladen von Simon Michl

Wer diese Vereinbarkeit nicht erfüllt, aber die drei erstgenannten Kriterien, ist in der zweitbesten Kategorie A zu finden. Im Bezirk Deutschlandsberg sind das alle restlichen zwölf Gemeinden und damit mit 80 Prozent so viele wie sonst nirgends in der Steiermark. Kein anderer Bezirk ist bei der Kinderbetreuung so ausgeglichen. In den letzten vier Jahren haben vor allem Lannach, St. Martin, St. Josef und Wettmannstätten ihre Angebote verbessert.

Breites Angebot

Mittlerweile gibt es in allen 15 Gemeinden des Bezirks eine Nachmittagsbetreuung für Volksschulkinder und ganztägige Öffnungszeiten der Kindergärten zwischen 8,5 und 11 Stunden. In zehn Gemeinden gibt es eine Kinderkrippe sowie Tagesmütter/-väter. Alterserweiterte Gruppen für unter 3-Jährige finden sich in neun Gemeinden. Deutschlandsberg und Frauental punkten neben einem zusätzlichen Kinderhaus mit nur zwei Wochen Schließung in den Ferien, auch der Kindergarten Pölfing-Brunn hat nur 14 Tage geschlossen.

Handlungsbedarf

Die Arbeiterkammer fordert u.a. einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr, einen verpflichtenden kostenlosen Kindergartenbesuch in den letzten zwei Jahren vor Schuleintritt und eine Qualitätsoffensive, auch durch Ausbildung der KindergartenpädagogInnen auf Fachhochschul- bzw. Hochschulniveau samt höherer Entlohnung.

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