In Stainz setzt man auf Sicherheit für alle Generationen

Bgm. Walter Eichmann beim steirischen Vorlesetag am Stainzer Hauptplatz.
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  • Bgm. Walter Eichmann beim steirischen Vorlesetag am Stainzer Hauptplatz.
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STAINZ. Die WOCHE Deutschlandsberg hat Bgm. Walter Eichmann zu einem Interview rund um die neuesten Aktionen in der Großgemeinde Stainz gebeten:

Herr Bürgermeister, die Großgemeinde Stainz zählt seit der Fusionierung 2015 rund 8.500 Einwohner. Was wird für die stetig wachsende, ältere Generation getan?

EICHMANN: Wir haben erst kürzlich mit der "Gesunden Gemeinde" über "Styria Vitalis" das Projekt AGIL speziell für Leute über 70 Jahre ins Leben gerufen, bei dem sämtliche Akltivitäten für Senioren zusammengefasst sind. Die Marktgemeinde Stainz leistet mit der neuen Senioren-Taxi-Card für Bürgerinnen und Bürger über 70 Jahre einen wichtigen Beitrag zur Mobilität. 40 Prozent übernimmt die Gemeinde und 10 Prozent das Taxiunternehmen Prall, sodass dem Fahrgast nur noch die Hälfte zu bezahlen bleibt. Die Abrechnung erfolgt über die Markgtemeinde Stainz. Die Senioren-Taxi-Card gilt von 7 bis 17 Uhr und ist im Bürgerservice-Büro des Marktgemeindeamtes erhältlich.

Und die Jugend?
Auch für die jungen Leute gibt es schon lange eine eigene Taxi-Card, damit sie bei ihren nächtlichen Ausflügen auch sicher wieder nach Hause kommen. Außerdem bieten die vielen Vereine eine vielfältige und sinnvolle Freizeitgestaltung.

Was tut die Marktgemeinde für Babys und Kleinkinder?
Wir sind ja hier im Kindersicheren Bezirk Deutschlandsberg. In diesem Sinne vergibt die Marktgemeinde Stainz bei den Geburten an junge Familien neben Gutscheinen auch ein Sicherheitspaket sprich mit Schalterabdeckung, Fensterriegel u.a. , um nur einige der vielen Maßnahmen zu nennen. Somit schließt sich der Kreis in puncto Sicherheit für alle Generationen.

Wie steht es mit der Kinderbetreuung?
Die neue Kinderkrippe im ehemaligen Gemeindeamt von Georgsberg bietet allen Kindern zwischen 5 Monaten und 3 Jahren eine familiäre Betreuung. Dazu kommen sechs Kindergärten in den sechs Ortsteilen sowie drei Tagesmütter. Mit dem gemeindeeigenen Kindergartenbus kommen die Kleinen sicher von A nach B.

Das schulische Angebot ist wohl auch gewachsen seit der Gemeindestrukturreform?

Natürlich, neben Volksschulen in Marhof, Rassach, Stainztal und Stainz sind außerdem die NMS und die Polytechnische Schule sowie die Landwirtschaftliche Fachschule und die Erzherzog Johann-Musikschule in Stainz angesiedelt.

Themenschwenk: Welche finalen Arbeiten stehen jetzt noch am Hauptplatz an?
Derzeit wird die Bahnhofstraße, also die Verbindung vom Bezirksgericht bis zum Bauhof, finalisiert. Die Arbeiten mit der ebenso barrierefreien Pflasterung wie am Hauptplatz sollten am 30. Juni fertiggestellt sein. Die Straße als solche wird asphaltiert.
Ab 9. Juli kommt der Teil vom Hubmann-Eck bis zum Zebrastreifen dran. Dort werden die Gehsteige ausgebessert und erhalten. Die Begegungszone wird dort also vom Hubmann-Eck bis zur Ordination von Dr. Georg Gamillscheg reichen und beim Hauptplatz bis zum Eckwirt.

Und wie funktioniert die Begegnungszone so ganz ohne Zebrastreifen?

In großen und ganzen funktioniert sie gut. Das aufeinander Rücksicht Nehmen muss sich  allerdings noch besser einpendeln, das ist ein Lernprozess.

Wo sehen die Leute Kritikpunkte am neu gestalteten Hauptplatz?
Die Baumscheiben, die noch etwas steppenhaft dürftig wirken, sind manchen ein Dorn im Auge. Aber der Dauergrünbewuchs muss noch anwachsen. Manche hegen eine Antipathie gegen dem ebenerdigen Brunnen, weil die Kinder dort spielen. Aber genau so habe ich mir das vorgestellt, schließlich ist Wasser Leben - so wie die Kinder selbst. Auch die am Hauptplatz verteilten Sessel sollen eine Dynamik in der individuellen Zusammenstellung bringen.
Die meisten Leute sind aber insgesamt postiv überrascht vom neuen Hauptplatz und genießen das großzügige Platzgefühl, das ja der Grundgedanke in der Planung gewesen ist.

Apropos Wasser: Die Angleichung des Wasserpreises und der Kanalabgabe ist  gewiss auch ein Diskussionspunkt in den Ortsteilen?
Ja, schon allein weil der Wasserpreis in der Altgemeinde Stainz und in Stallhof deutlich gestiegen ist, da wir dort zuvor das Modell einer verbrauchsabhängigen Verrechnung gehabt haben. Die anderen Ortsteile hatten Flächenberechnung oder Anschlussgebühren, da fällt die Teuerung weniger ins Gewicht. Jetzt sind eine Grundgebühr pro Wohneinheit und eine Personengebühr für alle mit Wohnsitz in Stainz Gemeldeten jährlich zu entrichten.
Mit dieser Angleichung sind die Gebühren insgesamt in der Großgemeinde jetzt zu 80 Prozent vereinheitlicht.

Warum die Umstellung?
Wir müssen kostendeckend wirtschaften können, nur dann sind auch Förderungen von Seiten das Landes und des Bundes gewährleistet. Mit diesem Modell sind wir in der Lage, mit Investitionen in den nächsten 20 bis 40 Jahren den Erhalt des Kanal- bzw. Wassernetzes ohne wesentliche weitere Erhöhungen für die Bürgerinnen und Bürger zu finanzieren.
Man muss es den Leuten eben gut erklären. Zu hoffen bleibt, dass der Wasserverbrauch jetzt nicht eklatant ansteigt, da sich der Preis ja nicht mehr nach dem Verbrauch richtet.
Da ist der Vernunftgedanke gefragt.

Ermöglicht durch:

Bgm. Walter Eichmann beim steirischen Vorlesetag am Stainzer Hauptplatz.
Der Grünbewuchs in den Baumscheiben am Stainzer Hauptplatz muss noch üppiger anwachsen, das braucht eben Zeit.
Autor:

Susanne Veronik aus Deutschlandsberg

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