Saubere Wärme aus der Region Eibiswald

Obmann DI Thomas Krammer lässt in die Baustelle für die neue Keselanlage bei der Nahwärme Eibiswald blicken.
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CO₂-neutral mit modernster Technik: Die Nahwärme Eibiswald baut derzeit umfassend aus.

EIBISWALD. Während die Menschen für den Klimaschutz demonstrieren, werden bei der Nahwärme Eibiswald Nägel mit Köpfen gemacht. Sie ist nicht nur eine der größten, sondern mit heuer 27 Jahren auch eine der ältesten Nahwärmegenossenschaften im Bezirk. Die 18 Mitglieder von Eibiswald bis Trahütten bringen sich generationenübergreifend ein - vor allem mit ihrem Hackgut. "40 % des Hackgutes kommt von diesen zwölf bäuerlichen Familienbetrieben, der Rest wird in der Region, also im Großraum Eibiswald, zugekauft. Die Versorgungssicherheit ist also gegeben", betont Thomas Krammer aus Trahütten, Obmann der Genossenschaft seit 2017. Regionale Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber fossilen Energieträgern sind somit die großen Pluspunkte.

20 km Leitungsnetz

Ebenfalls 27 Jahre auf dem Buckel hat die Kesselanlage. "Da die Anlage inzwischen an ihre Grenzen stößt, wurde ein Ausbau notwenig", erklärt Thomas Krammer, dass die Kesselleistung im Zuge des Neubaus von Heizhaus, Technikraum und Bürotrakt verdoppelt wird. Schließlich gehören zu den Großabnehmern Kapazunder wie die Landesberufsschule, die Musik-Mittelschule, die Firma Kendrion, das Perisutti Pflegezentrum oder auch die Gärtnerei Knotz. Außerdem ist man heuer eine Fusion mit der Nahwärme Aibl eingegangen und hat diese an das Netz der Nahwärme Eibiswald angeschlossen. "Somit ist dort endlich ein Ganzjahresbetrieb möglich", erklärt Krammer. Und das Netz wächst weiter: So sind im Vorjahr 15 Kunden in der Adamsiedlung dazugekommen, sodass im Zuge der Straßenasphaltierung die entsprechenden Zuleitungen verlegt werden konnten. Aktuell ist man beim Ausbau für die Schwarzhofsiedlung, sowie für die Kloepfer- und die Pfarrhof-Siedlung. Krammer: "Somit haben wir bis 2021 rund 120 Neuabnehmer, insgesamt sind es gut 300 Abnehmer. Die Leitungslänge wird nach dem Ausbau rund 20 km betragen."

Filter mit Effekt

"Wir wollen saubere Wärme verkaufen. Deshalb werden auch rießige Filteranlagen am neuesten Standard eingebaut", führt Krammer aus. Allein bei den Feinstaubemmissionen werden die erforderlichen Grenzwerte weit unterschritten, wenn die neue Anlage Mitte Dezember in Vollbetrieb geht. Für diesen Ausbau sind 7,2 Mio. Euro projektiert. Neben der Fremdfinanzierung gibt es eine Förderzusage für den großen Netzausbau seitens der KPC (Umweltförderung Kommunalkredit Public Consulting) also 25 % plus 5 %, wenn das Hackgut ausschließlich aus der Region bezogen wird.
Das Ziel?

"Mission 2030 lautet: Eibiswald zu 100 Prozent CO₂-neutral zu versorgen.
Was wir verheizen, wächst schließlich wieder nach."

Thomas Krammer, Obmann Nahwärme Eibiswald

Autor:

Susanne Veronik aus Deutschlandsberg

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