Beim Flanieren die Lust zum Wandern entdecken...
Ein „sagenhafter“ Spaziergang durch das Bergdorf Soboth

Die Dorfrunde ist für die ganze Familie leicht und erlebnisreich zu bewältigen.
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  • Die Dorfrunde ist für die ganze Familie leicht und erlebnisreich zu bewältigen.
  • Foto: Josef Fürbass
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Eine Wanderschuhwand, wo man seine ausgedienten „Treter“ mit einem Wunschzettel an den Nagel hängen kann, Tafeln mit Sagen aus der Region, Bänke, die Sitzgelegenheit zum Verweilen bieten. Der neue Dorfweg lädt dazu ein, den Ortskern der Soboth näher kennen zu lernen. Und zwar mit „eigenen Augen“. Start ist beim größten begehbaren Wanderschuh der Steiermark.

(jf). Das Bergdorf Soboth ist zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Jetzt im Sommer wirkt es mit dem Blumenschmuck besonders einladend auf die Gäste. Im Schatten der nächtigen alten Linden können sie manches lauschige Plätzchen zur Erholung ausfindig machen. Soboth hat sich auch als Wanderdorf etabliert. Über 80 Kilometer markierte Wanderwege stehen zur Verfügung. Die Latte wird weiter hochgelegt, der Weg zum Österreichischen Wandergütesiegel ist das erklärte Ziel. „Wir stehen in der Phase zum zertifizierten Wanderdorf“, unterstreicht Hubert Koller, ehemals Bürgermeister und nunmehriger Vizepräsident des Bundesrates, die Intention zur nächsten Qualitätsauszeichnung. „Der Dorfweg ist ein Muss-Kriterium, also haben wir ihn umgesetzt.“


Die Soboth mit anderen Augen sehen

Der Dorfweg Soboth ist entgegen dem Uhrzeigersinn angelegt. Diese Philosophie geht mit dem Leitbild des Dorfes, die eigene Perspektive zu verändern, konform. Der Dorfentwicklungsverein Soboth aktiv und der Verein Sobothage haben am Projekt maßgeblich mitgearbeitet. Hubert Koller, von dem die Idee und das Konzept stammen, sieht den Flanierweg als Einstimmung zum Wandern in der Soboth.

„Wir sind ein kleines Schöckerl im Dorf, aber etwas passiert immer.“

Hubert Koller
Vizepräsidenten des Bundesrates
und leidenschaftlicher Sobother

Wandern von einer Sage zur anderen...

Rund 900 Meter ist der Flanierweg durch das Dorf – man passiert sogar einen kleinen Wald – lang. Abends ist er beleuchtet. Entlang der Strecke macht man auch Bekanntschaft mit Sagen aus der Gegend. Die Wanderer erfahren beispielsweise, wie dem Pfarrer von Soboth die Maria erschien, wie sich ein Lumperlan zu Tode fürchtete, wie der Teufel Sobother Jäger erschreckte und wie Soboth seine Bestimmung als Wanderdorf erhielt. Auch vom Frauenloch auf der Soboth und der verzauberten Braut am Hühnerkogel wird berichtet.
Sind diese Sagen wahr, sollen sie von den Wanderern umgeschrieben werden und soll daraus vielleicht sogar ein eigenes Buch entstehen? Diese Fragen sind Gegenstand für weitere Projekte, die das Interesse am Dorfweg lebendig halten sollen, wie Koller einräumt. An manchen Brückengeländern befestigen Menschen Vorhängeschlösser in allen Variationen, an der Jakobiwand am Dorfweg Soboth können sie sich ihres alten Schuhwerks entledigen...
Zur feierlichen Eröffnung mit Musik, Banddurchschneiden sowie der anschließenden Begehung konnte Hubert Koller zahlreiche Gäste aus nah und fern begrüßen. Allen voran seinen Vorgänger, Bürgermeister a. D. Peter Kutschi und die Geschäftsführerin des TV Eibiswald-Wies, Mag. (FH) Nora Ruhri. Koller bedankte sich dabei bei allen, die zur Entstehung des Dorfweges Soboth beigetragen haben. „Viele waren bei diesem Werk dabei.“ Stellvertretend für alle seien Hannes Enzi (Zeichnungen), Edmund Enzi (Koryphäe in Sachen Holz), Friederike Niedereder (Lektorat), Margit Gollob, über deren Initiative Soboth heuer schönstes Blumendorf werden möchte, sowie die Grundbesitzer mit Familie Johann Maritschnegg (Gasthof Messner) genannt. Für die Unterstützung beim Folder und den Hinweistafeln bedankte sich Koller beim TV Eibiswald-Wies. Nora Ruhri: „Erlebniswege sind bei den Familien sehr beliebt!“

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