Praxisorientierung als oberstes Bildungsziel an der HLW Deutschlandsberg

Andrea Reschinger hat die Schulleitung an der HLW Deutschlandsberg übernommen.
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  • Foto: Franz Krainer
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DEUTSCHLANDSBERG. Andrea Reschinger ist erst seit wenigen Wochen mit der Leitung der HLW in Deutschlandsberg betraut. Trotzdem ist es ein nahtloser Übergang, denn die gebürtige Wieserin unterrichtet seit beinahe zwei Jahrzehnten an der Schule. „Entscheidend für mich ist allerdings nicht unbedingt die Erfahrung in der Schulleitung, sondern ein adäquates Kollegenteam, das mit mir zusammen pädagogische Ideen umsetzen kann,“ sieht die Pädagogin die Chance auf zukunftsorientierten Unterricht im Zusammenwirken mit ihren engagierten Lehrerkollegen. Dabei muss die neue Direktorin ihr Licht keinesfalls unter den Scheffel stellen, hat sie als Qualitätsmanagerin beim LSR Steiermark viele Jahre lang reichlich Erfahrung im humanberufsbildenden Schulbereich gesammelt. Die studierte Wirtschaftspädagogin fühlt sich eher als Managerin und wird in Zukunft wohl eher unkonventionell an ihre Aufgabe herangehen.

Herumbasteln ist kontraproduktiv

„Die Herumbastelei am Schulsystem hat sich in den letzten Jahren oft kontraproduktiv ausgewirkt, Autonomie bietet viele Möglichkeiten, wenn sie nicht ausschließlich Sparzielen dient, denn Schule ist nur entwickelbar, wenn die vorhandenen Ressourcen auch eingesetzt werden können,“ sieht die designierte HLW-Direktorin so manche Entwicklung in der Schulpolitik auch mit gesunder Kritik. „Den SchülerInnen zu jeder Zeit Perspektiven geben, die Teamfähigkeit der Absolventen fördern, und über Projekte die Intensität der Zusammenarbeit stärken,“ stehen auf der Agenda von Reschinger ganz weit oben. Nicht vergessen werden darf, dass am Ende der fünfjährigen HLW-Ausbildung (es gibt auch die dreijährige Fachschule im Angebot) nicht nur die Matura steht, sondern dass auch eine Unternehmerprüfung inkludiert ist. Die Absolventen könnten also ohne weitere Ausbildung eine Reihe von Unternehmen gründen. „Kultur- und Eventmanagement, Ernährungsberufe, Kommunikation und Mediendesign sind ebenso angebotene Bildungsschienen wie Gesundheitsmanagement,“ wirbt Reschinger mit der Vielfalt an Möglichkeiten für ihre Schule.

Bildung geht Kinder UND Eltern etwas an

Die Bildungsberatung an den Neuen Mittelschulen soll weiter intensiviert werden, möglichst viele Eltern in die Info-Gespräche eingebunden werden, denn „mit 14 haben junge Menschen allein noch nicht ausreichend Entscheidungskompetenz in der Berufswahl!“ Die Direktorin erwartet von ihren SchülerInnen aber auch uneingeschränkte Bildungswilligkeit, angebotene Möglichkeiten schätzen zu lernen, für Reschinger ist „Bildung die einzige echte Investition in die eigene Zukunft, wobei Eigenverantwortung zwingend einzufordern ist!“

von Franz Krainer

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