Koralmbahn
Landesräte von Koralmbahn überzeugt

Vereint an einem Tisch: Eric Kirschner (Joanneum Ressearch), Lasse Kraack (GF EU Regionalmanagement), LR Anton Lang, LR Barbara Eibinger-Miedl, Manfred Kainz (Obmann WKO Regionalstelle Deutschlandsberg) und Georg Knill (Präsident Industriellenvereinigung Steiermark) (v.l.).
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  • Vereint an einem Tisch: Eric Kirschner (Joanneum Ressearch), Lasse Kraack (GF EU Regionalmanagement), LR Anton Lang, LR Barbara Eibinger-Miedl, Manfred Kainz (Obmann WKO Regionalstelle Deutschlandsberg) und Georg Knill (Präsident Industriellenvereinigung Steiermark) (v.l.).
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Die Wirtschaftskammer Deutschlandsberg hat die Landesräte Barbara Eibinger-Miedl und Anton Lang sowie Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung Steiermark, und Eric Kirschner vom Joanneum Ressearch zu einem Lokalaugenschein an der Koralmbahn geladen.

DEUTSCHLANDSBERG.  Zu einem Lokalaugenschein an der Baustelle zur Koralmbahn haben sich diese Woche auf Einladung der Wirtschaftskammer Regionalstelle Deutschlandsberg nicht nur die Landesräte Barbara Eibinger-Miedl und Anton Lang getroffen, sondern auch Georg Knill, in seiner Funktion als Präsident der Landesgruppe Steiermark der Industriellenvereinigung, und Eric Kirschner, Leiter der Forschungsgruppe Regionalökonomie und Strukturpolitik am Joanneum Ressearch.
"Dieses Infrastrukturprojekt unterstützt uns in der hochindustrialisierten Entwicklung Europas noch deutlicher", wie Manfred Kainz, Obmann der Wirtschaftskammer Deutschlandsberg, eingangs betont.

Ein Jahrhundertchance

Welche Chancen, Möglichkeiten und Potenziale die Koralmbahn bei ihrer Fertigstelltung 2024 für den Standort Südösterreich als Gesamtes und für unsere Region im Speziellen de facto haben wird, darüber wird Eric Kirschner mit seinem Team eine Studie verfassen, wenn es dazu eine Beauftragung von Seiten des Landes gibt. "Seit 165 Jahren, also seit der Eröffnung der Semmeringbahn durch Carl Ritter von Ghega, ist der Bau der Koralmbahn das wahrscheinlich größte sozialökonomische Experiment in Österreich", so Kirschner. Fest steht: Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Steiermark und von ganz Österreich wird enorm davon profitieren - der Standort wird insgesamt kompakter und dadurch interessanter am internationalen Parkett.
Die wichtigste Frage: "Was kann getan werden, um die Potenziale für Österreich, die Steiermark, für die Teilregionen und die Bezirke im Speziellen möglichst effizient zu nutzen und mit Arbeitsplätzen vor Ort auch der Abwanderung entgegenzuwirken?"

Laßnitztal Entwicklungsgesellschaft

Dazu hat man in unserem Bezirk mit der Laßnitztal Entwicklung GmbH bereits Vorarbeit geleistet.
Die vier Gesellschafter, nämlich die Gemeinden Deutschlandsberg, Groß St. Florian und die Kleinregion Sulmtal-Koralm (Schwanberg, St. Martin im Sulmtal, St. Peter im Sulmtal) sowie die Regionalmanagement Südweststeiermark GmbH haben sich im März 2014 zur Laßnitztal Entwicklungs GmbH zusammengeschlossen, um künftige Gewerbeflächen rund um den IC-Bahnhof der Koralmbahn und um das Leibenfeld vorab zu sichern. Wieweit dieses Vorhaben inzwischen gediehen ist? "Wir haben inzwischen knapp 20 Hektar an kompakt, zusammenhängender Entwicklungsfläche zwischen Groß St. Florian, Deutschlandsberg und Schwanberg als potenziell hochqualitative Insdustrie- und Gewerbeflächen zur Verfügung. Das ist schon einmal eine gute Basis. Die Raumplanungsverfahren sind in allen betroffenen Gemeinden am Laufen", so Lasse Kraack, GF vom Regionalmanagement Südweststeiermark, als Stellvertreter für die vier Gesellschafter.

Silicon Alps

"Es ist einfach vorbildhaft, wie hier Regionalentwicklung frühzeitig in die Hand genommen worden ist, und das seit 2011 über Gemeinde- und politische Grenzen hinweg", zeigt sich LR Barbara Eibinger-Miedl, Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Europa, Wissenschaft und Forschung, nach dem Lokalaugenschein am Bahnhof Weststeiermark über diese Vorarbeit beeindruckt. Vorarbeit wurde aber auch schon in größerem Stil geleistet: Zur Bündelung der Kräfte hat die Steiermark gemeinsam mit dem Land Kärnten 2016 den Silicon Alps Cluster gegründet. "Gerade diese beiden Bundesländer werden durch die Koralmbahn noch näher zusammenrücken und müssen jetzt schon nach außen hin gebündelt auftreten", so Eibinger Miedl. In diesem Cluster im Micro Elektronikbereich sind mittlerweile über 100 Unternehmen eingegliedert. "Außerdem ist Kärnten inzwischen zu 15 Prozent an Joanneum Ressearch beteiligt", bekräftigt Eibinger-Miedl die Bestrebungen zum wirtschaftlich verbesserten Auftritt der beiden Bundesländer, um die Forschungsachse Süd noch besser aufzubauen. Mit Silicon Austria Labs ist außerdem ein bundesländerübergreifendes Forschungszentrum ins Leben gerufen worden. Dazu wird in Kürze der Spatenstich in Graz erfolgen.

Straßen, Schienen und Breitband

In dieselbe Kerbe schlägt Anton Lang, Landesrat für Verkehr, Umwelt, Erneuerbare Energien, Sport und Tierschutz und seit Juli 2017 auch Finanzlandesrat: "Da kann man nur gratulieren! Hier sitzen alle Player in einem Boot und rudern in eine Richtung. Diese Weitsicht, auf ein Projekt hinzuarbeiten, das erst 2024 eröffnet werden wird, ist vorbildlich. Die Entwicklung der Schiene, der Straße und von Breitband-Internet - das sind die Schlagadern der Regionen", betont Lang. In diesem Sinne sind Straßenprojekte von der B 70 bis zur so oft geforderten ´Nachjustierung an der L 601 im Fahrplan mit inbegriffen, wie Lang auf Nachfrage betonte.
Georg Knill bringt es als Präsident der Industriellenvereinigung Steiermark auf den Punkt: "Das ist nicht nur ein Experiment - das ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte seit Jahrzehnten überhaupt. Wenn aus einer Idee Realität wird, dann ist das gelebte Innovation."

Vereint an einem Tisch: Eric Kirschner (Joanneum Ressearch), Lasse Kraack (GF EU Regionalmanagement), LR Anton Lang, LR Barbara Eibinger-Miedl, Manfred Kainz (Obmann WKO Regionalstelle Deutschlandsberg) und Georg Knill (Präsident Industriellenvereinigung Steiermark) (v.l.).
Eric Kirschner, Lasse Kraack, Georg Knill, LR Barbara Eibinger-Miedl, LR Anton Lang und Manfred Kainz (v.l.).
Autor:

Susanne Veronik aus Deutschlandsberg

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