Er verband Geschäft mit dem Wirken für die Allgemeinheit
Ehrenringträger Karl Flanyek verstarb 89-jährig

Ein großer Stainzer ist nicht mehr

STAINZ. - Geboren wurde Karl Flanyek am 16. Dezember 1931 im so genannten Fink-Haus in Stainz. Es war eine turbulente Jugendzeit, die der Verstorbene mit einer Schwester und zwei Halbgeschwistern verlebte: Die Mutter verstarb relativ früh, der Vater war aus geschäftlichen Gründen wenig zuhause. Das Wechselspiel von Erziehung in Deutschlandsberg, wohnen in Stainz und Schule in Mureck prägte im Jugendlichen eine frühe Selbstständigkeit aus.
Nach dem Krieg bildete sich Karl Flanyek im väterlichen Betrieb als Spengler aus. Der Beruf behagte ihm offensichtlich nicht, denn er legte mit der Ausbildung zum Installationstechniker einen zweiten Beruf drauf. Den er in der Folge bei mehreren Installationsbetrieben ausübte und 1958 mit der Meisterprüfung abschloss. So etwas wie Schicksal wurde bei einem Arbeitseinsatz bei der Firma Kastner & Öhler schlagend, wo er seine spätere Frau Rosemarie, die ihm zur liebenden Ehefrau, kritischen Kameradin und umsichtigen Mitarbeiterin wurde, kennen und lieben lernte. 1955 wurde geheiratet, im Jahr 1957 kam Tochter Andrea zur Welt, sechs Jahre darauf Tochter Sabine. Aktuell konnte er auf vier Enkel- und zwei Urenkelkinder verweisen.
1958 wechselte Karl Flanyek als Geschäftsführer zu den Stadtwerken Eisenerz. Es sollte aber nur ein Zwischenschritt sein, vier Jahre darauf übernahm er als 32-Jähriger den väterlichen Installationsbetrieb. Was folgte, waren Jahre des kontinuierlichen Aufstiegs, der Weiterentwicklung und der Modernisierung des Unternehmens. Großen Wert legte Karl Flanyek auf ein intaktes Betriebsklima, sein Bemühen galt aber auch der Ausbildung von Lehrlingen für das eigene Unternehmen. Im Jahr 1993 übergab er den Betrieb an Schwiegersohn Michael Ruppert, 1996 zog er sich in den Ruhestand zurück.
Bewundernswert: Neben seiner fordernden Tätigkeit im Beruf fand Karl Flanyek Zeit, sich stark für die Allgemeinheit zu engagieren. So war er als Pfarrgemeinderat tätig, brachte sich als Verwaltungsausschussmitglied in die Sparkasse ein und fungierte als Funktionär im Turnverein Stainz. Sein Engagement brachte er als Prüfungskommissär in die Steirische Landesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker, als Obmann in den Wirtschaftsbund Stainz und als Laienrichter in das Landesgericht Graz ein. Ganz besonders am Herzen lag ihm die Marktgemeinde Stainz, von 1975 bis 1990 war er als Gemeinderat und Vizebürgermeister tätig. In Anerkennung seiner Verdienste wurde ihm 1992 der Ehrenring der Gemeinde überreicht.
Die derzeitigen Verhältnisse lassen eine große Abschiedsfeier nicht zu. Ganz im Sinne des Verstorbenen wird ein Requiem zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Autor:

Gerhard Langmann aus Deutschlandsberg

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