Eine Idee, die wärmt

Gerfried und Reinhard Burger

Dass die Weststeiermark ein fruchtbarer Boden für zukunftsorientierte Ideen und kreative Köpfe ist, beweisen Reinhard und Gerfried Burger aus Stainz-Pichling. Unter den Schlagworten „Energie sparen – innovative Wärmequellen nutzen“, erregen die beiden innovativen Steirer mit einem Heizsystem Aufmerksamkeit, das den Nerv der Zeit trifft.

Welches Produkt haben Sie entwickelt?
Reinhard und Gerfried Burger: Wir haben ein Infrarot Wärmewellenpaneel mit höchster Wirksamkeit, Energieeffizienz und Behaglichkeit entwickelt. Das Produkt wurde in Zusammenarbeit mit der TU-Graz, dem Fraunhoferinstitut, der TU-Wien erarbeitet und anlässlich der internationalen Erfindermesse in Genf als Juwel am Markt prämiert. Alle Materialien des Produkts sind umweltverträglich und teilweise ausschließlich für uns gefertigt. Die Zulieferer stammen zu 90% aus Österreich und Deutschland. Für uns ist eine nachhaltige ökologische und ökonomische Wirtschaft von höchster Bedeutung.

Seit wann beschäftigen Sie sich mit der Thematik alternative Heizsysteme?
Reinhard Burger: Mein berufliches und privates Interesse beherrscht seit nun beinahe 25 Jahren das Thema innovative Heizsysteme. Erstmals sehr intensiv befasste ich mich 1988 mit dem Thema. Damals haben wir mit der TU Laibach bereits einen Holzvergaserofen entwickelt. Später haben wir für ein renommiertes Schweizer Unternehmen umweltfreundliche Wärmesysteme, mit geringsten Emissionen und Verbrauch in Österreich eingeführt. Im Anschluss kam für mich sehr intensiv das Thema Biomasse zu tragen. Als ich von der jetzigen Entwicklung das erste Mal Wind bekommen habe, vermutete ich aufgrund der kolportieren Daten einen Scherz. Es stellte sich aber später heraus, dass das System eine epochale Entwicklung ist und Wirksamkeit, Energieeffizienz und Behaglichkeit vereint.
Gerfried Burger: Meine Erfahrungen fußen genau auf den gleichen Quellen wie die Erfahrungen meines Bruders. Ich hatte schon 1989 eine Holzvergaser Versuchsanlage bei mir installiert. Gemeinsam mit meinem Bruder haben wir Steuerungsoptimierungen und Verbesserungen am Kessel umgesetzt. Seit diesem Zeitpunkt lässt mich diese Thematik nicht mehr los.

Der Sitz Ihres Unternehmens berfindet sich in Burgenland. Ist es denkbar, ein solches Unternehmen auch in der Süd- und Weststeiermark zu etablieren?
Reinhard und Gerfried Burger: Der Standort unseres Kompetenzzentrums mit Produktion befindet sich in Unterwart. Die Antwort auf Ihre Frage ist einfach. Unser Partner und Hauptinvestor stammt aus dem Wienerwald. Unterwart war ganz einfach die geografische Mitte. Wir als Steirer hätten natürlich einen Standort in unserer Heimat bevorzugt und könnten uns das auch gut vorstellen.

Gibt es berufliche Verbindungen mit Deutschlandsberg?
Reinhard und Gerfried Burger: Ja selbstverständlich haben wir hier Partnerschaften mit Unternehmen aus unserer Heimat. Elektro Nebel aus Frauental, die Stadtwerke Köflach und Voitsberg – um nur ein paar zu nennen.

Welche Entwicklungen auf dem Sektor alternative Heizsysteme kommen Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren auf uns zu?
Reinhard und Gerfried Burger: Weit vor der Gründung unseres Unternehmens haben wir uns mit Spezialisten aus dem Bereich Bauphysik, Energiewirtschaft etc. eingehend bezüglich dieses Themas befasst. Von der TU Graz, Bereich Bauphysik, gab es dazu eine interessante Stellungnahm: „Der Wohnbau geht immer mehr in die Richtung Niedrigenergie- und Passivhaus. Aufgrund des geringen Wärmebedarfs dieser Gebäude ist das System mit den einfachen, günstigen Installationen, dem minimalen Platzbedarf und dem geringen Energieverbrauch ideal für diese Bauformen“. Weitere energiesparende Maßnahmen werden eine durch gemeinsam Steuerung optimierte Anbindung an Photovoltaik und andere lokale alternative Stromerzeugungen sowie die Kombination mit für dieses System optimierten Baumaterialien wie zum Beispiel infrarotreflektierende Innenanstriche sein. Damit können wir auch den Einsatz von umweltbelastenden Isoliermaterialen reduzieren und kommen dem Null-Energie-Haus nahe. So leisten wir unseren Beitrag, zumindest beim Thema Wohnen die Energieprobleme der Zukunft zu lösen!

Wo: Stainz, 8510 Stainz auf Karte anzeigen

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