Der alte Brauch lebt
Weihfeuertragen in Stainz

Großer Ansturm beim Weihfeuerholen
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Ungebrochener Beliebtheit erfreute sich am vergangenen Samstagmorgen das Weihfeuerholen, zu dem sich ein großer Pulk an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor der Pfarrkirche eingefunden hatte. „Das mache ich schon seit einigen Jahren“, verriet Nadine (11), die auch als Ministrantin tätig ist, dass sie Verwandten und Nachbarn das gesegnete Feuer bringt.
Punkt 7 Uhr trat Pfarrer Franz Neumüller auf den Plan. „Was sagt ihr in den Häusern“, fragte er die Kinder. Das „Frohe Ostern“ als Antwort war ihm zu wenig, er wollte von der Auferstehung von Jesus als Botschaft hören. „Er blieb nicht tot“, wünschte er, dass der legendige Christus in den Häusern und Wohnungen zugegen sei. Nach einem Gebet segnete er das Feuer in Form der glühenden Kohlen und entzündete aus diesem Feuer eine Osterkerze. Das gemeinsame Vater unser und der Segen für alle Anwesenden beschloss die kurze Feier. Der Weg war damit frei für die Kinder, sich von den Messnern Fritz Lienhart und Johann Lienhart glühende Holzstücke in die bereitgehaltenen Dosen geben zu lassen.
Das Weihfeuertragen ist ein alter katholischer Brauch. Die Flamme – früher in das offene Feuer des Herdes gegeben – sollte für eine permanente Flamme der Frömmigkeit im Haus sorgen. Geholt haben das Feuer schon immer die Kinder. Gespeist wird das Feuer aus Baumschwämmen und angemodertem Holz. „Meine Großeltern haben mir geholfen“, war Florian (6) schon vor einigen Wochen im Wald, um die Schwammerl trocken zu bekommen.

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