Sparpläne des LKH Deutschlandsberg

Dir. Franz Lienhart informiert über Sparmaßnahmen im LKH Deutschlandsberg_Foto: Hans Ast
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Wie die WOCHE bereits berichtete, stehen dem LKH Deutschlandsberg Einsparungen von über einer halben Million Euro ins Haus. „Obwohl wir bislang sparsam gewirtschaftet haben und nicht untätig waren, tun wir uns schwer, diesen Brocken zu heben“ legt Betriebsdirektor Franz Lienhart dar. Als Grund dafür verweist Lienhart u.a. auf die Tatsache, dass man mit einem hohen Fixkostenanteil konfrontiert sei, während sich die variablen Kosten eher gering zu Buche schlagen würden.

In der Folge werden nun einzelne Maßnahmen ins Auge gefasst, um das vorgegebene Ziel zu erfüllen. Ein erster Bereich, wo eingespart wird, ist der Instandhaltungsbereich. „Bis jetzt haben wir eine ,präventive Instandhaltung‘ betrieben, d.h. in vergangener Zeit wurde bereits vorausschauend in Instandhaltungsmaßnahmen investiert – diese Strategie werden wir nun verlassen“, erklärt Lienhart.
Des Weiteren sei das Fortbildungsbudget vom Sparplan betroffen: Während man bislang verstärkt auf die Fortbildung der Mitarbeiter setzte, um gewisse Standards gewährleisten zu können, „müssen wir hier in diesen schwierigen Zeiten zurückschalten. Es wird daher nur noch unbedingt notwendige Fortbildungen geben“. Daneben sei eine restriktive Personalnachbesetzung ein weiterer Weg, um einzusparen.
Eine Senkung von Ausgaben will man in nächster Zeit auch durch die Maßnahme erzielen, jeweils eine Station temporär zu sperren. „Das ist möglich, weil wir eine schwankende Inanspruchnahme der Leistungen verzeichnen. Zudem haben wir keine Fachstationen mehr, sondern interdisziplinär besetzte Stationen.“ Das heißt, dass mit dem Aufheben der Fachlichkeit auch eine Flexibilisierung der Stationsbelegung einherging. Wird eine Station temporär gesperrt, wird das dort eingesetzte Personal in anderen Stationen untergebracht. Dadurch wird es möglich, Urlaub abzubauen und eine Reduktion der Urlaubsrückstellungen – durch welche Kapital gebunden wird – zu erwirken.

Neben den genannten Punkten zur Ausgabendämpfung setzt man zugleich auf einzelne Maßnahmen, die zu einer Steigerung der Einnahmen führen.
Wurde beispielsweise bislang nur ein kleiner Teil der
Wohnungen im Personalwohnhaus an Externe vermietet, so ist diese Einschränkung nun aufgehoben worden. Überlegungen gibt es für die Zukunft auch in die Richtung, eine Parkplatzvergebührung einzuführen – so wie es diese bereits in anderen Landeskrankenhäusern gebe. Dabei handle es sich jedoch noch, so Lienhart, um „Zukunftsmusik“.

„Als hochinnovatives Haus versuchen wir, die uns vorgegebenen Ziele engagiert zu erreichen, obwohl es schwer wird, über eine halbe Million Euro einzusparen“, so der Betriebsdirektor, der die Maßnahmen allerdings auch als Herausforderung betrachtet, bestimmte Prozesse zu hinterfragen und dahingehend effizienter zu gestalten. Klar sei jedoch, dass nichts zu Lasten des Patienten geschehen dürfe. „Wir haben eine hohe Verpflichtung dem Steuerzahler gegenüber und eine noch höhere dem Patienten gegenüber“, stellt Betriebsdirektor Franz Lienhart klar.

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