„StainZeit“-Mittwoch als vierteiliger Zyklus
Krimi, Kitsch und Kabarett mit Günter Neuwirth

Günter Neuwirth hatte Kitsch, Krimi und Kabarett im Gepäck
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  • hochgeladen von Gerhard Langmann

„Wir sollten uns von Kultur nicht abhalten lassen“, kündigte Frontmann Peter Nöhrer in seiner Begrüßung die „StainZeit“-Serie mit dem Auftakt mit dem Wahl-Stainzer Günter Neuwirth (53) und seinem einprägsamen Motto Krimi, Kitsch und Kabarett an.
„Ich wollte ein bisschen meine Zuschreibung ändern“, schmunzelte der Autor, dass er für das Motto wohl keinen Nobelpreis bekommen werde. Derart motiviert kramte er in seinen kabarettistischen Unterlagen und machte auch nicht vor bekannten Politikern halt. Ein Hofer, der gegen den Ausländerrum moniert? Eine Rendi-Wagner mit rotunterlaufenen Augen? Und ein Kurz, der sich für die Schließung einer Ameisenstraße von Südost nach Nordwest stark macht? Da hilft tatsächlich nur ein Schluck aus der Rumflasche.
Der Ausflug mit „Tatort Hofburg“ in das vertraute Krimi-Genre offenbarte die Wiener Herkunft des Wahl-Stainzers. Antonia Kniepeiss, schwergewichtige Ermittlerin, war in typischer Hauptstadtmanier dem Chaiselongue-Mörder auf der Spur. Fünf Stiche mit einem Fleischermesser aus dem Jahr 1837? Recht bald – auch ohne Hilfe des Assistenten Werner Muhr – ortete die Grantlerin den Täter: Rudolf Peterka, der aus Eifersucht zustach.
„Für 2020 habe ich mir eine Pause auferlegt“, gestand Günter Neuwirth nach der Pause, von Corona nicht dramatisch betroffen zu sein. Seit dem allgemeinen Stillstand arbeitete er an einem neuen Buch, das von seinem Verlag im März 2021 vorgestellt wird. „Es geht um das Experiment eines historischen Krimis“, verriet er den Titel „Dampfer ab Triest“.
Zu guter Letzt (vor den Zugaben) gab Günter Neuwirth dem Kitsch Raum, den er für einen Online-Verlag in Glossenform verfasst hatte. Ingomer R. Gscheiterl, einen Mittelschulprofessor mit unangepassten Vortragsmethoden, ließ er in die beamtete Frühpension versinken und stinknormale Hundstrümmerl stilisierte er als Ziel der Weltgeschichte hoch. Alles andere als Kitsch: das Stop F1A-Volksbegehren, das den Klimawandel ebenso kritisch unter die Lupe nahm wie die Kreisfahrer in der Formel 1. Historisches Resultat: 631 Befürworter und 4,8 Hasspostings.

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