Soboth und Freiländer Alm
Wo genau bald neue Windräder stehen könnten

Die Windräder auf der Freiländer Alm könnten in den nächsten Jahren mehr werden.
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  • Die Windräder auf der Freiländer Alm könnten in den nächsten Jahren mehr werden.
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Geht es nach dem Land, entstehen auf der Koralpe demnächst neue Windkraftanlagen. Die WOCHE zeigt, wo genau die Windräder stehen könnten – und wo sie nicht stehen dürfen.

DEUTSCHLANDSBERG/EIBISWALD. Auf der Koralpe wurde vor zwei Jahren das 100. Windrad der Steiermark eröffnet, mehr stehen nur in Niederösterreich und Burgenland. In den nächsten Jahren könnten aber 80 weitere Windkraftanlagen dazu kommen. Das ermöglicht eine Verordnung der Steirischen Landesregierung. Acht neue Vorrangzonen sollen demnächst beschlossen werden, darunter zwei im Bezirk Deutschlandsberg. Das bedeutet: Dort ist die Errichtung von Windkraftanlagen vorgesehen, allerdings nur nach einer Umweltverträglichkeitsprüfung. Auch Schutzhütten und Weitwanderwege dürfen nicht beeinträchtigt werden.

Auf der Freiländer Alm, auf der Handalm und auf der Soboth können weitere Windräder gebaut werden.
  • Auf der Freiländer Alm, auf der Handalm und auf der Soboth können weitere Windräder gebaut werden.
  • Foto: (C) Land Steiermark // GIS-Steiermark (R)
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Neue Zone auf der Soboth

Mit der Freiländer Alm, der Handalm und der Soboth gibt es nun drei solcher Vorrangzonen auf der Koralpe. Brisant ist dabei vor allem die Soboth, die als Vorrangzone vollkommen neu aufscheint. Windmessungen werden dort schon seit mehr als einem Jahr durchgeführt. Auf 490 Hektar könnten auf gut 1.200 Höhenmetern neun bis 13 Windräder entstehen – das hält Eibiswalds Bgm. Andreas Thürschweller realistisch. Er stehe erneuerbaren Energien grundsätzlich offen gegenüber, aber "mit Bedacht um die Natur". Er würde lieber bestehende Anlagen ausreizen, bevor neue geplant werden.

Hier könnten auf der Soboth Windräder gebaut werden – links unten beginnt der Stausee.
  • Hier könnten auf der Soboth Windräder gebaut werden – links unten beginnt der Stausee.
  • Foto: (C) Land Steiermark // GIS-Steiermark (R)
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Wie auf der Freiländer Alm: auf 570 Hektar stehen dort derzeit vier Windräder. Bisher auf einer Eignungszone, diese wird nun auch in eine Vorrangzone umgewandelt. Die Zone reicht von Kloster (Deutschlandsberg) bis nach Pack und Modriach (Bezirk Voitsberg).

Windkraft statt Tourismus?

Ein entscheidender Unterschied: Bei Vorrangzonen liegt die Genehmigung eines Projekts – im Gegensatz zu Eignungszonen – nicht bei der betroffenen Gemeinde. Außerdem darf 1.000 Meter um die Grenzen der Vorrangzonen kein Bauland ausgewiesen werden, das mit der Windenergie unvereinbar ist. Auf der Soboth wäre davon der Stausee betroffen. Das hat die Marktgemeinde Eibiswald beim Land Steiermark beeinsprucht. "Unsere Bürger haben sich für einen Ausbau der touristischen Maßnahmen um den Stausse ausgesprochen. Es wäre schade drum", sagt Thürschweller.
Negative Auswirkungen auf die Umwelt könnten bei beiden Projekten nicht ausgeschlossen, durch Ausgleichsmaßnahmen aber kompensiert werden, heißt es im Entwicklungsprogramm Windenergie des Landes. Unverträgliche Auswirkungen seien ausgeschlossen.


Keine Erweiterungen

Auf der Freiländer Alm befinden sich auch zwei Ausschlusszonen, in denen keine Windräder gebaut werden dürfen. Weitere Ausschlusszonen gibt es am Stoffkogel (Osterwitz) sowie rund um den Loskogel und Glitzfelsen (Garanas).
Die Vorrangzone Handalm bleibt unverändert. Hier stehen bereits 13 Windräder auf einer Länge von vier Kilometern, dort ist wohl keine Erweiterung möglich.

Umweltschutz, Bauarbeiten und mehr: Alles zum Windpark Handalm

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