Rollstuhlbasketball-EM in Athen
Markus Theißl ist Europameister

Er spielte als Center starke Partien - Markus Theißl
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  • hochgeladen von Gerhard Langmann

Das österreichische Rollstuhlbasketballteam mit Markus Theißl aus Ettendorf sichert sich den Europameister-Titel.

ETTENDORF/ATHEN. Das 65:54 im EM-Finale gegen Litauen machte für das österreichische Rollstuhlbasketballteam das Glück perfekt: Es sicherte sich im B-Turnier den Europameistertitel und das Ticket für die A-Europameisterschaft im Dezember in Spanien.
Mitten in der Jubeltraube befand sich Markus Theißl aus Ettendorf, der das Glücksgefühl gleich doppelt genoss. Nach einer Schädeloperation vor drei Jahren war er nicht mehr Mitglied der Nationalmannschaft. Für den gelernten Glaserer, der 2001 nach einem Sturz vom Balkon an den Rollstuhl gefesselt war, bedurfte es eines optimalen Heilungsverlaufes, unzähliger Vorbereitungsstunden und etlicher Trainingslager, um wieder an die Form früherer Zeiten anknüpfen zu können. Im Rahmen seiner Therapie im Rehabilitationszentrum Tobelbad hatte er seinerzeit die Rollstuhlbasketball-Mannschaft „Flinkstones“ kennengelernt und sich ihr angeschlossen. Mit Erfolg: Als Center heimste er mit dem Team etliche Landes- und auch einen Bundesmeistertitel ein. Die Folge war die Einberufung in das Nationalteam.

Mit Teamgeist ans Ziel

Im Bewerb in Athen wurde Österreich in eine Gruppe mit Litauen, Kroatien und Serbien gelost. Gegen Kroatien (65:46) und Serbien (71:56) gab es klare Siege, die Litauer fügten den Österreichern jedoch eine 59:63-Niederlage zu. Platz 2 reichte aber für die Qualifikation für die Finalspiele. Rußland wurde im Viertelfinale mit 65:56 besiegt, im Halbfinale wurde Lettland mit einem 65:54-Sieg ausgeschaltet. Damit kam es im Finale erneut zum Aufeinandertreffen mit Litauen, das sich für das Finale qualifiziert hatte.
Der Beginn lief nicht ganz nach Wunsch von Trainer Malik Abes, im ersten Viertel hieß es 10:20 für Litauen. „Unser Selbstvertrauen hat uns geholfen“, beschreibt Markus Theißl die Phase, in der Korb für Korb aufgeholt und zur Halbzeit eine 31:24-Führung fixiert wurde. Danach ließ Rot-Weiß-Rot nichts mehr anbrennen, der Sieg wurde sicher nachhause gespielt und entsprechend euphorisch gefeiert.

Ticket für das Nationalteam 

Der Sieg im B-Turnier bedeutete die Rückkehr in die Liga der großen Nationen. Im Kampf gegen Frankreich, Israel oder Deutschland & Co. genießen die Österreicher den Gruppenvorteil. „Wir sind größtenteils Spieler aus der Steiermark und sehr gut eingespielt“, sieht Markus Theißl das Nationalteam im richtigen Alter, um in Madrid gut bestehen zu können. Er ist sehr stark darauf fokussiert und will mit guten Leistungen in der Bundesmeisterschaft mit den „Flinkstones“ wieder das Ticket für das Nationalteam lösen.

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