DSC: Sicherer Fußball in der Türkei

Für den DSC stand in der Türkei nur Fußball im Mittelpunkt.
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Die Türkei als Urlaubsland? Viele Österreicher dürften dabei an die Bombenanschläge im Dezember und Jänner oder die instabile politische Lage im Land denken und sich nicht ganz sicher sein. Rund 30 Deutschlandsberger flogen Anfang Februar dennoch in die Türkei. Freilich zu einem Trainingslager, welches der DSC auch schon vor einem Jahr an der türkischen Riviera abhielt. „Wir mussten die Reise schon im August des letzten Jahres buchen, sonst hätten wir nichts mehr gekriegt“, erklärt Gerd Fuchs, der Sportliche Leiter des DSC, der auch mitflog. Damals war die Lage noch weniger angespannt, der im Sommer verhängte Ausnahmezustand für das ganze Land wurde seitdem von Präsident Erdogan schon zwei Mal bis April verlängert. Vier Spieler des DSC nahmen daher am Trainingslager auch nicht teil. „Wenn die Lage im Herbst schon so gewesen wäre“, überlegt Fuchs, „wären wir wahrscheinlich nicht in die Türkei geflogen.“ An der Riviera machte man 2016 (im 30 Kilometer östlich gelegenen Side) aber nur gute Erfahrungen. „Es ist nirgends so günstig wie in der Türkei, vor allem für das, was du alles geboten kriegst“, so Fuchs. Das Trainingsgelände war in Belek zehn Minuten vom Hotel entfernt, das Sauna, Pool und All-Inclusive-Getränke anzubieten hatte. Mit angenehmen 16 Grad Celsius sowas wie ein erweiterter Urlaub für die Spieler.

Weniger Fußballer an der Riviera

All das nutzten auch einige Funktionäre und Fans, die mitreisten und eine Woche an der türkischen Riviera genossen. Von politischen Unruhen oder Gefahren sei dort gar nichts zu spüren. Die Reisewarnung des Österreichischen Außenministeriums gilt ohnehin nicht für die südlichen Küsten der Türkei. Dennoch scheint der Tourismus dort zu stocken: Normalerweise sind in der Provinz Antalya von Jänner bis März über 2.000 Fußballvereine aus verschiedenen Ländern zu Gast. „In der Woche als wir dort waren, waren es rund 100“, erzählt Fuchs. Gegen zwei davon, einen rumänischen Zweitligisten und einen deutschen Fünftligisten, testete der DSC (1:1 und 2:2).

Kordic bleibt doch

Mit dem Transferprogramm ist man im Koralmstadion äußerst zufrieden, obwohl man einen Wunschspieler (noch) nicht bekommen konnte. Thomas Wotolen aus der fünften Kärntner Liga und Mato Vrdoljak (Unterpremstätten) sollen den linken Flügel verstärken, Timotej Polanc wurde fix aus dem Kader der KMII hochgezogen und mit Nejc Plesec (Prevalje) wurde ein junger Angreifer mit slowenischer Erstligaerfahrung verpflichtet. Trainer Jerko Grubisic wollte noch einen weiteren Stürmer holen, wurde letztlich aber sozusagen im eigenen Kader fündig. Ante Kordic wollte eigentlich den Verein verlassen und sich in einer höheren Liga versuchen. In Kapfenberger wurde er schon zum Probetraining geladen und flog - eine Woche vorm DSC-Trainingslager - in deren Camp mit, der KSV entschied sich aber für einen ukrainischen Erstligastürmer. Kordic suchte nochmal das Gespräch mit den Verantwortlichen und blieb doch in Deutschlandsberg. „Zum Glück hat uns ein slowenischer Testspieler vor ein paar Wochen nicht überzeugt“, schmunzelt Fuchs, der mit Kordic ständig in Kontakt war und froh über dessen Verbleib ist. Derzeit sind auch alle fit, Philip Leitinger und Erich Baumann sind nach Bänderrissen wieder schmerzfrei voll im Training. Sebastian Stanzer (Frauental), Michael Brajko (Kalsdorf), David Lukanc (Olimpija Laibach) und Blaz Brglez (Dravinja) haben den Verein verlassen. Am 10. März startet der DSC in Gleisdorf wieder in die Regionalliga.

Autor:

Simon Michl aus Deutschlandsberg

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