Schilcherland-Alpaka und Schilcherweinbau Koch kooperieren:
Die „Tiere der Götter“ düngen die Weinstöcke

Wenn sich die richtigen Leute treffen, dann kann etwas Gutes dabei herauskommen. Vor allem wenn Freundschaft, die Liebe zur Natur, und Begeisterung an der Arbeit die Basis dafür sind: Franz Peinsold, Simone Koch, Rosa Buchmann, Heinz Koch (v. li.) mit den neugierigen Zaungästen im Hintergrund Aristo (schwarz) und Pressly (weiß)
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  • Wenn sich die richtigen Leute treffen, dann kann etwas Gutes dabei herauskommen. Vor allem wenn Freundschaft, die Liebe zur Natur, und Begeisterung an der Arbeit die Basis dafür sind: Franz Peinsold, Simone Koch, Rosa Buchmann, Heinz Koch (v. li.) mit den neugierigen Zaungästen im Hintergrund Aristo (schwarz) und Pressly (weiß)
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Was haben Alpakas und Schilcher gemeinsam? Grundsätzlich gar nichts, denn die herzigen Flucht- und Herdentiere ernähren sich lieber von Gras und Heu. Aber es gibt etwas, womit Alpakas der Blauen Wildbacher Traube einen großen Dienst erweisen – ihr nahezu geruchloser Dung hat natürlichen Mehrwert! Als erster und mittlerweile größter Zuchtbetrieb in der Weststeiermark ist Schilcherland Alpaka eine Kooperation mit Schilcherweinbau Koch in Bad Schwanberg eingegangen.

BAD SCHWANBERG. In Aichegg haben Simone und Heinz Koch vulgo Hartlschneider soeben ihr jüngstes „Baby“ aus der Taufe gehoben: den "Schilc(h)ria". Der fruchtige Schilcherfrizzante mit dem außergewöhnlichen Namen unternimmt gerade seine ersten erfolgreichen „Gehversuche“. Blickt man etwas genauer hin, stellt man fest, dass die Bezeichnung eine sehr geschickte Kombination aus Schilcher und Cria, den jungen Alpakas, ist.


Alpaka-Mist als natürlicher Dünger


Wer brav schmiert, fährt gut. Wo etwas hin kommt, wächst es gut. An dieser Weisheit ist nicht zu rütteln. Doch auch hier gilt: Qualität geht vor Quantität. Das wissen Simone und Heinz Koch nur allzu gut. Aus ihrem Ried Haderberg in Aichegg ist bekanntlich schon manch Großartiges hervor gegangen. So etwa ein „Josefiwein“. Nun ist es der Schilcherfrizzante, der seine Entstehungsgeschichte maßgeblich ganz putzigen, ruhigen Tieren mit verdankt. Alpaka-Mist gilt nämlich als hochwertiger Dünger. „Weil die Inhaltsstoffe bei der Verdauung – die Wiederkäuer haben nur drei Mägen – nicht verloren gehen“, erklärt Franz Peinsold. „Alpaka-Mist wird daher gerne zum Düngen von Gemüsepflanzen, Rosen, und Blühpflanzen verwendet.“ Und wie das Beispiel zeigt, kommt er neuerdings auch im Weingarten zum Einsatz. „Er ist Wurzel schonend, Weinstock kräftigend und bildet somit die Grundlage für eine hochwertige Qualität der Schilchertrauben“, teilt Heinz Koch seine Erfahrung mit. „Denn damit sich die Blaue Wildbacher Traube, aus der der Schilcher gekeltert wird, bestens entwickeln kann, braucht sie nicht nur viel Sonnenschein sondern auch ausgezeichnete Nährstoffe.“

Schilcherland Alpaka

Alpakas sind aufmerksame, neugierige, vorsichtige und ruhige Tiere. In Grub, Marktgemeinde Groß St. Florian, führen Franz Peinsold und Rosa Buchmann einen zertifizierten Zuchtbetrieb mit aktuell 63 Alpakas, der gerade erst mit dem Gütesiegel „Schilcherland Qualität“ ausgezeichnet worden ist. Auch der Zuchthengst ist prämiert. Bei den Besuchern aus nah und fern sind die geführten Alpaka-Spaziergänge in der freien Natur überaus beliebt. Nach einer kurzen Einschulung geht es auf ebenem Terrain durch Wälder, vorbei an Teichen und durch Weingärten dahin. Sogar Gäste aus Deutschland und der Schweiz haben die individuellen Spaziergänge in kleinen Gruppen bereits sehr genossen. Im Package befindet sich auch der Schilc(h)ria).
„Es ist geplant, solche geführten Spaziergänge mit den Schilcherland Alpakas auch bei uns in Bad Schwanberg zu veranstalten“, spricht Heinz Koch eine Zukunftsvision an.
Nun kamen Rosa Buchmann und Franz Peinsold nach Aichegg, um sich im Schilcherweingarten der Familie Koch persönlich ein Bild von der Wirksamkeit ihres Alpaka-Düngers, der ab Hof als Frischmist verkauft wird, zu machen. Mit dabei hatten sie auch die beiden vier Jahre alten Wallache Aristo und Pressly. Die Schilchertrauben im Ried Haderberg leuchteten einen Tag vor der Lese in sattem Blau. Rosa Buchmann trug dabei das von ihr kreierte erste österreichische Alpaka-Dirndl mit rotem Leib, grauem Kittel und goldener Seidenschürze. „Leib und Kittel sind aus Babyalpakawolle. Das Alpaka-Dirndl gibt es seit 2018. Es ist keine Stangenware sondern wird maßgeschneidert und in traditioneller Handarbeit gefertigt.“ Im Hofladen von „Schilcherland Alpakas“ kann man aber noch viele weitere Erzeugnisse aus der verarbeiteten Alpakawolle – auch im Hinblick auf die bevorstehende kalte Jahreszeit – finden. Wie zum Beispiel Schuheinlagen, Hauben, Stirnbänder, Bettdecken oder Kissen. „Die Naturfaser hält die Körpertemperatur“, betont Rosa Buchmann. „Sie wärmt, ohne zu überhitzen.“
Vom 11. bis 13. Februar 2022 soll wieder die Alpaka-Expo in Graz über die Bühne gehen. In dessen Rahmen ist die Abhaltung der „World Alpaca Conference“ (WAC) vorgesehen. Dabei soll auch der Schilcherfrizzante „Schilc(h)ria“ von Simone und Heinz Koch seinen großen Auftritt haben...

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