Tourismus
Schwanberg setzt auf eine Karte der anderen Art

Die neue Panoramakarte Schwanberg Koralm ist enthüllt.
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  • Die neue Panoramakarte Schwanberg Koralm ist enthüllt.
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Vier Ortsteile, eine Großgemeinde, eine Karte: Eine künstlerisch gestaltete Panoramakarte mit dem Prädikat "einmalig" ist gestern am Schwanberger Hauptplatz enthüllt worden.

SCHWANBERG/KORALM. Wer sich jetzt am Schwanberger Hauptplatz an der Stirnseite, also im Bereich unterhalb der Klosterkirche aufhält, sollte unbedingt einen Blick auf die nagelneue Panoramakarte in der Niesche neben dem Tourismusbüro werfen: In der Landschaft aus der Vogelperspektive sind alle vier Ortsteile, also Garanas, Gressenberg, Hollenegg und Schwanberg sowie die Koralm, zu sehen. Sogar die Windräder auf der Handalm sind eingemalt wie auch die Wetterstation auf der Koralm. Dazu gibt es einen umfassenden Überblick über sämtliche Wanderwege, Beherbergungs-, und Kulinarikmöglichkeiten und über die Ausflugsziele. Mit der einzigartigen, variablen Nummerierung auf der Karte und an der Legende daneben können diese Informationen jederzeit am aktuellsten Stand gehalten werden. Von Künstlerhand geschaffen ist diese Karte nicht nur ein optisches Erlebnis, sondern dank modernster Drucktechnik auch ein haptisches: Man kann die Pinselstriche geradezu erfühlen.
Die gefinkelten Details zu dieser außerordentlichen Arbeit wurden gestern nachmittags bei der Enthüllung erklärt: "Es war Thomas Koch vom Seewaldhof in Garanas, auf dessen Initialzündung wir diese Karte  vor gut zwei Jahren in Auftrag gegeben haben. Gut Ding braucht eben Weile", leitete Tourismusobmann Rupert Mauthner den feierlichen Akt ein.

Kunst kommt von Können

Volkmar Pötsch von poetsch brandmarketing, der mit seiner Werbeagentur maßgeblich am Gelingen dieses Kunstprojektes beteiligt war, übernahm die Moderation. Schließlich hat man mit dem international gefragten Panoramaspezialisten Heinz Vielkind aus Innsbruck in Tirol, einer der letzten Aktiven seiner Zunft, für diesen Auftrag gewinnen können. Noch vor dem ersten Schnee im Winter 2017 sind mit dem Leibnitzer Profi-Fotografen Robert Sommerauer Luftbilder entstanden, die die Region bei verschiedensten Lichtverhältnissen und aus allen möglichen Perspektiven zeigen. Aus diesem Basismaterial wurde einmal ein erster Entwurf erstellt, um in Absprache mit den Auftraggebern in penibler Detailarbeit diese Karte quasi als aufgeklappte Landschaft künstlerisch zu erarbeiten. Da Heinz Vielkind leider aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Enthüllungsfeier kommen konnte, ist Ingrid Schultus-Föger aus Innsbruck nach Schwanberg angereist, die selbst Panoramakarten in ihrem Atelier erstellt und auch bei dieser Karte für Schwanberg mitgewirkt hat.
"Die große Herausforderung liegt darin, alle Wünsche unter einen Hut zu bringen, also von der perspektivischen Darstellung bis zu den Größenverhältnissen.  Um die jeweilige Landschaft in das richtige Licht zu rücken, wird ein sanftes Streiflicht malerisch umgesetzt", erklärt Schultus-Föger. Schlussakt jedes Künstlers ist schließlich die Signatur, hier im Eck links unten.
Zur zeitlichen Aufwand ergänzt Ingrid Schultus-Föger: "Die künstlerische Umsetzung kann je nach Aufwand bis zu drei Monate in Anspruch nehmen. In einem Jahr gehen sich also nur bis zu fünf Panoramen für einen Künstler aus."

Immer am neuesten Stand: Ingrid Mocnik und Katharina Reinisch enthüllen die Panoramakarte in Schwanberg.
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Überleger - eine Knochenarbeit

Der weitere Arbeitsschritt ist die Gestaltung der sogenannten Überleger, also die Markierung der Wanderwege, Nordic-Walking-Strecken u.a. Für diese intensive Phase hat Ingrid Mocnik vom Tourismusverband sehr viel Zeit investiert. "Es war schon sehr aufwändig, den künstlerischen Gedanken mit unseren Vorstellungen und Kenntnissen über die Region zu vereinen. Aber schlussendlich ist uns in der Verfeinerung ein schönes und praktisches Werk gelungen", freut sich Mocnik, die gemeinsam mit Ramona Kolleritsch sowie mit Katharina Reinisch die Entwicklung dieses Gesamtkunstwerkes maßgeblich begleitet hat.
Ingrid Mocnik ist als Dank für diese "Knochenarbeit" auch die ehrenvolle Aufgabe zugefallen, gemeinsam mit Ramona Kolleritsch die neue Panorama-Karte zu enthüllen.

Letzter Schritt Digitalisierung

Wie geht es weiter? "Das Gemälde in den Maßen von ca 120 mal 90 cm musste nun digitalisert werden. Schließlich ist es ein riesiger Datensatz, der neuerlich zerlegt und in ein optimiertes Kartenformat gegossen werden muss. Dazu hat Druckkprofi Wolfgang Raunjak in seinem Stainzer Unternehmen Hand angelegt, um in etlichen Druckvorgängen diese Dreidimensionalität wiederzugeben", betont Volkmar Pötsch. Von Künstlerhand geschaffen ist das ohnehin schon groß dimensionierte Gemälde im XXL-Format (330 mal 170 cm) reproduziert worden und somit nicht nur ein optisches Erlebnis, sondern dank modernster 3-D-Drucktechnik auch ein haptisches:
"Mir war es wichtig, dass man diese Handwerkskunst des Heinz Vielkind auch in der fertig gedruckten Karte als solche wahrnehmen kann. Daher auch der haptische Druck, über den man die Pinselstriche geradezu erfühlen kann, sodass die Tiefenwirkung best möglich zur Geltung kommt", erklärt Raunjak zur schichtweisen Erarbeitung der Panoramakarte, die aus dem aufwendigen Druck langsam heranwächst.
Die Einzigartigkeit besteht aber auch in der variablen Nummerierung auf der Panoramakarte und in der Legende daneben. Übrigens: In praktisch faltbarem Pocket-Format wird die Karte bei allen Betrieben für die Gäste in der Region als Basisinformation zur Verfügung stehen.

Tourismus wächst

"Der Tourismus ist ein ganz großes Thema für uns, der sich gut entwickelt, wie die Nächtigungszahlen zeigen. Die Marktgemeinde Schwanberg hat in diesem Sinne gemeinsam mit dem Tourismusverband dieses Ziel zur Erstellung dieser Panoromakarte verfolgt und umgesetzt. Wir wollten eine Karte mit Seltenheitswert. Wir haben uns daher für einen langen Weg entschieden", betonte Bgm. Karl-Heinz Schuster und bedankte sich bei allen, die dabei mitgearbeitet haben.

Autor:

Susanne Veronik aus Deutschlandsberg

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