100 Prozent, null Wahlkampf: Harmonischer Parteitag der ÖVP Deutschlandsberg

Der wiedergewählte Stadtparteiobmann Jürgen Kovacic und sein ÖVP-Team mit Werner Amon und anderen Ehrengästen.
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  • Der wiedergewählte Stadtparteiobmann Jürgen Kovacic und sein ÖVP-Team mit Werner Amon und anderen Ehrengästen.
  • hochgeladen von Simon Michl

Eigentlich war das Wetter am Freitagabend viel zu schön, um einen Stadtparteitag abzuhalten. Meinte auch ÖVP-Generalsekretär und Bezirksparteiobmann Werner Amon, der es sich als Ehrengast der Deutschlandsberger Volkspartei nicht nehmen ließ, in seinem Referat die aktuelle politische Lage anzusprechen. Als Location hatte man mit dem Atrium in Deutschlandsberg jedoch eine entspannte Atmosphäre ausgewählt, in der Stadtparteiobmann Jürgen Kovacic zum zweiten Deutschlandsberger VP-Parteitag seit der Fusion lud. "Unsere Mühen seit der Zusammenlegung waren nicht umsonst", meinte er. "Bei der letzten Gemeinderatswahl war es jedoch unmöglich dazu zu gewinnen, zu groß war der Frust in den Berggemeinden und Bad Gams." Bis 2020 will Kovacic mit neuen Strukturen und Events die Bürger ansprechen: Der City Talk ist bereits etabliert, ab Sommer soll es Stammtische in allen Ortsteilen geben. Für die Zukunft forderte der Deutschlandsberger Vizebürgermeister eine leistungsstarke Verkehrsanbindung zum neuen Bahnhof Weststeiermark, die Zusammenfassung der Schulsprengel sowie eine AHS-Unterstufe in Deutschlandsberg. Die Zusammenarbeit mit dem Regierungspartner lobte Kovacic ausdrücklich: "Mit der SPÖ wird alles vorher besprochen, das ist nicht in jeder Gemeinde selbstverständlich."

Mit Koalitionspartner weiterarbeiten

Während die Stimmen für die Wahl des Stadtparteiobmanns gezählt wurden, übernahm Amon den Vorsitz: "Bei den meisten Parteitagen rede ich viel länger, als die Auszählung dauert." Es sollte auch in Deutschlandsberg nicht anders sein, gab es doch durch die Personalwechsel in der Bundes-VP ein besonderes Gesprächsthema. Amon befürwortete - wenig überraschend - Sebastian Kurz als Spitzenkandidat für die Neuwahlen im Herbst, ließ aber keine Schuldzuweisungen fürs Scheitern der Großen Koalition vom Stapel. "Leider war keine faire Reformpartnerschaft wie in der Steiermark möglich", so Amon. "Es war schwierig eine gemeinsame Linie zu finden, weil es sehr unterschiedliche Zugänge zur Integration und Sicherheit gab." Bei Flüchtlingsfragen besteht Amon weiterhin auf internationale Programme, den Aufschwung am österreichischen Arbeitsmarkt führte er auf das Wirtschaftswachstum zurück. Er kritisierte auch die Radikalisierung der Kommunikation durch soziale Medien, wo Spitzenpolitiker sich mit Anfeindungen auseinander setzen müssen. "Ich hoffe daher auch auf einen kurzen Wahlkampf, damit wir bis dorthin eine gute Arbeit mit dem Koalitionspartner machen können", so Amon.

"Kommunistischer" Kovacic

Letztendlich konnte der Bezirksparteiobmann Kovacic als Stadtparteiobmann verkünden, der mit 100 Prozent wiedergewählt wurde. "Ein kommunistisches Ergebnis", dankte dieser süffisant. "Ich kann aber nicht 100 Prozent richtig machen, dafür brauche ich meine Mitglieder", so Kovacic, der von folgenden Personen unterstützt wird:
Stellvertreter: Christian Neukirchner, Gerhard Reinisch, Markus Pongratz, Peter Bainschab, Renate Kappel, Thomas Krammer
Kassier: Christoph Scherling, Stellvertreterin: Carina Gartner
Schriftführer: Leo Strobl
Organisationsreferenten: Johann Leitinger, Fritz Kappel, Manfred Fink
weitere Mitglieder des Vorstands: Klaus Rojko, Karl Zmugg, Alois Kiegerl
Umweltreferent: Markus Pongratz
Politische Referentin: Maria Luise Berrell-Rohrmoser
Rechnungsprüfer: Johann Rotschädl, Josef Reiterer
Beirat: Anton Hering, Florian Jauk, Josef Kleinhappl, Bernd Köck, Hannes Piantschitsch, Lia Piantschitsch, Manfred Silly, Karl Mitteregger

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