EU-Wahl 2019
Eine klare Nummer eins im Bezirk Deutschlandsberg

In 14 von 15 Gemeinden holte die ÖVP eine klare Mehrheit, nur in Frauental gab es eine relative SPÖ-Mehrheit.
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  • In 14 von 15 Gemeinden holte die ÖVP eine klare Mehrheit, nur in Frauental gab es eine relative SPÖ-Mehrheit.
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Die EU-Parlamentswahlen in den 15 Gemeinden des Bezirks Deutschlandsberg sind eine klare Angelegenheit.

BEZIRK DEUTSCHLANDSBERG. Das Ergebnis der EU-Wahl ist in Deutschlandsberg noch einmal deutlicher als auf Bundesebene. Die ÖVP ist hier der noch deutlichere Wahlsieger und geht damit fast in Einklang mit dem Steiermark-Ergebnis. Nur der Abstand zwischen SPÖ und FPÖ ist bei uns im Bezirk viel klarer.

Wahlsieger ÖVP

Ohne die noch ausstehenden Wahlkarten erreicht die ÖVP 39,2 %, ein deutliches Plus von über 10 %. Dahinter kommt – wenn auch mit sehr großem Abstand – die FPÖ: 25,0 % und damit trotz Ibiza-Affäre "nur" ein geringes Minus. Mehr verliert die SPÖ, die sogar unter 20 % liegt. Die Grünen sowie die NEOS liegen weit hinter ihrem überraschenden Bundesergebnis. Für KPÖ und Europa Jetzt bleiben nur vereinzelte Stimmen übrig, beide schaffen nicht einmal 1 %.

ÖVP legt fast überall zu

Auch in den einzelnen Gemeinden liegt fast überall die ÖVP vorne. 14 von 15 Deutschlandsberger Gemeinden haben türkis gewählt, einzig in Frauental hat die SPÖ mit 33,5 % knapp die Nase vorne. Aber auch hier konnte die Volkspartei um 9,4 % zulegen. Die größten Zugewinne erreichte sie in Lannach (+17,6), St. Josef (+14,9), Preding (+12,2), St. Martin (12,2) und Wettmannstätten (+11,5). Nur in St. Peter (wo die SPÖ (+1,2) das einzige Plus machte) verlor die ÖVP Stimmen (-3,1) – allerdings gibt es dort mit 48,0 % auch das bezirksweit zweitbeste Ergebnis. Mehr holte Türkis nur in St. Martin (48,5).

SPÖ verliert weiter

Frauental war damit natürlich das beste SPÖ-Ergebnis, ansonsten kam man nirgendwo ran an den großen Wahlsieger. Das zweitbeste rote Ergebnis lieferte Pölfing-Brunn, das so ausgeglichen wie keine andere Gemeinde wählte: 33,9 % für ÖVP, dahinter schon FPÖ mit 29,5 % und SPÖ mit 26,4%. Am dunkelsten sieht es für die SPÖ in Wettmannstätten (14,4), Stainz (13,8), St. Peter (13,5) und St. Stefan (13,0) aus – noch schlechter als bei der letzten Nationalratswahl.

FPÖ bleibt fast stabil

Wie auch bei der NR-Wahl 2017 holte die FPÖ im Süden des Bezirks die meisten Stimmen: 29,5 % in Pölfing-Brunn, 29,2 % in Wies, 29,3 % in Eibiswald, 26,5 % in St. Peter sowie in Schwanberg. Dazu kommen 28,2 % in St. Stefan und 27,2 % in Wettmannstätten. In Wies (+2,0), St. Peter (+1,2) und St. Stefan (+0,2) gewannen die Freiheitlichen sogar dazu, die größten Abstrafen gab es in St. Josef (-7,7) und Lannach (-7,5).

Grüne vor NEOS

Die Grünen erreichten überraschend in St. Josef (12,2) ihr bestes Ergebnis, noch vor Stainz (11,9) und Deutschlandsberg (11,2). Die NEOS konnten nur in Pölfing-Brunn und St. Martin die Grünen schlagen. Das beste pinke Ergebnis lieferte Lannach mit 9,1 %. Die Ein-Prozent-Hürde schafften KPÖ nur in Preding und Deutschlandsberg bzw. die Liste Europa Jetzt in St. Josef und Wies.

Alle Wahlergebnisse

Die Ergebnisse aller Gemeinden im Detail sehen Sie in unserer interaktiven Grafik.

Steigende Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung liegt mit 45,8 % bereits über den abgegebenen Stimmen von 2014 (40,6 %). Dazu dürften noch einmal rund 10 % von den Wahlkarten kommen, wenn die ausgezählt sind, gibt es auch das endgültige Endergebnis. Wie auch 2017 haben die Einwohner in St. Josef – relativ – am fleißigsten gewählt: 56,3 % Wahlbeteiligung. Am niedrigsten war diese im ausgeglichenen Pölfing-Brunn (40,3 %).

Mehr zum Thema
>> EU-Wahlergebnis Steiermark
>> Themenseite zur EU-Wahl

In 14 von 15 Gemeinden holte die ÖVP eine klare Mehrheit, nur in Frauental gab es eine relative SPÖ-Mehrheit.
Eindeutig: Das Ergebnis im Bezirk Deutschlandsberg ohne Wahlkarten
Autor:

Simon Michl aus Deutschlandsberg

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