Sozialverein Schilcherland startet durch

Neuanfang für den Sozialverein Schilcherland: Der neue Obmann Franz Silly und die Geschäftsleiterin Johanna Eberhardt
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Gekennzeichnet von Aufbruchsstimmung startet der Sozialverein mit neuem Namen und frischem Elan in das Jahr 2021.

DEUTSCHLANDSBERG. Betriebsamkeit herrscht derzeit am Unteren Platz 7b in Deutschlandsberg, dem Sitz des Sozialvereines, der 2020 ein Jahr voller Turbulenzen bis hin zur Insolvenz durchgemacht hat. Nach der Schließung des Sozialvereines Deutschlandsberg Ende Dezember ist es den 15 Gemeinden im Bezirk gelungen, die Vorkommnisse aufzuarbeiten und eine Neuausrichtung des Vereines auf Schiene zu bringen. "Jetzt möchten wir unter dem Leitsatz 'gemeinsam sind wir stark' voller Elan neu durchstarten und dabei Altes hinter uns lassen und positiv in die Zukunft blicken", betont die neue Geschäftsleiterin Johanna Eberhardt aus Stainz, die gemeinsam mit den Bereichsleiterinnen Susanne Sackl, Julia Streit Putzi und Nadja Klavzer auf ein bewährtes Team in der Führungsetage setzen kann.

"Wir wollen jetzt den neuen Sozialverein Schilcherland mit mehr als 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nachhaltig in wirtschaftlich ruhiges Fahrwasser bringen. Dabei steht die bewährt professionelle Arbeit in den Bereichen Schul- und Kindergartenassistenz, Schulsozialarbeit und Streetwork im Vordergrund."

Johanna Eberhardt, Geschäftsleiterin Sozialverein Schilcherland

Der neue Vorstand

Nachdem LAbg. Bgm. Maria Skazel im Juni des Vorjahres den Sozialverein Deutschlandsberg in seiner prekären Situation als Obfrau übernommen hat und schließlich im November den Insolvenzantrag beim Landesgericht für Zivilrechtssachen eingereicht hat, kann der neue Verein jetzt bei Null beginnen.

Finanzielle Schieflage erfordert Neuausrichtung

"Wir sind der Abgeordneten Maria Skazel sehr dankbar für ihre Bemühungen und Entscheidungen, sodass wir jetzt einen Neuanfang mit geregelten Bedingungen setzen können", betont der Bgm. Franz Silly aus St. Martin im Sulmtal als neuer Vereins-Obmann seit 1. Jänner. Ihm zur Seite stehen als Obmann-Stellvertreter Bgm. Karl Michelitsch aus Pölfing Brunn und Bgm. Josef Wallner aus der Stadtgemeinde Deutschlandsberg.

"Alle 15 Gemeindem im Bezirk Deutschlandsberg stehen gemeinsam hinter dem Neustart des Sozialvereines als regionaler Träger sozialer Dienstleistungen, der mit seinen mehr als 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gerade für Kinder und Jugendliche überaus wertvolle Arbeit in unserer Region leistet. Schließlich ist der Sozialverein der erste Ansprechpartner in allen sozialen Belangen für die Bevölkerung in unserem Bezirk."

Bgm. Franz Silly, neuer Obmann im Sozialverein Schilcherland

Aus Deutschlandsberg wird Schilcherland

Mit dem Neuanfang geht auch eine neue Namensgebung einher: Aus dem Sozialverein Deutschlandsberg ist also der Sozialverein Schilcherland geworden. "Das Schilcherland steht  einprägsamer für den ganzen Bezirk, den wir mit unseren Kompetenzen betreuen", erklärt Eberhardt. Auch wenn noch nicht überall das aktuelle Logo angebracht ist, die Hompage www.schilcherland-sozial.at ist bereits nagelneu aufbereitet.

Die Stimmen der Bereicxhsleiterinnen:

 „Durch die Neugründung des Sozialverein Schilcherland ist es möglich die wertvolle Arbeit direkt an den Schulen fortzusetzen und die bestehenden und zumeist langjährigen Mitarbeiter*innen zu erhalten. Als Schulsozialarbeiter*in sind wir Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche am Lebensort Schule. Aber auch Erziehungsberechtigten und Lehrer*innen können auf das Angebot zurückgreifen und somit ist Schulsozialarbeit auch eine wichtige Schnittstelle zwischen den Zielgruppen und weiteren Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Leicht erreichbar, vertraulich, neutral und freiwillig sind  Stichworte welche unsere Arbeit beschreiben und in den Beratungen und Gruppenangeboten Berücksichtigung finden. Dabei stehen die Ziele die Persönlichkeit zu stärken und Lebenskompetenzen zu fördern im Vordergrund.“

Julia Streit-Putzi, Bereichsleitung Schulsozialarbeit

Julia Streit-Putzi, Bereichsleitung Schulsozialarbeit
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„Die Neuausrichtung des nunmehr neu benannten Trägers „Sozialverein Schilcherland“ lässt nicht nur mich und über 100 Schul- und Kindergartenassistent*innen aufatmen, auch die Schulen und Kindergärten des Bezirkes, welche auf deren wertvolle Unterstützung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen angewiesen sind, meldeten große Erleichterung über die Neuausrichtung zurück. Bei so vielen Assistenzen und Kindern ist es ein großer Vorteil, dass Schulen und Kindergärten einen Hauptträger als Ansprechpartner in allen Fragen und Anliegen haben, der die gesamte Koordination damit um einiges erleichtert. Zudem sind über 90 Prozent der Mitarbeiter*innen aus dem Bereich Assistenz in der Region Deutschlandsberg und dem „Schilcherland“ beheimatet und dankbar über einen regionalen Arbeitgeber, welcher vor allem für viele Mütter optimale Arbeitsbedingungen und -zeiten schafft. Somit kann nun gewährleistet werden, dass alle Kinder auch weiterhin von den Personen betreut werden, zu denen sie bereits eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut haben."

Bereichsleitung Schul- und Kindergartenassistenz 

Susanne Sackl, Bereichsleitung Schul- und Kindergartenassistenz
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„Unter Streetwork versteht man aufsuchende und mobile Jugendsozialarbeit, die sich an alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 14 und 26 Jahren und deren Angehörige aus dem Bezirk Deutschlandsberg richtet. Streetwork bietet vor allem Information und Beratung zu jugendrelevanten, sowie psychosozialen Themen, sowie Begleitung zu Behörden und Ämtern – und das kostenlos, freiwillig, mobil, anonym und verschwiegen. Dabei ist es für das Team der Streetworker*innen möglich, sich mit den Jugendlichen an ihren Treffpunkten und Plätzen zu treffen. Weitere Schwerpunkte von Streetwork sind Prävention und Aufklärungsarbeit zu den Themen Alkohol, Sucht, Gewalt, Demokratie, Medien und Jugendschutz. Auch hier kommen die Streetworker*innen dorthin, wo die Jugendlichen sind, also in Schule, Ausbildungsstätten, Vereine oder andere Einrichtungen. Streetwork ist also Ansprechpartner für (fast) alle Themen & unterstützt so Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem Weg. Ich bin froh, dass wir durch den Zusammenhalt aller 15 Gemeinden des Bezirkes weiterhin unsre Jugendlichen und jungen Erwachsenen und auch deren Angehörige im Bezirk unterstützen dürfen.“

Nadja Klavzer, Bereichsleitung Streetwork

Die einzelnen Bereiche

Die Schul- und Kindergartenassistenz stellt eine Unterstützung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen in einer Schulklasse oder Kindergartengruppe dar.
Der Sozialverein Deutschlandsberg übernimmt dieses Angebot im Namen aller Gemeinden des Bezirkes, nach dem stmk. Pflichtschulerhaltungsgesetz sowie dem stmk. Behindertengesetz.

Schulsozialarbeit geschieht direkt in den Schulen, Dabei steht das Team den Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten und dem Lehrerkollegium unterstützend zur Seite, um
Kinder und Jugendliche im Prozess des Erwachsenwerdens zu begleiten  und zu fördern.
Im Mittelpunkt der Schulsozialarbeit stehen vorbeugende Maßnahmen z.B. gegen Mobbing.

Streetwork versteht sich als mobile, aufsuchende, beziehungsweise nachgehende Sozialarbeit, welche direkt in der Lebenswelt der AdressatInnen ansetzt. Zur Zielgruppe von Streetwork Deutschlandsberg gehören alle Jugendlichen des Bezirkes, im Alter zwischen 12 und 26 Jahren.

Weitere Stimmen aus dem Sozialverein Schilcherland

„Ich bin sehr froh, dass es den Nachfolgeverein Sozialverein Schilcherland gibt. Ich bin dankbar, dass ich dadurch weiterhin einer Arbeit nachgehen kann, die mir sehr Spaß macht und ich diese perfekt mit meiner Familie vereinbaren kann. Durch die kurze Wegzeit kann ich mehr Stunden arbeiten, ohne das meine Kinder (9 und 7 Jahre) den ganzen Tag in Betreuung sein müssen.“

Sabrina Wolfsberger, Schul- und Kindergarten Assistentin

„Ich bin Mama von 2 Kindern (4 und 7 Jahre) und wohne direkt in Deutschlandsberg. Ich bin seit 2015 Büroangestellte des Vereins. Die Neuausrichtung durch die Bürgermeister des Bezirkes war für meine Familie und mich enorm wichtig. Die Arbeit beim Sozialverein Schilcherland hat für mich einige Vorteile: Ich habe die Möglichkeit meine Kinder zu Fuß zur Schule und in den Kindergarten zu bringen. Sollten sie in der Schule oder im Kindergarten krank werden oder etwas anderes vorfallen, bin ich in 5 Minuten vor Ort. Für mich jedoch das Wichtigste: Ich kann berufstätig sein, ohne meine Kinder am Nachmittag in Betreuung geben zu müssen. Deshalb an dieser Stelle: Vielen herzlichen Dank an alle Bürgermeister des Bezirkes, allen voran unseren neuen Vorstandsmitgliedern Obmann Silly Franz, Obmann Stellvertreter Wallner Josef und Michelitsch Karl“

Victoria Kahr, Büroangestellte

„Ein sozialer Träger im Bezirk stärkt das Gemeinwesen und als Mitarbeiterin freue ich mich, im nahen Umfeld zu meinem Lebensraum arbeiten zu können. Diese regionale Verbundenheit sorgt für hohe Motivation und Engagement. Der Verbleib der Schulsozialarbeit bei einem regionalen Träger sichert den Vorteil, dass indiviuelle Bedürfnisse der Schulen unmittelbar und in beiderseitigem Interesse auf direktem Weg wahrgenommen und die Leistungen der SSOA dementsprechend angepasst werden können.“

Marion Spieler-Freidl, Schulsozialarbeiterin

BereichsleitungJulia-Streit-PutziFoto: SozialvereinJulia Streit-Putzi: „Durch die Neugründung des Sozialverein Schilcherland ist es möglich die wertvolle Arbeit direkt an den Schulen fortzusetzen und die bestehenden und zumeist langjährigen Mitarbeiter*innen zu erhalten. Als Schulsozialarbeiter*in sind wir Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche am Lebensort Schule. Aber auch Erziehungsberechtigten und Lehrer*innen können auf das Angebot zurückgreifen und somit ist Schulsozialarbeit auch eine wichtige Schnittstelle zwischen den Zielgruppen und weiteren Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Leicht erreichbar, vertraulich, neutral und freiwillig sind  Stichworte welche unsere Arbeit beschreiben und in den Beratungen und Gruppenangeboten Berücksichtigung finden. Dabei stehen die Ziele die Persönlichkeit zu stärken und Lebenskompetenzen zu fördern im Vordergrund.“
BereichsleitungSusanne SacklFoto: SozialvereinSusanne Sackl: „Die Neuausrichtung des nunmehr neu benannten Trägers „Sozialverein Schilcherland“ lässt nicht nur mich und über 100 Schul- und Kindergartenassistent*innen aufatmen, auch die Schulen und Kindergärten des Bezirkes, welche auf deren wertvolle Unterstützung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen angewiesen sind, meldeten große Erleichterung über die Neuausrichtung zurück. Bei so vielen Assistenzen und Kindern ist es ein großer Vorteil, dass Schulen und Kindergärten einen Hauptträger als Ansprechpartner in allen Fragen und Anliegen haben, der die gesamte Koordination damit um einiges erleichtert. Zudem sind über 90 Prozent der Mitarbeiter*innen aus dem Bereich Assistenz in der Region Deutschlandsberg und dem „Schilcherland“ beheimatet und dankbar über einen regionalen Arbeitgeber, welcher vor allem für viele Mütter optimale Arbeitsbedingungen und -zeiten schafft. Somit kann nun gewährleistet werden, dass alle Kinder auch weiterhin von den Personen betreut werden, zu denen sie bereits eine vertrauensvolle Beziehung aufgebaut haben.
BereichsleitungNadja KlavzerFoto: SozialvereinNadja Klavzer: „Unter Streetwork versteht man aufsuchende und mobile Jugendsozialarbeit, die sich an alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 14 und 26 Jahren und deren Angehörige aus dem Bezirk Deutschlandsberg richtet. Streetwork bietet vor allem Information und Beratung zu jugendrelevanten, sowie psychosozialen Themen, sowie Begleitung zu Behörden und Ämtern – und das kostenlos, freiwillig, mobil, anonym und verschwiegen. Dabei ist es für das Team der Streetworker*innen möglich, sich mit den Jugendlichen an ihren Treffpunkten und Plätzen zu treffen. Weitere Schwerpunkte von Streetwork sind Prävention und Aufklärungsarbeit zu den Themen Alkohol, Sucht, Gewalt, Demokratie, Medien und Jugendschutz. Auch hier kommen die Streetworker*innen dorthin, wo die Jugendlichen sind, also in Schule, Ausbildungsstätten, Vereine oder andere Einrichtungen. Streetwork ist also Ansprechpartner für (fast) alle Themen & unterstützt so Jugendliche und junge Erwachsene auf ihrem Weg. Ich bin froh, dass wir durch den Zusammenhalt aller 15 Gemeinden des Bezirkes weiterhin unsre Jugendlichen und jungen Erwachsenen und auch deren Angehörige im Bezirk unterstützen dürfen.“


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