Frauental vor Neuorientierung
"Wir dürfen mit dem Abstieg nichts zu tun haben"

Obmann Josef Sailer (l.) und Trainer Ewald Klampfer wissen um die Qualität, die in ihrer Mannschaft steckt: "Frauental darf mit dem Abstieg in der Landesliga nichts zu tun haben!"
  • Obmann Josef Sailer (l.) und Trainer Ewald Klampfer wissen um die Qualität, die in ihrer Mannschaft steckt: "Frauental darf mit dem Abstieg in der Landesliga nichts zu tun haben!"
  • Foto: Franz Krainer
  • hochgeladen von Simon Michl

Die Resultate in der ersten Landesligasaison waren für den SV Frauental nicht zufriedenstellend: nur drei Punkte über den Abstiegsrängen. Obmann Josef Sailer und Trainer Ewald Klampfer finden im Interview mit der WOCHE deutliche und ehrliche Worte.

WOCHE: Eine ungewöhnliche Situation für die in den letzten Jahren so erfolgsverwöhnten Frauentaler?
JOSEF SAILER: Wir haben die Leistungsdichte in der Landesliga ein wenig unterschätzt, außerdem waren wir durch Verletzungen nicht auf dem höchsten Leistungslevel. Trainer Klampfer und ich haben die Situation analysiert. Wir werden kadermäßig noch nachbessern, doch Panik gibt es bei uns nicht.

WOCHE: Wo seht ihr die entscheidenden Baustellen in der Mannschaft?
SAILER: Wir haben eine gute Mannschaft mit vielen Individualisten. Der Kader ist allerdings nicht sehr groß. Wenn Leistungsträger wie z.B. Dominik Herzog als Führungsspieler ausfallen, sind manche Positionen nicht gleichwertig ersetzbar. Herzog wird im Frühjahr wieder zur Verfügung stehen, außerdem sind wir mit einer Verstärkung im offensiven Bereich so gut wie einig.

WOCHE: Ewald, du bist erst seit wenigen Wochen Trainer: Welchen Eindruck hast du von der Mannschaft?
EWALD KLAMPFER: Die Mannschaft hat absolut die Qualität für die Landesliga. Bei manchen fehlt die sportliche Reife, permanent auf dem geforderten Level zu agieren. Das ist allerdings auch eine Frage des individuellen Trainings, das wir in der Vorbereitung forcieren wollen.

WOCHE: Wo siehst du das größte Manko in der Frauentaler Mannschaft?
KLAMPFER: Ich bin grundsätzlich mit der Einstellung meiner Spieler zufrieden. Bei manchen SVF-Spielern sehe ich allerdings auch Mängel, sich bedingungslos ihrer Aufgabe zu stellen. Das ist kein Problem der Qualität, sondern des bedingungslosen Willens, taktisch, fußballerisch und kämpferisch an die persönlichen Leistungsgrenzen zu gehen.

WOCHE: Angesichts der Tabellensituation: Welches Ziel ist für das Frühjahr realistisch?
KLAMPFER: Normalerweise würde ich sagen, nur nicht absteigen! Doch in der Mannschaft steckt in Wirklichkeit viel mehr, als sie im Herbst gezeigt hat. Ich werde versuchen, diese Stärken im Training mit dem Team herauszuarbeiten und dann ist ein gesicherter Mittelfeldplatz absolut realistisch. Man sollte die Situation zwar nicht unterschätzen, doch mit dem Abstieg darf Frauental nichts zu tun haben.

Das Gespräch führte Franz Krainer.

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