Rund 120 Aussteller mit umfassendem Angebot
„Gartenfreuden“ auf Schloss Stainz mit tollem Besuch

Ohne Registrierung ging es nicht
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Der für Ende April geplanten Gartenschau in Perchtoldsdorf, der angestammten Veranstaltung der Organisatoren Angelika Stiotta und Andreas Rottensteiner, ging es nicht so gut, sie musste abgesagt werden. Besser dran waren die „Gartenfreuden“ auf Schloss Stainz, die am vergangenen Wochenende über die Bühne gingen. Die in Kraft getretenen Erleichterungen ließen sogar ein Wie-früher-Gefühl aufkommen. Im Innenhof und auf der Terrasse konnten die Abstände problemlos eingehalten werden. Es bestand allerdings Registrierungspflicht und in den Räumlichkeiten waren FFP2-Masken vorgeschrieben. “Wir haben den Gedanken an Corona weit von uns geschoben“, betrachteten etwa Alice und Robert Weithaler den relativ unbeschwerten Besuch als unbeschreibliches Geschenk.

Vielfalt großgeschrieben

Wie immer wurde für die „Gartenfreuden“ jeder Zentimeter des verfügbaren Schlossareals genutzt. Im Innenhof des Schlosses wechselten sich Pflanzen aller Art mit dekorativen Designstücken für Garten, Rasen, Park und kunsthandwerklichen Werkstücken ab. Nicht zu vergessen: Geachtet wurde auch auf die kulinarische Versorgung in flüssiger und fester Form. Stichwort flüssige Versorgung: Schlager-Star Silvio Samoni, die Goldene Stimme vom Wörthersee, präsentierte seine in Zusammenarbeit mit Harald Florian-Schaar kreierte Weinkollektion, die ihn künftig zu all seinen Konzerten begleitet.
Im Freien zu finden war auch die Oberinnviertler Hufeisenkunst von Günther Höllwart, der sich in seinem Kunsthandwerk gebrauchter Rohstoffe bedient. Hufeisen werden bevorzugt verwendet, aus denen er dekorative Formen wie Delphine, Tierköpfe, Drachen oder Vögel entstehen lässt. Da er auch ausgebildeter Tischler ist, fließen immer wieder Holzelemente in die Kreation ein. Aus Deutschland angereist war Christian Bestle (Gongzeit) mit seinen Klangkunstwerken und Soundskulpturen. „Der Ton wird mit dem Hammer kreiert“, verriet der Bayer aus Aschau im Chiemgau, dass seine Gongs aus Edelstahl kalt geschmiedet werden. Sie sind ein tolles Dekor und sollen beim Besitzer Ruhe und Entspannung auslösen. „Queen etwa oder Pink Floyd“, fügt er hinzu, „haben sie als Effektgerät benützt.“
In Verwendung standen auch das Refektorium mit einem umfangreichen Buch-, Porzellan- und Handarbeitsangebot und der Schlosskeller, in dem zwischen dekorativen Fässern Marmeladen, ein hochwertiges Sortiment an Feinkost, Marmeladen, Heilmitteln, Cremen und Schmuckartikeln zu finden war. Als ein Beispiel soll der Hey bee-Stand von Rebecca & Katharina aus Mödling dienen, der mit Bio-Bienenwachstüchern auf sich aufmerksam machte. „Sie sind eine echte Alternative zu Alu- und Frischhaltetüchern“, zählten die beiden die bessere Haltbarkeit, Müllvermeidung und Regionalität als Vorteile des Wachstuches auf. Außerdem: „Tücher aus Bienenwachs – etwa für Käse - hat es bereits im Mittelalter gegeben.“

Prunkraum und Freigelände

Eine Besonderheit – weil zum Angebot der Blick auf Stainz und seine Umgebung dazukam – bildete das Schlendern über die Schlossterrasse. Auch hier konnte man tief eintauchen in die Welt der Pflanzen, es fand sich aber auch Etliches an dekorativ-praktisch-kunstvollen Elementen. Als speziell kann die Hanfpflanze bezeichnet werden, die beim Grazer Stand PsychoNova zu finden war. „Sie kann bis zu drei Meter hoch werden“, betonte die Betreiberin, dass Hanf als Zierpflanze gilt, die zu den ältesten Nutzgewächsen der Menschheit (etwa zur Herstellung von Seilen) zählt. Aus Blättern, Blüten und Blütenständen können – und das kann den Umgang mit Hanf problematisch machen – Haschisch und Marihuana hergestellt werden. „Wir“, stellt der Betrieb nur erlaubte Hanfprodukte her, „lassen die Pflanzen erst gar nicht zum Blühen kommen.“
Zur Eröffnung am Freitag hatten sich auch etliche Gemeinderäte der Marktgemeinde eingefunden. „Es war schon viel zu tun“, beschrieben Angelika Stiotta und Andreas Rottensteiner die Vorbereitung als recht anstrengend. Dennoch: „Wir hätten ung‘schaut noch 15, zwanzig Aussteller gehabt, der Platz hat aber nicht gereicht.“ Den Dank seitens der Gemeinde sprach Gemeindekassier Ernst Kahr aus. „Es ist schön, dass ihr wieder da seid und dass es euch in Stainz gefällt“, hoffte er auf ein unbeschwertes Wiedersehen im kommenden Jahr.

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