Schneemassen in Liezen
Starke Unterstützung aus Deutschlandsberg

Teilweise mussten die Deutschlandsberger Feuerwehren über drei Meter hohe Schneemassen von den Dächern schaufeln.
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  • Teilweise mussten die Deutschlandsberger Feuerwehren über drei Meter hohe Schneemassen von den Dächern schaufeln.
  • Foto: BFVDL
  • hochgeladen von Simon Michl

Das Schneechaos in der Obersteiermark benötigte am Wochenende Unterstützung aus dem ganzen Bundesland. Vor allem die Weststeirer waren sofort zur Stelle und halfen tatkräftig aus: Als am Freitagnachmittag die Anforderung eines Katastrophenhilfsdienstzuges (KHD) aus Deutschlandsberg für Liezen kam, meldeten sich sofort rund 90 Kameraden aus dem Bereich zum Einsatz.

Konvoi in zwei Stunden

Mehr als überhaupt benötigt wurden, in Liezen hätte man nicht einmal so viel Platz in den Quartieren gehabt. Nur zwei Stunden nach dem Hilferuf hatte der Deutschlandsberger KHD-Kommandant Gerald Lichtenegger eine Mannschaft aus 54 Mann mit 14 Fahrzeugen von 16 Feuerwehren aufgestellt, die sich auf den Weg ins Ausseerland machte. Gefragt waren vor allem Spezialisten der Menschenrettung und Absturzsicherung, die beim Räumen von Dächern gesichert zum Einsatz kamen.

Hier kommt der KDH-Zug aus Deutschlandsberg im verschneiten Liezen an:

Aufstockung des KHD

Am Samstagmorgen wurden vor allem Dächer von öffentlichen Gebäuden in Bad Aussee, Altaussee und Grundlsee präventiv vom Schnee befreit. Gesichert wurden die Kameraden von mitgebrachten Kränen der Feuerwehren Groß St. Florian und Stainz oder von aufwändigen Seilsicherungen, die vor Ort aufgebaut wurden. Am Abend lösten eigene Deutschlandsberger Einheiten ihre Kameraden ab und der Zug wurde noch einmal aufgestockt: 68 Mann und 17 Fahrzeuge von 20 Feuerwehren aus dem Bezirk.

Lawinengefahr

Am Sonntag sollte das JUFA-Hotel in Altaussee geräumt werden – Lawinen erschwerten aber den Einsatz. Eine ging über Nacht auf die gesperrte Zufahrtsstraße ab, zwei weitere drohten tagsüber abzugehen und machten den Einsatz zu einem gefährlichen Unterfangen. Unterstützung gab es von der Teleskopmastbühne der Betriebsfeuerwehr Sappi Gratkorn, welche auf der Anfahrt selbst in einem Lawinenstrich hängen blieb und nur mit Hilfe des LKW-Krans aus Groß St. Florian zum Einsatzort vorrücken konnte. Dort lag über drei Meter Schnee auf den Gebäuden, das bereits Risse bildete. Die Dächer mussten also unbedingt geräumt werden, da auch noch weiterer Schneefall angesagt war.

Während der Großteil der Mannschaft das JUFA Altaussee räumte, waren 16 Helfer mit vier Fahrzeugen aus dem Raum Stainz zur Unterstützung in Altaussee. Nach dem Abgang einer weiteren Lawine und die Zufahrtsstraße musste auch diese wieder geräumt werden. Die Straße wurde ausschließlich für die Zu- und Abfahrt der Deutschlandsberger KDH-Einheit freigegeben, nach dem Einsatz wurde ein behördliches Aufenthalts- und Betretungsverbot ausgesprochen. Nach einem persönlichen Dank des Altausseer Bürgermeisters trat der gesamte Zug am Sonntagabend geschlossen die Heimreise an.

Dank an alle Einsatzkräfte

Alle eingesetzten Katastrophenhilfsdienstkräfte aus dem Bereichsfeuerwehrverband Deutschlandsberg bedanken sich für die kameradschaftliche Aufnahme und die exzellente Versorgung im Ausseerland und wünschen den Betroffenen alles Gute. Auch die Einsatzbereitschaft der Deutschlandsberger Kameraden, die körperlich an ihre Grenzen gingen, kann man in diesen Tagen nicht hoch genug einschätzen.

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