Ein neuer Kindergarten für St. Josef

Aufstellung zum Spatenstich für den nagelneuen Kindergarten in St. Josef
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Gestern erfolgte der Spatenstich für den neuen Kindergarten in der Gemeinde St. Josef/Weststeiermark. Kostenpunkt: rund 2,5 Mio. Euro

ST. JOSEF (WESTSTEIERMARK). "Gut Ding braucht Weile", blickt Bgm. Franz Lindschinger auf vier Jahre zurück, die dem gestern erfolgten Spatenstich am Färbergrund für den neuen Kindergarten in St. Josef vorangegangen sind. Lindschinger holt dazu bis ins Jahr 2016 aus, als sich bereits die Möglichkeit für Bautätigkeiten auf diesem ortsnah gelegenen Grundstück aufgetan hat. Zeitgleich gab es eine fix fertige Planung für eine Erweiterung des bereits bestehenden Kindergartens - ein Vorhaben, das allerdings am dort betroffenen Anrainer gescheitert ist.

Ein kurviger Weg zum Neubau

2017 hat man in St. Josef begonnen, auf den Pfarrpfründen Wohnungen zu errichten, schließlich ist St. Josef eine beliebte Zuszugsgemeinde mit naher Autobahnanbindung in Richtung Landeshauptstadt - und das mit einer umfassenden Infrastruktur mitten im Grünen.
Wohnungen werden auch hier am Färbergund entstehen, und das in Kombination mit einem Kindergarten für drei Gruppen. GR Peter Hösch hat dazu Kontakt zu Wolfram Sacherer, Vorstandsdirektor der Siedlungsgenossenschaft Ennstal aufgenommen. Schließlich hat die Ennstal den Färbergrund erworben. "Darauf folgten intensive Gespräche mit dem Büro von LH Hermann Schützenhöfer. Die vorerst veranschlagten Investiotinssumme von 2,3 Mio. Euro wird vom Land Steiermark mit 1,5 Mio. Euro gefördert werden. Aktuell betragen die Baukosten rund 2,5 Mio. Euro netto. Der Rest bleibt an der Gemeinde, allerdings handelt es sich ja um ein Projekt für die nächsten Jahrzehnte", hofft Lindschinger auch auf Zuzug durch die Koralmbahn.


Das Live-Video zum Spatenstich:

Gemeinsame Marschrichtung

Dass dieser Neubau dringend notwendig ist, zeigt allein die Tatsache, dass derzeit die dritte Gruppe in der ehemaligen Ordination von Dr. Reymann untergebracht ist, ein unbefriedigendes Provisorium. Schließlich sollen die Gruppen ja auch gesetzlich unter einem Dach zusammengeführt sein. "Das war jetzt sogar von Seiten des Landes der letzt mögliche Termin, um diese Zusammenführung zu bewerkstelligen", bedankt sich Lindschinger bei der Kindergartenleitung mit Karin Kurz, Ennstal-Vorstandsdir. Wolfram Sacherer, Architekt Josef Hohensinn und anderen Beteiligten für den langen Atem und vor allem bei den Gemeinderäten für die durchwegs einstimmigen Beschlüsse in allen Fraktionen, sodass die Realisierung dieses Bauprojektes mit Baumeister Bernhard Köck in der Ausführung endlich möglicht ist. Drei Gruppen wird der Kindergarten umfassen. Bei Bedarf kann eine der Gruppen als alterserweiterte Gruppe geführt werden, sodass auch Kinder ab 1,5 Jahren betreut werden können.

Eine Bauherrengemeinschaft

"Wir haben hier ja eine Bauherrengemeinschaft, denn die Ennstal baut die Wohnungen auf den Kindergarten der Gemeinde. Wir bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen", betont Wolfram Sacherer, Vorstandsdirektor der Siedlungsgenossenschaft Ennstal und bringt das weit gefasste Zeitraster für die Planung im Vergleich zur kurzzeitigen Umsetzung auf den Punkt: "Vier Jahre hat es gedauert, bis wir hier jetzt zum Spatenstich schreiten konnten - und in zehn Monaten soll alles stehen."

Der Baugrund  in sonniger Hanglage ist bereits in Arbeit.
  • Der Baugrund in sonniger Hanglage ist bereits in Arbeit.
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Die Bagger sind längst vorgefahren und das weitläufige, südseitig gelegene Gelände nahe einem Wald  wird bereits intensiv bearbeitet. Dabei stellt die Hanglage gewiss eine Herausforderung dar, wie auch Architekt Josef Hohensinn betont: "Der Platz ist wunderbar an das Ortszentrum gelegen, wobei auch der Wald für Qualität sorgt. Im unteren Teil wird im ersten Bauabschnitt der Kindergarten in Mischbauweise entstehen, darauf sechs kleinere Wohnungen in Holzbauweise mit verschiedenen Nutzungs-Möglichkeiten. Da wir uns in sehr anspruchsvollem Gelände befinden, wird der Kindergarten in Mischbauweise aus Beton und Holz errichtet werden, also mit drei Gruppenräumen, einem großen Bewegungsraum und einem Küchen- bzw. Essbereich."
Der neue Kindergarten wird ebenerdig und somit behindertengercht ausgeführt werden.
"Wir legen  großen Wert auf einen großzügigen Außenbereich mit zeitgerechten und vor allem kindgerechten Spielmöglichkeiten. Deshalb haben wir für die Außengestaltung auch einen Landschaftsarchitekten engagiert", betont Hohensinn.
Der zweite Bauabschnitt umfasst ein Wohnhaus mit acht Wohneinheiten und  ein drittes Wohnhaus mit weiteren acht Wohneinheiten im dritten Bauabschnitt.

Die Fakten rund um den Kindergarten St. Josef

Bauherr: Bauherrengemeinschaft Kindergarten und Wohnen St. Josef (Gemeinde und Ennstal)
Planung: Arch. Hohensinn, Graz
Statiker: DI Acham, Voitsberg
Bauzeit: Bis 30. 11. 2020
Baufirma: Baumeister DI Röck, Ehrenhausen
Bauleitung: Ing. Andrea Brandstätter

Vorraussichtliche Kosten für den Kindergartenneubau:
Grunderwerb: 165.000 Euro
Baukosten inkl. Nebenkosten: 2,203.000 Euro
Einrichtungskosten: 170.000 Euro
Kostenpunkt gesamt:  2,538.000 Euro netto

Die Gemeinde St. Josef finanziert das Bauvorhaben mit Bedarfszuweisungen aus dem Büro von LH Hermann Schützenhöfer, einem Landeszuschuss für Kindergartenprojekte sowie einer Darlehensaufnahme.

Platz besteht für drei Kindergartengruppen,  wobei eine der Gruppen bei Bedarf als alterserweiterte Gruppe geführt werden kann, sodass auch Kinder ab 1,5 Jahren betreut werden können.

Die Beheizung erfolgt über eine Fußbodenheizung eingespeist über das Fernwärmenetz des Biomasseheizwerkes der Nahwärmegemeinschaft St. Josef

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