Arbeitsmarktservice Deutschlandsberg
Niedrigster Wert an Arbeitslosen seit elf Jahren

Hartmut Kleindienst, Leiter der AMS Regionalstelle Deutschlandsberg, zum aktuellen Tiefstand an Arbeitsuchenden.
  • Hartmut Kleindienst, Leiter der AMS Regionalstelle Deutschlandsberg, zum aktuellen Tiefstand an Arbeitsuchenden.
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Die Arbeitslosigkeit im Bezirk Deutschlandsberg sinkt weiter  bei nach wie vor hohem Stellenpotential. Dabei sind die Auswirkungen des neuerlichen Lockdowns noch nicht einschätzbar. 

DEUTSCHLANDSBERG. Seit März dieses Jahres sinken die Arbeitslosenzahlen im Bezirk Deutschlandsberg. Die Arbeitslosigkeit ist im November im Vergleich zum Vorjahr um 421 auf insgesamt 1.385 Personen (-23,3%) zurückgegangen. 654 Frauen (- 201 od. -23,5%) und 731 Männer (-220 od. -23,1%) waren per Stichtag im Bezirk von Arbeitslosigkeit betroffen.

Zusätzlich befanden sich insgesamt 355 Personen in Schulungen des AMS. Im gesamten Bundesland erfolgte im November ein Rückgang um 27,3% auf 31.273 Vorgemerkte gegenüber dem Vorjahr – das ist der niedrigste Wert seit elf Jahren.

Folgen aus dem Lockdown noch nicht absehbar

Wie sich der aktuelle Lockdown auf den Arbeitsmarkt auswirkt?

„Die Auswirkungen des gegenwärtigen Lockdowns auf den Arbeitsmarkt sind noch schwer einzuschätzen. Der Bestand an vorgemerkten Arbeitslosen liegt im Bezirk noch unter dem Wert von 2019, die Anzahl der offenen Stellen ist weiterhin sehr hoch. Entscheidend wird auch die Frage sein, in welchem Umfang das aktuelle Kurzarbeitsmodell von unseren Unternehmen in Anspruch genommen wird, das wird sich aber frühestens Mitte Dezember zeigen."
Hartmut Kleindienst., Leiter der AMS Geschäftsstelle Deutschlandsberg

Die Dynamik am Arbeitsmarkt im November bildet sich wie folgt ab: 427 Personen haben sich im Verlauf des Monats arbeitslos gemeldet, das sind um 47 weniger (-9,9%) als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Demgegenüber beendeten 384 Frauen und Männer im Bezirk Deutschlandsberg ihre Arbeitslosigkeit, das sind um 28 Personen mehr als im November 2020 (+7,9%).

Arbeitsmarkt in Zahlen


Die prozentuell höchsten Bestandsveränderungen gegenüber dem Vorjahr gab es im Verkehrswesen (-34,8%), im Bereich Beherbergung und Gastronomie (-29,7%) und im Bauwesen (-28,7%). Dabei handelt es sich jedoch um Vormonats-Werte (Oktober), also noch vor dem Lockdown ab 22.11.2021.

Am höchsten sind die Bestandsverringerungen bei Personen im Haupterwerbsalter (25 bis unter 50 Jahre), hier wurden 622 Personen registriert (-31,3%). Bei den Jugendlichen (bis 25 Jahre) sind 129 Personen vorgemerkt (-21,3% gg. Vorjahr). Die Personengruppe über 50 Jahre verzeichnet deutlich die geringsten prozentuellen Abgänge, aber den höchsten Bestand mit 634 (-13,9%).

Von den insgesamt 1.385 vorgemerkten Personen sind 560 Personen von gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen betroffen, darunter befinden sich 156 Personen mit anerkannter Behinderung. "Das bedeutet eine geringfügige Senkung um 1,3% gegenüber dem Vorjahr", erklärt Kleindienst. Die Gesamtzahl der in Schulung befindlichen Vorgemerkten hat sich mit 355 im Vergleich zum Vorjahr erhöht (+19 absolut bzw. +5,7%).

Überhang im Lehrstellenmarkt

Der Lehrstellenmarkt zeigt im Bezirk weiterhin einen starken Überhang an offenen Lehrstellen: insgesamt stehen 39 Lehrstellensuchenden 95 Lehrstellen gegenüber. Seit Anfang November 2021 haben sich zusätzlich 23 Jugendliche beim AMS Deutschlandsberg als lehrstellensuchend gemeldet, das sind um 15 Jugendliche weniger als im Jahr davor (-39,5%). Die Betriebe meldeten dem AMS im November 2021 insgesamt 20 neue offene Lehrstellen, das ist um eine Lehrstelle weniger als im Vorjahr.

Der Stellenmarkt ist weiterhin überaus dynamisch. Im November 2021 wurden dem AMS Deutschlandsberg 184 neue offene Stellen gemeldet (-22,0%). Das Potenzial an sofort verfügbaren offenen Stellen ist im Vergleich zum Vorjahr auf 863 gestiegen (+364 absolut bzw. +72,9%).

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