Nagelneues Rüsthaus Mettersdorf spielt alle Stückeln

Das neue Rüsthaus der FF Mettersdorf entspricht den neuesten Standards für eine funktionstüchtige Wehr.
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STAINZ/METTERSDORF. Wie in eine Zeitreise versetzt fühlt man sich bei der Gegenüberstellung des alten, viel zu kleinen und in die Jahre gekommenen Rüsthauses in Mettersdorf und der nagelneuen, hochmodernen Anlage  für die Florianijünger, nur einige 100 Meter weiter. "Das alte Rüsthaus war so eng, dass wir sogar das Tanklöschfahrzeug TLF 2000, das wir 2010 neu erhalten haben, maßgeschneidert anpassen lassen mussten, damit es überhaupt in die Garage passt. Ein Hersteller in Vorarlberg hat uns diese spezielle Maßanfertigung produziert", erklärt HBI Markus Kainz zu den unzumutbar beengten Zuständen. Die Florianijünger mussten sogar durch das Kleinlöschfahrzeug (Baujahr 1983) durchsteigen, damit sie überhaupt zum Tanklöschwagen gelangen konnten, ein Verlust von wertvoller Zeit und Energie.

Gut Ding braucht Weile

Das Großprojekt, "Rüsthaus neu" ist um mehr als eine Million Euro ist jetzt endlich in die Realität umgesetzt worden. "2013/14 waren bereits erste Pläne dazu in Arbeit", erinnert sich HBI Markus Kainz. Mit der Gemeindestrukturreform 2015 kam es allerdings zu Verzögerungen. Da Mettersdorf als Katastralgemeinde von Stainztal bei der Fusionierung mit der Großgemeinde Stainz mit an Bord war, bedeutete die politische Neuausrichtung einen zeitlichen Aufschub für derartige Bauvorhaben.
Baustart war schließlich im Herbst 2016, die letzten Arbeiten sind im Februar dieses Jahres ausgeführt worden, sodass jetzt ein modernes, funktionelles und vor allem großzügiges Rüsthaus mit Flachdach und viel Platz im Innen- und Außenbereich dasteht. Das Planungs - u. Generalunternehmen bauklug GmbH aus Gleinstätten hatte die Planung und ÖBA über, die Bauausführung oblag der Baufirma Köppl-Posch aus Wies. Dank eines reibungslosen Ablaufs bei den Bautätigkeiten und kompetenten Professionisten spielt das neue, zweistöckige Rüsthaus mit Garagen und Werkstätten jetzt alle Stückeln.
"In Anbetracht der schweren Unwetter der letzten Tage und Wochen ist eine entsprechende moderne Anpassung der Infrastruktur für unsere Feuerwehren ein Gebot der Stunde. Das ist mit dem Neubau des Rüsthauses in Mettersdorf gelungen", betont Bgm. Walter Eichmann.

Richtig viel Platz

Derzeit verfügt die seit 1911 bestehende FF Mettersdorf über 45 Kameraden und auch Kameradinnen, drei junge Frauen sind mit von der Partie. Entsprechend dieser Mannschaftsgröße ist der Neubau angelegt worden. Die Nutzfläche mit Fahrzeughalle und Werkstätten umfasst jetzt 240 m², Verwaltungsgebäude mit Umkleiden, Sanitärräumen sowie Sitzungssaal betragen 350 m². Das von der Gemeinde angekaufte Grundstück umfasst rund 4.000 m². "Jetzt haben wir endlich Parkflächen, eine ordentliche Zufahrt zur Landesstraße und einen großzügigen Übungs- bzw. Festplatz", nennt Kainz einige der Vorteile.

Hell und funktionell

Schon beim Eingang im Erdgeschoss kann man in den großzügigen Kommandobereich blicken, an den sich Sanitäreinrichtungen und Mannschaftsräume schließen, natürlich alles getrenntgeschlechtlich.
Bei einem Rundgang durch den Betonbau kommt man durch zwei Fahrzeughallen mit einer Leimbinder-Oberkonstruktion, einen Abstellraum, einen Technikraum einen Heizraum, eine Werkstatt und eine Atemschutzwerkstatt, einen Kühlraum und eine kleine Veranstaltungsküche. Über eine Holzstiege geht es im Gebäudeteil aus Ziegelmassivbauweise und Vollwärmeschutz zum lichtdurchfluteten Aufenthaltsraum mit kleiner Tee-Küche und Theke. Daran schließt sich ein großer Sitzungssaal, der durch eine Glasfront die Landschaft ins Innere holt. Auch ein Jugendraum findet im oberen Geschoss Platz, wiewohl bei der FF Mettersdorf Nachwuchs dringend erforderlich ist. Neu ist auch die akustische Sirene zur Alarmierung mit Lautsprecheranlage im ganzen Objekt sowie eine Außenbeleuchtung mit Leuchtschrift.

Einweihung am Wochenende

Die Feuertaufe erlebt das neue Rüsthaus jetzt bei der Einweihung am 9. und 10. Juni. "Neben den Kameradinnen und Kameraden sind Familienangehörige, Leute aus der Bevölkerung und auch die Jugend von Mettersdorf in die Organisation und Durchführung eingebunden", bedankt sich HBI Markus Kainz, der auch als Festobmann fungiert, bereits jetzt für die vielen freiwillig geleisteten Stunden. Das Festprogramm startet am Samstag, dem 9. Juni, am Gelände des neuen Rüsthauses in Mettersdorf (Festzelt vorhanden). Dort beginnt um 17 Uhr der Bereichsfeuerwehrtag mit den Wehren aus dem Bezirk Deutschlandsberg. Feierlaune ist dann ab 20.30 Uhr angesagt beim großen Sommerfest mit dem "Trio Junge Power".
Am Sonntag beginnt um 9.30 Uhr der offizielle Festakt mit befreundeten Wehren mit einer ökumenischen Heiligen Messe mit dem römisch-katholischen Pfarrer Anton Rindler von der Pfarre Groß St. Florian und dem evangelischen Pfarrer Andreas Gerhold.
Umrahmt wird die Messe vom Singkreis Stainztal. Anschließendem findet ein Frühshoppen mit den "Edelseern" am Rüsthaus-Gelände statt, die auch das Video zum Neubau der FF Mettersdorf gesanglich mit "Ein Heldenherz" gestaltet haben, zu sehen auf der Hompage ff-mettersdorf.at
Karten für das Edlseer-Konzert gibt es bei den Mitgliedern der FF Mettersdorf und im Gasthaus Leberschuster.
Für die Unterhaltung der Kinder ist am Sonntag bestens gesorgt. (Feuerwehrauto, Hupfburg!)

Zu den Kosten

Gesamtbaukosten laut Vergabe: GR-Beschluss am 15.9.2018: 1.051.000 Euro
Förderung Landes-Feuerwehrverband Steiermark: 60.000 Euro
Bedarfszuweisung Land Steiermark: 277.500 Euro
Eigenmittel FF Mettersdorf:
60.000 Euro
Darlehen: 570.000 Euro
Eigenmittel Marktgemeinde Stainz: 83.500 Euro
Gesamt: 1.051.000 Euro
Das Gebäude ist noch nicht endabgerechnet – aber es gibt hier keine gravierenden Überschreitungen.

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