Gesundheit
Plan für Traumazentrum in Wagna sorgt für Aufregung in Deutschlandsberg

Die Frage nach der Zukunft des chirurgischen Leistungsangebotes im LKH Weststeiermark sorgt in der Region aktuell für Zündstoff.
  • Die Frage nach der Zukunft des chirurgischen Leistungsangebotes im LKH Weststeiermark sorgt in der Region aktuell für Zündstoff.
  • Foto: Stadtgemeinde Deutschlandsberg
  • hochgeladen von Martina Schweiggl

Geplantes Traumazentrum in Wagna weckt Angst vor Versorgungsabbau im Bezirk. KAGES verspricht Leistungsverbesserung.

DEUTSCHLANDSBERG/WAGNA. Einen „massiven Abbau der Versorgung“ ortete kürzlich KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler mit Blick auf das LKH Weststeiermark. Schließlich sehe der „Regionale Strukturplan Gesundheit“ (RSG) vor, dass die Unfallchirurgie und Orthopädie zur Traumatologie im LKH Südsteiermark in Wagna zusammengelegt werden soll.
„Es geht darum, dass chirurgische Leistungen, die bislang in Deutschlandsberg durchgeführt wurden, nicht mehr hier durchgeführt werden, das heißt, dass es Kürzungen bei den Leistungen gibt“, erklärt in der Folge der KPÖ-Bezirksparteivorsitzende und Deutschlandsberger Gemeinderat Walter Weiss.
Laut KPÖ-Presseaussendung sei geplant, die Unfallchirurgie am LKH in Deutschlandsberg „in absehbarer Zeit“ aufzulassen - „für die Region ein enormer Schaden“, übt Weiss Kritik an der geplanten Strukturveränderung in der Gesundheitslandschaft der Weststeiermark.

Zentren mit Spezialisten

Über eine dem medizinischen Fortschritt geschuldete Entwicklung, die – EU-weit – dazu führt, dass die Fächer „Orthopädie“ und „Unfallchirurgie“ zu einem Fach verschmelzen, spricht indes KAGES-Sprecher Reinhard Marczik. Der zunehmenden Spezialisierung werde in der Folge mit dem Projekt „Traumazentrum“ Rechnung getragen.
„Das Projekt ist gerade in Ausarbeitung“, erklärt Marczik. Aktuell geht es u.a. darum, zu definieren, welche baulichen sowie personellen Gegebenheiten es braucht, „um die Versorgung zu gewährleisten bzw. zu verbessern“.
Dem Vorwurf einer „weiteren Ausdünnung der medizinischen Versorgung“ in der Weststeiermark, hält Marczik entgegen, dass im geplanten Traumazentrum am LKH-Standort Wagna Spezialisten für die Patienten bereitstehen werden: „Und damit werden die Leistungen in der gesamten Region entsprechend des medizinischen Fortschritts modernisiert.“

Längere Transportwege

Einen weiteren Aspekt bringt FPÖ-Bezirksparteiobfrau Labg. Helga Kügerl in die aktuelle Diskussion mit ein, wenn sie eine Verlängerung der Versorgungswege für die Patienten im Bezirk Deutschlandsberg befürchtet.
Auswirkungen des Projektes „Traumazentrum“ im LKH Südsteiermark auf den Rettungsdienst sind derzeit allerdings noch keine zu bemerken, informiert Bernhard Pölzl vom Roten Kreuz Deutschlandsberg. Primäres Anfahrtsziel bei chirurgischen Notfällen sei nach wie vor das nächstgelegene Krankenhaus. „Es braucht sich niemand Sorgen zu machen, dass wertvolle Zeit auf Transportwegen verloren geht, wir sind bestens gerüstet“, beruhigt Bernhard Pölzl.

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