Arbeiterkammer im Wahlkampffieber

Landesgeschäftsführer Steirischer ÖAAB,
Fraktionsvorsitzender ÖAAB-FCG-AK und Wahlkampfleiter Günther Ruprecht, Spitzenkandidat Franz Gosch und Markus Habisch, Mitglied im Bezirksvorstand der VP Deutschlandsberg und Ortsparteiobmann der ÖVP Frauental
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    Fraktionsvorsitzender ÖAAB-FCG-AK und Wahlkampfleiter Günther Ruprecht, Spitzenkandidat Franz Gosch und Markus Habisch, Mitglied im Bezirksvorstand der VP Deutschlandsberg und Ortsparteiobmann der ÖVP Frauental
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FCG-Spitzenkandidat Franz Gosch war im Vorfeld zur Arbeiterkammer-Wahl auf Stipp-Visite bei diversen Betrieben im Bezirk Deutschlandsberg.

DEUTSCHLANDSBERG. "So geht Kammer", mit diesem Slogan geht derzeit FCG-Spitzenkandidat Franz Gosch, gleichzeitig Vize-Präsident der Arbeiterkammer, im Vorfeld der Arbeiterkammer-Wahl von 28. März bis 10. April auf Bezirkstour quer durch die Steiermark. 250 Betriebe stehen da auf dem Plan.
Mit Franz Gosch hat die ÖAAB-FCG-Fraktion einstimmig ihren AK-Vizepräsidenten und Obmann der Pendlerinitiative zum steirischen Spitzenkandidaten nominiert. "Für mich ist die AK-Wahl 2019 bereits die fünfte Kandidatur als Spitzenkandidat der „ÖAAB-FCG Liste. Außerdem bin ich seit mehr als 30 Jahren Gewerkschafter. Jetzt wollen wir diese Arbeiterkammer stärken und mit innovtiven Ideen modernisieren, deshalb auch unser Motto 'So geht Kammer'", betont Franz Gosch.

Unterwegs im Bezirk

Kürzlich war der Christgewerkschafter auch im Bezirk Deutschlandsberg unterwegs. Von der Straßenmeisterei in der Stadtgemeinde und der Raiffeisenbank Schilcherland eGen über den Sozialverein und die Post in Deutschlandsberg bis hin zu Sorger und Schinken Wurtstverarbeitung reichte sein Pensum. Den Abschluss des Tages bildeten das LKH Weststeiermark sowie diverse Betriebe in Stainz.
Wir besuchen dabei nicht die Führungskräfte sondern die Arbeiter und Angestellten", stellte Gosch dazu klar.

Pendler im Fokus

Im Bezirk Deutschlandsberg sind mit Stand November 2018 25.390 unselbstständig Beschäftige verzeichnet. Nur in drei Regionen in der Steiermark ist eine Beschäftigungszunahme zu vermerken, dazu gehört Deutschlandsberg. Dabei liegt die Arbeitslosigkeit unter dem Landesdurchschnitt. Das durchschnittliche Bruttoeinkommen ist das dritthöchste im Land. "Der Anteil der Pendler ist mit 65% im Bezirk Deutschlandsberg ein sehr hoher", betont der Pendlervertreter. Ziel ist es, die Pendlerförferung im Zuge der nächsten Steuerreform zu verbessern, nämlich mit einer kilometergenauen Pendlerförderung mit 25 Cent pro Kilometer hochgerechnet auf die Arbeitstage im Jahr.
"Außerdem ist es unsere Ziel, dass das 13. und 14. Gehalt steuerfrei ist", nennt Gosch eine weitere Entlastung für Arbeitnehmer, die somit künftig nicht mehr durch die kalte Progression aufgefressen werden könnte.

Bildung ist Trumpf

Zu den Innovationen für die Arbeiterkammer gehört die Verbesserung des Bildungsscheks mit derzeit 60 Euro für zwei Semester. Gosch: "Wir wollen einen Bildungsschek der insgesamt im Jahr 200 Euro ausmacht und nicht nur in der Volkshochschule gültig ist."
Somit soll der Bildungsscheck auch für Lerninstitute in Anspruch genommen werden können, damit auch die Kinder der Arbeiterkammermitglieder davon profitieren können.
"Außerdem wollen wir einen Anreiz für die Lehre schaffen, nämlich mit einem Lehrlingsbonus, dem sogenennaten "Lehrlings-Tausender" für erfolgreich bestandene Lehrabschlussprüfungen", ergänzt Gosch.
Nach Tiroler Vorbild soll ein Härtefonds für in Not geratene Arbeitnehmerinnen eingerichtet werden, die über die Arbeiterkammer einen einmaligen Zuschuss bekommen, um Nöte und Sorgen lindern zu können. Außerdem strebt Gosch die Anrechnung der vollen Karenzzeit auf gesetzlicher Basis an, ein Vorhaben das auch in Reichweite ist.

Die Vignete bewährt sich

Die FCG hat eine Kampagne unter dem Totel "Road Pricing, nein Danke" gestartet, um der kilometerabhängige Autobahnmaut, wie sie derzeit im europäischen Parlament vorgestellt wird, entgegenzusteuern. "Dazu haben wir schon eine Unterschriftenaktion gestartet. Ich persönlich habe im Namen der Pendlerinitiative Österreich eine Petition eingebracht, die derzeit im Petitionsauschuss liegt. Dazu habe ich auch mit den politischen Vertretern in der EU Kontakt aufgenommen, um hier Unterstützung zu erhalten und uns auf internationaler Ebene zu treffen", so Gosch.
Auch der arbeitsfreie Karfreitag für alle gehört zu den Vorhaben. „Ich glaube, dass die Wirtschaft das verkraften kann. Wir haben hier die Unterstützung aus den Belegschaften“, so Gosch.
Insgesamt wollen wir, dass die Arbeiterkammer ein Kompetenzzentrum für Digitalisierung im Sinne der Arbeitnehmerschaft wird", ergänzt Gosch, dass der technische Fortschritt in der Digitalisierung auch zu einem sozialen Fortschritt mit Forschung und Bildung als Begleitung in dieses nächste technologische Zeitalter werden soll.

Mehr als 20 Prozent

Das Wahlziel? "Wir haben das letzte Mal zwar verloren und dabei nur 17,1 Prozent geschafft. Dabei sind wir unter unserem Wert geschlagen worden. Das Wahlziel liegt also bei deutlich mehr als 20 Prozent", so Franz Gosch.
Mager war bei der letzten AK-Wahl 2015 auch die Wahlbeteiligung von nur 37,8 Prozent.
Rund 420.000 Steirerinnen und Steirer sind bei der kommenden Wahl der Arbeiterkammer wahlberechtigt.

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