"Training, Training, Training ist das Wichtigste"

Im Herbst war Gregor Grubisic zweitbester Scorer beim DSC: sechs Tore und vier Assists in der Regionalliga.
  • Im Herbst war Gregor Grubisic zweitbester Scorer beim DSC: sechs Tore und vier Assists in der Regionalliga.
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  • hochgeladen von Simon Michl

Wenige Tage vor seinem 16. Geburtstag kam er zu seinem ersten Einsatz in der Kampfmannschaft des DSC. Mit 17 Jahren wurde er bereits Meister in der Oberliga, nach 33 Toren in seinen ersten zwei Landesligasaisons wagte er den Sprung in die Regionalliga nach Weiz. Nach einem halben Jahr kam Gregor Grubisic zurück und wurde mit 20 auch noch Landesligameister. Heute ist der 22-Jährige vom DSC in der Regionalliga nicht mehr wegzudenken.

Warum konntest du dich in Weiz nicht durchsetzen und hier schon?
GREGOR GRUBISIC: Das Tempo im Training war damals schon ein ganz anderes, spielerisch gab es keinen großen Unterschied. Vielleicht hab ich von Anfang an nicht gut reingefunden. Es hat halt alles nicht so ganz zusammen gepasst.

War der Schritt in die Regionalliga damals noch zu früh?
Das kann ich nicht sagen, ich hab ja nie von Beginn an gespielt. Die Vorbereitung war eigentlich gar nicht so schlecht. Im ÖFB-Cup gegen den WAC hab ich eine halbe Stunde gespielt, so viel hab ich die ganze Herbstsaison nie mehr gespielt. Dann hab ich halt ein paar Spiele in der Zweier gemacht. Jetzt ist das eh schon wieder eineinhalb Jahre her. Aber hätte ich es nicht gemacht, hätte ich es sicher bereut. Vielleicht wäre es sogar besser gewesen, wenn ich hier geblieben wäre, aber probiert hab ich’s einmal. Der Trainer von Weiz hat mich überzeugt, er ist dreimal hergekommen und wollte mich unbedingt haben. Das musste ich probieren.

Du hattest aber immer die Möglichkeit nach Deutschlandsberg zurück zu kommen?
Ich war für ein Jahr ausgeliehen, aber hätte im Winter immer zurückkommen können, wenn es nicht gepasst hätte. Das wollte ich dann auch, das hat ja keinen Sinn gemacht. Und im Frühjahr gab es dann fünf Verletzte in Weiz. Aber so ist es halt, es wollte nicht sein.

Welche Rolle hat dein Vater gespielt, dass du in der Landesliga und Regionalliga letztlich Fuß fassen konntest?
Schon eine große Rolle. Jetzt ist er seit über fünf Jahren Trainer bei uns und das meiste habe ich ihm zu verdanken. Was wir schon trainiert haben, das kann man glaub ich nicht mehr zählen (lacht). Am Wochenende, vormittags, alles mögliche haben wir gemacht.

Gab es mal Tage, wo es für dich nicht um Fußball ging?
Wenn ich Urlaub war mit der Freundin, dann hab ich abschalten können (lacht). Oder wenn der Papa Urlaub war, sonst nicht wirklich. Wenn wir zusammen Urlaub fahren, haben wir auch immer Training.

Hattest du jemals die Vorstellung von einem Leben, in dem es gar keinen Fußball gibt?
In der Kindheit nicht. Aber in der Pubertät ist das dann schon gekommen. Mit 14,15 hast du dann Tage, wo du dich nicht mehr scherst, wo es mir zu viel geworden ist. Aber nach ein, zwei Tagen war das auch wieder vorbei. Zwei Tage nichts trainieren und abschalten, dann ist das wieder gegangen. Es gibt eh nichts besseres als Fußball.

Du warst im Herbst zweitbester Scorer beim DSC mit sechs Toren und vier Assists. Was würdest du als deine Hauptaufgabe am Feld bezeichnen?
Schwierig zu sagen. Ich hab eine offensive Position hinter dem Mittelstürmer, aber bei uns müssen alle defensiv arbeiten. Offensiv bin ich immer mit vorne, das ist eh klar. Und wenn einmal ein guter Stanglpass oder ähnliches kommt, dann bin ich da.

Wie viel redest du zuhause mit deinem Vater über den DSC?
Am Spieltag wird nicht viel geredet, aber am Tag davor. Vor dem Spiel ist er so fokussiert, wenn ich da irgendwas falsches sag, ist sowieso aus (lacht). Aber am Vortag läuft das eher ruhig ab, da reden wir ein bisserl über den Gegner und Taktik. Am Spieltag ist er eher nervös.

Sind die Standars deine größte Stärke?
Kann man schon sagen. Eckbälle, Freistöße, generell Schüsse sind schon eine Stärke von mir, weil wir das in der Jugend immer geübt haben. Schusstraining gab’s sowieso fast jedes Training. Und natürlich Extraeinheiten, am Sonntag zum Beispiel so gut wie jede Woche.

Wo siehst du dich als Fußballer in fünf Jahren?
Nach oben hin ist immer viel Luft. Man kann sich immer verbessern. Mal schauen, was sich ergibt, ich lass das auf mich zukommen. Mit dem Papa hab ich darüber noch nicht viel gesprochen, aber für ihn gibts nur Training, Training, Training. Das ist das wichtigste, dann ergibt sich eh alles von selber.

Autor:

Simon Michl aus Deutschlandsberg

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