Unterliga West
80 Minuten Anrennen, 10 Minuten Zittern: Schwanberg schafft Klassenerhalt

St. Veits notgedrungener Ersatztormann Pressnitz greift daneben, Christopher Townsley kann zum 2:2 einköpfeln: Da war der Weg zum Klassenerhalt für Schwanberg wieder geebnet.
  • St. Veits notgedrungener Ersatztormann Pressnitz greift daneben, Christopher Townsley kann zum 2:2 einköpfeln: Da war der Weg zum Klassenerhalt für Schwanberg wieder geebnet.
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Mit einem Punkt Rückstand auf den Vorletzten Kaindorf stand Schwanberg vorm letzten Spieltag der Unterliga mit dem Rücken zur Wand. Und die Verunsicherung war im Spiel der Schwanberger gegen St. Veit auch zu spüren: Die Gäste waren bereits gerettet und überließen den Schwanbergern die meiste Zeit den Ball, in der ersten Hälfte kamen aber nicht viel mehr als lange Bälle und Standards dabei heraus. Wobei die Schwanberger ein klares Chancenplus hatten. Alleine Hans Jörg Gosch hatte drei Tore am Fuß, es trafen aber die Südsteirer und das mit kräftiger Mithilfe. Jan Martin Adamer nutzte ein Missverständnis in der Schwanberger Abwehr zum 0:1 (21.). Für kurze Zeit stockte das Spiel der Schwäne noch schwerer, obwohl St. Veit harmlos blieb, eigentlich ein dankbarer Gegner für ein entscheidendes Spiel war. Erst in der Nachspielzeit wieder ein Aufbäumen, allerdings auch fassungslose Gesichter auf den Rängen. Saurer traf aus drei Metern das Tor nicht und als dann innerhalb von Sekunden erst Gosch am Tormann und dann Boskovic an der Stange scheiterten, musste man befürchten, dass die Gastgeber nun komplett resignieren.

Eine Chance nach der anderen

Stattdessen kamen sie völlig verändert aus der Kabine: Mit den eingewechselten Pauko und Masser kamen neuen Ideen und Schwanberg spielte sich immer wieder in den gegnerischen Strafraum. Gosch erzielte das längst überfällige 1:1 nach einer Einladung der St. Veiter Abwehr (52.). Lanz verfehlte mit einem Lattenköpfler nur knapp, stattdessen der nächste – vermeintliche – Nackenschlag: Dragan Lazicic (58.) zog aus der Distanz ab, ein haltbarer Ball, den Tormann Galli aber nicht mehr erreichte. Schwanberg spielte aber unbekümmert aufs St. Veiter Tor, Christopher Townsley konnte nach einem Fehler des Gästekeepers Pressnitz – der zuvor als Feldspieler für den verletzten Stammtormann rein musste – völlig frei zum 2:2 einköpfeln. Mit kontrollierter Offensive rollten die Schwanberger Angriffe nach vorne, denn es reichte noch nicht. In Kaindorf war noch kein Tor gefallen, ein Remis hätte nur gereicht, wenn der Abstiegskonkurrent selbst gegen Flavia verliert. Aber Schwanberg machte seine Aufgabe: Nach 80 Minuten stand der SVS erstmals nicht mehr unter dem Strich, als Gosch doch noch eiskalt zum 3:2 versenkte. Nun durfte nur Kaindorf nicht mehr treffen, aber in den letzten Minuten trudelten plötzlich die Tore aus Leibnitz ein: Flavia Solva schoss in innerhalb von drei Minuten ein 3:0 heraus und machte damit alles klar. Gelöste Schwanberger holten noch Platz 13, der direkt zum Klassenerhalt reicht. Kaindorf steigt als Tabellenletzter in die Gebietsliga ab.

Ragnitz behält Relegationsplatz

Hätte Flavia früher mit dem Tore schießen begonnen, wäre vielleicht noch der Relegationsplatz um den Aufstieg drinnen gewesen. Fünf Tore fehlten auf die punktegleichen Ragnitzer, die in Gralla 2:3 verloren, aber dennoch die Relegation gegen Mooskirchen um die Oberliga spielen. In Groß St. Florian wird man sich noch über einige verlorene Punkte ärgern, der zweite Rang wäre drinnen gewesen. Bei Linden Leibnitz holten die Florianis drei Mal einen Rückstand zum 3:3 auf (Kristian Kraus 7., Jan Simenko 40., 68. bzw. Thomas Nebel 26., 63., Philip Leitinger 79.). Nebel beendet die Saison damit als drittbester Torjäger der Liga mit 19 Treffern.

Comeback bei Bad Gams

Pölfing-Brunn feierte mit dem 5:1 gegen Lannach doch noch einen zufriedenstellenden Saisonabschluss (Aljaz Naglic 16., Daniel Freigassner 37., Patrick Gutbrunner 56., Aljaz Grasic 84., Kevin Temmel 85. bzw. Daniel Huberts 23.). Bad Gams bestätigte seine starke Rückrunde (bestes Bezirksteam im Frühjahr) und trotze Meister Bärnbach auswärts ein 2:2 ab (Florian Trost 15., Sebastian Weissenberger 87. bzw. Mathias Pronneg 28., Lukas Dengg 70.). Manuel Krainer feierte nach fast einem Jahr Verletzungspause sein Kurzcomeback. Hengsberg holte in Tillmitsch ein klares 3:0.

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