Gastronomie
Erfolge unter der Haube

Alexander Posch ist bei Gault Millau erneut mit drei Hauben ausgezeichnet worden.
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  • Alexander Posch ist bei Gault Millau erneut mit drei Hauben ausgezeichnet worden.
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Nach der jüngsten „Gault&Millau“-Auswertung glänzt der Bezirk Deutschlansberg mit sieben Hauben-Lokalen. Der Ausnahmewinzer des Jahres kommt aus Gleinstätten.

BEZIRK DEUTSCHLANDSBERG. Erneut hat das Gourmetrestaurant "Essenzz" im Staizerhof einen großen Erfolg zu vermelden: Der „Gault&Millau“ verleiht in seiner soeben erschienenen Ausgabe 16,5 Punkte und somit drei Hauben. Damit ist "Essenzz"-Küchenchef Alexander Posch „nur“ noch einen halben Punkt von der vierten Haube entfernt (nach neuem Bewertungssystem gibt es ab sofort fünf Hauben). Steiermarkweit liegt die "Essenzz" nun unter den Top-3 – punktegleich mit sieben weiteren Restaurants. An der Spitze stehen die „Saziani Stubn“ in Straden mit 18,5 Punkten sowie die „Geschwister Rauch“ in Trautmannsdorf mit 18 Punkten.

Wertschätzung und Auszeichnung

„Das ist eine großartige Auszeichnung, die natürlich eine extreme Wertschätzung für unser gesamtes Team bedeutet“, sagt Stainzerhof-Geschäftsführer Bernhard Langer.
Tatsächlich eroberte der Stainzerhof in nur zwei Jahren die Herzen des Kulinarikfans im Sturm: Alexander Posch war „Gault&Millau Aufsteiger des Jahres 2018“, im selben Jahr verlieh der renommierte Guide erstmals drei Hauben an die "Essenzz" und der „Schlemmer Atlas“ wählte Posch unter die 50 besten Köche Österreichs.
„Wir freuen uns, dass wir durch unsere Küche das Schilcherland und vor allem Stainz national und inzwischen auch international bekannt machen können“, sagt Posch.

Dabei ist die Marktgemeinde Stainz nach der jüngsten Auswertung ohnehin mit Haubenlokalen gesegnet. So gab es drei Hauben, 15 Punkte für "Die Mühle" und zwei Hauben, 14 Punkte für den Rauch-Hof.
Zwei Hauben, 14,5 Punkte gingen an das Landhaus Oswald mit Küchenmeister Wolfgang Edler in Groß St. Florian und eine Haube, 11,5 Punkte sind dem Wassermann-Wirt am Reinischkogel in St. Stefan ob Stainz zugeordnet.
Die Bezirksstadt Deutschlandsberg glänzt mit je einer Haube und 11 Punkten für die Kaminstub'n, jetzt im Besitz von Hans Kilger, und für das Burgrestaurant mit Karl Christian Kollmann.

Der Ausnahmewinzer

Gault&Millau kürt Karl Schnabel aus Gleinstätten zum Ausnahmewinzer des Jahres. Es ist der vorläufige Höhepunkt einer außergewöhnlichen Geschichte: Mittwoch Abend kürte der „Gault&Millau“ im Wiener „Park Hyatt“ den steirischen Bio-Weinbauer Karl Schnabel zum „Ausnahmewinzer des Jahres 2020“. „Schnabel versteht es wie kein Zweiter in der Steiermark Natural Weine zu keltern, die geprägt sind von einer außerordentlichen Tiefe und dabei schlicht auf den Punkt gebracht“, begründen die beiden Gault&Millau-Herausgeber Martina und Karl Hohenlohe.

Karl Schnabel, Ausnahmewinzer aus Gleinstätten.
  • Karl Schnabel, Ausnahmewinzer aus Gleinstätten.
  • Foto: Schnabel/Ermihof
  • hochgeladen von Susanne Veronik

Kompromisslos für die Natur

Ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium für die Wahl zum „Ausnahmewinzer des Jahres“ ist aber die kompromisslose Art, mit der Schnabel – übrigens studierter Agrarökonom – gemeinsam mit seiner Frau Eva (Absolventin der Wirtschaftsuniversität in Wien) das Weingut im südsteirischen Sausal bewirtschaftet: Sämtliche Weine sind Naturweine ohne jegliche Zugabe von Zusatzstoffen, ohne chemische und technische Manipulation. Alle Weine werden bereits seit 13 Jahren ohne Zugabe von Schwefel ausgebaut und abgefüllt. Seit 20 Jahren ist das Weingut mit dem Vulgonamen „Ermihof“ zudem Demeter zertifiziert. Damit zählt Schnabel zu den Pionieren des biodynamischen Weinbaus in Österreich.

Priorität für den Rotwein

Eine weitere Besonderheit des neuen „Ausnahmewinzer des Jahres“: Während in der Steiermark beinahe flächendeckend auf den Anbau von Weißweinsorten gesetzt wird, stehen bei Schnabel seit Anbeginn die Rotweine im Mittelpunkt. „Der Sausaler Boden mit seinem silikatischen Urgestein und den Schieferböden eignet sich perfekt für Rotweine, die fein strukturiert sind, tiefgehend, elegant und voller Lebendigkeit“, sagt Schnabel. So zählen Zweigelt, Blaufränkisch und Pinot Noir aus dem Hause Schnabel inzwischen zu den besten Roten des Landes und sind auch international sehr beliebt – wie in Dänemark, Schweden, Japan, Australien, Kanada sowie den USA und in der Ukraine.

Konkret landet der „Blaufränkisch Koregg 2017“ im aktuellen Weinguide von „Gault&Millau“ mit einer Bewertung von 18,5 Punkten (von 20) unter den Top-10 Rotweinen Österreichs. Schnabel: „Natürlich freuen uns diese Auszeichnungen, denn es war ein langer und steiniger Weg bis dahin. Nie sind wir einem Trend gefolgt. Und das werden wir auch in Zukunft nicht tun. Wir sind Bauern aus ganzem Herzen und vollster Überzeugung.“

Seit Generationen wird von in der Familie biologische Landwirtschaft betrieben. „Konventionell waren wir nie“, so Schnabel. Und das ist schließlich auch der Grundstein für den heutigen Erfolg. Schnabel: „Als Bauern fühlen wir uns der Erde und im Speziellen dem Kulturgut Wein verpflichtet. Und so geht es letzen Endes auch darum, den Konsumenten reinen und ehrlichen Wein einzuschenken. Das ist unsere Mission.“

Alexander Posch ist bei Gault Millau erneut mit drei Hauben ausgezeichnet worden.
Karl Schnabel, Ausnahmewinzer aus Gleinstätten.

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