Equal Pay Day 2021
SPÖ Frauen für gerechte Lohnaufteilung

Plakataktion der SPÖ Frauen in Deutschlandsberg zum Equal Pay Day
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  • Plakataktion der SPÖ Frauen in Deutschlandsberg zum Equal Pay Day
  • Foto: Barbara Spiz
  • hochgeladen von Susanne Veronik

Der Equal Pay Day ist jener Tag, ab dem Frauen statistisch gesehen den Rest des Jahres gratis arbeiten – ist heuer in der Steiermark der 20. Oktober. Demnach verdienen Frauen in der Steiermark für die gleiche Arbeit im Schnitt um 19,8 Prozent weniger als Männer. Die Gehaltsschere klafft immer noch weit auseinander.

BEZIRK DEUTSCHLANDSBERG. Im Bezirk Deutschlandsberg war der Equal Pay Day bereits am 14. Oktober. Der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen ist noch eklatanter. Frauen verdienen im Durchschnitt um 21,6% (das sind  11.149 Euro) weniger als Männer. Das sind 79 Tage unbezahlte Arbeit für Frauen im Jahr 2021. Mit Verteilaktionen und einer Plakatstraße haben die SPÖ Frauen auch im Bezirk Deutschlandsberg  auf diesen Unterschied aufmerksam gemacht. Wie notwendig solche Aktionen sind, zeigt sich im Vergleich zu 2020: die „Lohnschere“ konnte immerhin um 0,84% geschlossen werden.

Gehaltsschere driftet auseinander

"Frauen haben das Recht auf ein Gehalt, von dem sie leben können. Dafür müssen in Branchen wie z.B. dem Handel, dem Tourismus und der Pflege die Gehälter steigen", betont Stv. Regionalfrauenvorsitzende und Stadträtin Barbra Spiz und führt weiter aus: "Es darf nicht sein, dass Berufe mit hohem Frauenanteil fast automatisch niedriger bezahlt werden. Wir brauchen eine Neubewertung der Arbeit. Wer sich zur Pflegekraft umschulen lässt soll, genauso wie PolizeischülerInnen, 1700 Euro zur Finanzierung des Lebensunterhaltes bekommen."
Anstatt Maßnahmen zu setzen, um die Gehaltsschere zu schließen, macht laut SPÖ Frauen die Bundesregierung mit ihrer aktuellen Steuerreform genau das Gegenteil.

„Die türkisgrüne Steuerreform benachteiligt Frauen! Statt Ungerechtigkeiten und Einkommensunterschieden zwischen Männern und Frauen endlich gegenzusteuern, werden diese spürbar verschärft. Männer bekommen mehr als doppelt so viel wie Frauen, weil die höheren Steuerstufen (2,3) am stärksten entlastet werden und der volle Familienbonus von 2000 Euro nur bei hohem Einkommen ausgeschöpft werden kann. Gender-Budgeting, ein verfassungsrechtlicher Grundsatz wonach im Budget die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern anzustreben ist, wird mit Füßen getreten."
SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Bundesrätin Elisabeth Grossmann.

Wie aus den Chatprotokollen zwischen Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz und Thomas Schmid bekannt wurde, sind auch 1,2 Milliarden Euro für den Ausbau von ganztägiger Kinderbetreuung verhindert worden. „Wir wollen diese 1,2 Mrd. zurück, denn fehlende und teure Betreuungsplätze sind oft schuld daran, dass Frauen nicht vollzeitbeschäftigt sein können“, so Stv. Regionalfrauenvorsitzende, Stadträtin Barbara Spiz
 
 

Die SPÖ-Frauen Steiermark fordern:

  • Höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in Berufen und Branchen mit hohem Frauenanteil
  • Eine Steuerreform von der auch Frauen profitieren
  • Lohnunterschiede aufgrund des Geschlechts per Gesetz verbieten und bei Nichteinhaltung sanktionieren
  • 50/50“ bei Familienarbeit und Karenzzeiten ermöglichen (z.B. durch eine Arbeitszeitverkürzung für alle und ein Karenzmodel das die Väterkarenz stärker fördert)
  • 1700 Euro Mindestlohn auf Vollzeitbasis
  • 1,2 Milliarden für den Ausbau der Kinderbetreuung

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