Ehrenamtlichkeit vor dem Vorhang: 20 Jahre Hospiz Deutschlandsberg

Hospizpate Bezirkshauptmann Dr. Helmuth Theobald Müller und Hospizgeschäftsführerin Sabine Janouschek gratulierten Teamleiterin Barbara Weber und ihr Team zum  20-jährigen Jubiläum
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  • Hospizpate Bezirkshauptmann Dr. Helmuth Theobald Müller und Hospizgeschäftsführerin Sabine Janouschek gratulierten Teamleiterin Barbara Weber und ihr Team zum 20-jährigen Jubiläum
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Im Zuge eines berührenden Festaktes feierte der Hospizverein Deutschlandsberg im passenden Ambiente des Rossstalls Hollenegg das 20-jährige Jubiläum.
Durch das Programm führte niemand geringerer als der Pate des Hospizvereins Deutschlandsberg und St. Stefan Bezirkshauptmann Helmuth Theobald Müller, der neben der umsichtigen Leiterin des Hospizteams Barbara Weber als weitere Ehrengäste Bürgermeister Josef Wallner, die Leiterin des Hospizteams LAbg. A.D Ingrid Gady, seitens des Landeshospizvereins Obmann Dr. Peter Pilz, die Mitbegründerin des HV Dr. Traudgundis Kaiba, die GF des HV Mag. Sabine Janouschek, sowie Kolleginnen aus dem benachbarten Hospizteams Voitsberg, Leibnitz und St. Stefan ob. Stainz willkommen heißen konnte. Ebenso galt ein besonderer Gruß den 17 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, sowie das Männersextett „Gestern&Heut, welches mit dem Lied „Auf da Erd´n muast Leb´n“ den Festakt musikalisch eröffnete.
Eine berührende Geschichte von Frau Renate Gutschi, vorgetragen von Frau Elisabeth Halbwirth eröffnete den Reigen der Grußworte.
Teamleiterin Barbara Weber gab anschließend Einblick in die Entstehung des Hospizteams Deutschlandsberg und seine Aufgaben, wobei auch die Teamgründerin Luise Fließer und ihre erste Nachfolgerin Hermi Fuchs in der Mitte herzlich begrüßt werden konnten.

Was ist Hospiz?

Hospizbegleitung ist Lebensbegleitung bis zuletzt, ist fürsorgende, respektierende, liebevolle und achtsame Begleitung von unheilbar Kranken mit begrenzter Lebenserwartung, mit dem Ziel, die bestmögliche Lebensqualität für den Patienten und auch für seinen Angehörigen zu erreichen. Und diese Begleitung soll überall möglich sein, vor allem zu Hause, denn die meisten Menschen möchten zu Hause sterben, aber auch überall dort, wo für Schwerkranke und Sterbende ein zu Hause ist, in Pflege- und Altersheimen, im Krankenhaus, auf Palliativstationen oder im stationären Hospiz.

Zu den ersten Teamgründungen gehörte auch Deutschlandsberg. Hier wurde im Jahre 1997 ein Hospizteam unter der Leitung von Frau Luise Peinsold mit vier ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen gegründet, die mit großem Idealismus und vielen Visionen ihre Arbeit aufgenommen haben.
Die ersten Begleitungen kamen nur zögernd zustande, da die Bevölkerung noch viel Aufklärungsbedarf hatte, viele wussten nicht, was Hospiz überhaupt ist und waren unsicher, ob man sich diesen Ehrenamtlichen anvertrauen kann. Die Ehrenamtlichen selber waren auch noch am Anfang ihrer Erfahrungen und mussten erst achtsam lernen, sich auf die verschiedenen Bedürfnisse in den Familien, besonders bei Begleitungen zu Hause, einlassen.

„Im letzten Jahr haben wir Hospizbegleiterinnen im Team Deutschlandsberg 1.389 ehrenamtliche Stunden geleistet, still am Krankenbett, zu Hause oder im Pflegeheim, ohne große Öffentlichkeit. Wir sind 13.145 Kilometer mit dem Auto gefahren und haben in verschiedenen Fortbildungen unser Wissen erweitert und in Supervisionen die Begleitungen besprochen. Wir sind stolz auf uns und auch dankbar, dass sich unsere Visionen, die wir in den ersten Jahren in unserem Team hatten, jetzt bis zum 20-jährigen Bestehen mehrfach erfüllt haben“ freute sich Teamleiterin Barbara Weber.

Hospizarbeit ist weltweit Ehrenamt, weil liebevolle Zuwendung, achtsame Anteilnahme, reden und zuhören, gemeinsam aushalten, gemeinsam weinen und lachen, vielleicht gemeinsam beten, gemeinsam schweigen und gemeinsam Abschied nehmen so kostbar geworden sind, dass sie unbezahlbar sind.
Der Obmann des Hospizvereines Steiermark Dr. Peter Pilz gratulierte dem Deutschlandsberger Team zum Jubiläum und verwies seit 1993 auf 1,4 Mio Begleitstunden. Er stellte in seinem Referat Zuneigung, Respekt und Zeit in dem Mittelpunkt seiner interessanten Ausführungen. Von den Ehrengästen wurden alle 17 HospizmitarbeiterInnen für ihre ehrenamtliche, aufopfernde Tätigkeit offiziell geehrt.
Nach dem Festakt trat Sepp Loibner gemeinsam mit Gestern &Heut in Aktion und sorgte mit aus dem Leben gegriffene Mundartgeschichten aus seinem Buch für einen heiteren Abschluss. Das Hospiz Team bedankt sich bei allen Gönnern und Förderern

Text und Foto(s) : Josef Strohmeier

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